Hallo an alle Jungs und Mädels, die sich überlegen, einen EFD zu machen! Ich werde euch kurz von meinen persönlichen Erfahrungen erzählen und euch damit zeigen, dass der EFD wirklich eine einzigartige Erfahrung in eurem Leben sein wird.

Wenn ich Leuten erzähle, dass ich ein Jahr in Spanien verbracht habe, findet jeder das total cool und fragt, was ich da gemacht habe und wie es war. Wie es war... Um diese Frage treffend zu beantworten, bedarf es mehr als nur ein paar Worte, denn es war bis jetzt eine der intensivsten, interessantesten und schönsten Erfahrungen meines Lebens.

Zunächst einmal: Wer bin ich überhaupt und was habe ich in Spanien gemacht? Ich heiße Artem und nachdem ich mit 17 mein Abi in Bonn gemacht habe, habe ich nach einer sehr intensiven Bewerbungsphase im Oktober meinen EFD in Spanien (Gijón) angefangen. Ich war unheimlich gespannt und neugierig, denn ich wusste, dass zu diesem Zeitpunkt ein neuer Lebensabschnitt für mich beginnt. Sorgen oder Ängste hatte ich keine und so sollte es auch sein, denn ich habe mich ziemlich schnell dort integriert und wurde echt herzlich von meiner Organisation empfangen. Am Anfang wurde mir alles gezeigt, ich wurde nach und nach mit den Aufgaben meiner Organisation vertraut gemacht und mit der Zeit wurde mein Aufgabenfeld immer breiter und interessanter.

Zusammengefasst habe ich Folgendes in meinem Projekt gemacht: Ich habe in einem Jugendrat/Jugendzentrum gearbeitet und dort gehörten Deutsch- und Englischunterricht zu meinen Standardaufgaben, genauso wie das Aktualisieren der Homepage (zum Beispiel durch Blogeinträge). Neben der Büroarbeit, wo ich z.B. Textdokumente (wie E-mails) vom Spanischen ins Englische übersetzen oder die englischen Lebensläufe von den am EFD interessierten Spaniern kontrollieren und verbessern musste, habe ich viel mit Jugendlichen gearbeitet und auch das Erasmus+ Programm in der Öffentlichkeit verbreitet, indem ich öffentliche Präsentationen an verschiedenen Orten gehalten habe.
Wie ihr seht, waren meine Aufgaben im Projekt sehr vielfältig, und dies waren nur meine Haupttätigkeiten. Am meisten Spaß hat mir die Arbeit mit Jugendlichen  gemacht, wo wir zu verschiedenen Schulen der Stadt gegangen sind und Drogenpräventionskurse durchgeführt haben und dort habe ich auch meine ganzen spanischen Freunde kennengelernt...

Genug zur Arbeit, denn diese ist nur ein Teil von der wertvollen Erfahrung, die ich in meinem EFD gesammelt habe. Ich bin von Anfang an in die spanische Kultur eingetaucht, lebte in einer 3er WG mit zwei Spanierinnen, arbeitete komplett auf Spanisch, bin wirklich sehr viel rumgereist im Land (auf eigene Faust) und habe später auch viele spanische Freunde gefunden. Man kann sagen, ich habe mich von meinem alten Leben in Deutschland komplett isoliert und mein neues Leben in Spanien in vollen Zügen genossen. Ich habe mir dort mein eigenes neues Leben aufgebaut und wollte nie wieder zurück.

Als ich am 1. Juli wieder zurück nach Deutschland musste, konnte ich es nicht fassen, dass die Zeit so schnell verflogen war. Der Abschied fiel mir sehr schwer, doch auch die schönsten Dinge sind irgendwann vorbei… Am Ende bleibt mir ein Berg an schönen Erinnerungen und besonderen Momenten, die ich mit den ganzen Menschen, die ich dort kennengelernt habe, geteilt habe. Ich denke immer noch fast täglich voller Nostalgie an mein damaliges Leben in Spanien und ich halte den Kontakt zu meinen Leuten.

 

Ein EFD kann einen nur bereichern, man entwickelt sich persönlich sehr stark und öffnet sich für die Welt, für neue Wege, für neue Erfahrungen. Ich war hungrig und offen – die wahrscheinlich wichtigsten Voraussetzungen, die ihr mitbringen müsst, wenn ihr euch den EFD zu so einem einzigartigen Erlebnis machen wollt.
Ich bin überfroh und ODI sehr dankbar, dass ich die Chance wahrnehmen konnte, dieses prägende Jahr im Ausland zu verbringen.

An alle Jungs und Mädels, die darüber nachdenken, diesen Schritt zu gehen: Macht es! Ihr werdet es nicht bereuen, denn so eine intensive und erlebnisreiche Zeit bleibt ein ganzes Leben lang in eurem Herzen!

Artem

 

Ansprechpartner EFD

Ansprechpartnerin EFD