Erfahrungsbericht Tansania: Sophia 2013

Nach dem Abitur bin ich erstmal für ein halbes Jahr in den Süden Afrikas gereist. Wenn ich heute an diese Zeit zurück denke, erinnere ich mich an wunderschöne Landschaften, nette Menschen, tolle Städte und unglaubliche Erlebnisse. Eine Erinnerung sticht dabei aber ganz besonders raus: Über Open Door International e.V. habe ich mich sechs Wochen lang in einem Sportprojekt in Port Elizabeth, einer Hafenstadt an der Südküste Südafrikas, engagiert. Über diese Zeit könnte ich wahrscheinlich ganze Romane schreiben. Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Ich kann dieses Projekt nur wärmstens weiter empfehlen und würde es auch selber jeder Zeit wieder machen.

Ehrlich gesagt habe ich mir vor meiner Reise weder über Südafrika noch das Projekt allzu große Gedanken gemacht. Von daher hatte ich auch keine genauen Erwartungen. Nichtsdestotrotz wurde ich in Port Elizabeth überrascht. Obwohl die meisten der rund 20 Volontäre gleichzeitig mit mir ihr Engagement begannen - man sich im ersten Moment also schon ein bisschen fremd war - herrschte schon am ersten Abend eine ausgelassene Stimmung. Die Mitarbeiter vor Ort waren ebenfalls sehr nett und trugen zu einer über den gesamten Zeitraum sehr angenehmen Atmosphäre im Volontär-Haus bei. Auch was die Sicherheit anging gab es keinerlei Probleme. Ich habe mich vor Ort zu jeder Zeit wohl und sicher gefühlt. Besser hätte ich es mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen können.

Auch die eigentliche Freiwilligenarbeit hat mir sehr gut gefallen. Jeden Tag ging es zu drei Schulen an denen wir jeweils eineinhalb Stunden Sportunterricht gaben. Schon bei der Anmeldung über Open Door International e.V. muss man zwei bevorzugte Sportarten angeben, aber meiner Erfahrung nach ist man vor Ort sehr flexibel. Ich habe größtenteils Fußball unterrichtet, aber durfte mich auch mal im Rugby, Netball und Hockey probieren. Allerdings ist es fast schöner bei einer Sportart zu bleiben, weil man über die Wochen langsam eine Bindung zu den einzelnen Kindern aufbaut und das Training dann noch mehr Spaß macht. Natürlich gibt es wie in jeder Schule auch in Afrika ein paar Störenfriede, aber da man immer im Team arbeitet, braucht man auch vor solchen Kindern keine Angst haben. Sollten, egal ob beim Unterricht oder in anderer Hinsicht, Probleme auftreten, sind die Mitarbeiter vor Ort sehr hilfsbereit und helfen einem gerne weiter.

Neben dem Sport kann man auch noch normalen Unterricht geben und in einer Art Hausaufgabenhilfe mitarbeiten. So hat man die Möglichkeit, sich den „Alltag“ abwechslungsreich zu gestalten. Langweile sollte in P.E. aber sowieso nicht aufkommen.

 

 

An den Wochenenden ging es entweder mit der ganzen Gruppe ins Nachtleben oder auf erlebnisreiche Ausflüge wie zum Addo Elephant Park oder zur höchsten Bungee Jump Brücke der Welt.

Alles in allem fällt es mir ziemlich schwer, meine Zeit in Port Elizabeth kurz und prägnant zusammenzufassen und ich habe das Gefühl, dass ihr kein Bericht von mir so richtig gerecht werden kann. Diese Erlebnisse muss man einfach selber machen. Ich bin in diesem Bericht absichtlich nicht zu sehr ins Detail gegangen, da ich es mich für mich persönlich als sehr schön empfunden habe, möglichst unbefangen und ohne genaue Vorstellungen oder Erwartungen an das Projekt heran zu gehen. Südafrika wird – da bin ich mir sicher – jede Person überraschen, da es auch abseits von dieser Volunteer-Möglichkeit unglaublich viel zu bieten hat.

Ansprechpartnerin Freiwilligenarbeit Südafrika

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