Austauschschülerinnen und -schüler erzählen

Jedes Jahr empängt ODI zahlreiche internationale Austauschschülerinnen und Austauschschüler in Deutschland und sucht für sie eine passende Gastfamilie. In ihrem neuen Zuhause erleben sie eine unvergessliche Zeit und erleben das Gastland sowie die Kultur und die Menschen hautnah.

Was unsere Austauschschülerinnen und -schüler über ihre Zeit mit ihren Gastfamilien und über ihre Erlebnisse in Deutschland erzählen, können Sie hier in deren Erfahrungsberichten nachlesen.

Erfahrungsberichte unserer Gastschülerinnen und -schüler

Aoi aus Japan (2016-2017)

Austausch als Möglichkeit, sich ständig neu zu entdecken

Meine Gastschwester hat verschiedene Essensstile ausprobiert und ich habe dabei mitgemacht, z.B. vegan oder vegetarisch. Ich war in der fünften, sechsten, siebten, achten und zehnten Jahrgangsstufe und konnte deswegen fast alle in der Schule kennenlernen. Ich konnte auch einen Vortrag über mein Heimatland Japan im Unterricht halten.

Aoi aus Japan, Juli 2016 – Juni 2017

Antonia aus Kolumbien (2016-2017)

Mein Geburtstag in Deutschland

Meine Gastschwester und ich wollten in meinen Geburtstag reinfeiern, aber wir sind eingeschlafen. Meine Gastmutter hat mein Geschenk neben mein Bett gestellt. Sie hat mir um Mitternacht einen Kuss gegeben. Nach der Arbeit (ich habe zu der Zeit ein Praktikum gemacht) haben wir mit der Familie und mit vielen meiner Freundinnen gegrillt. Am Abend sind wir mit meiner Gastschwester und Freunde von ihr in die Disco gegangen. Ich habe schöne Geschenke bekommen und mich sehr gefreut. Außerdem habe ich mit meinen ganzen Freundinnen eine Party gefeiert. Wir hatten sehr viel Spaß und haben abends noch meinen Lieblings-Harry-Potter-Film angeschaut. Es war schön.

Antonia aus Kolumbien, Juli 2016 – Juni 2017

Maria Fernanda aus Mexiko (2016-2017)

Es ist nicht immer nur einfach…
Meine besten Erfahrungen habe ich mit meiner Gastfamilie erlebt, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe. Die Schule war teilweise schwierig, weil ich meine ganzen Fächer bestehen musste. Das war sehr anstrengend, aber ich habe es geschafft und das hat mir viel beigebracht.

Maria Fernanda aus Mexiko, Juli 2016 – Juni 2017

Hans aus den USA (2016-2017)

Als ich zuerst in Berlin ankam, wurde ich begrüßt von meiner jetzigen Gastfamilie. Alle von ihnen sind unwahrscheinlich lieb, abenteuerlich, und sehr lustig. Sie bedeuten für mich aber viel mehr. Sie sind jetzt Familie. Wir haben so viel miteinander unternommen, das uns zusammengebracht hat; Skifahren, Wandern, Reisen und viel, viel mehr. Als Weihnachten kam, sind wir zu ihren Verwandten gereist. Ohne meine Familie in den USA glaubte ich, dass es schwer wäre die Weihnachtszeit zu genießen, aber sie haben mich angenommen als ob ich einer von ihnen wäre. Das war eine unglaublich schöne Zeit.
Meine Zeiten im Praktikum und Gymnasium haben mir auch viel beigebracht. Ich habe neue Freunde gefunden, spannende Erlebnisse gehabt und neue Ideen bekommen. Als ich im Gymnasium begann, fühlte ich mich wie ein Außenseiter, weil alles im Land noch fremd war. Nach einer kurzen Zeit sind Freundschaften entstanden, und ich bin noch immer im Kontakt mit diesen Leuten.

Ohne dieses Jahr hätte ich diese europäische Welt nie so intensiv kennengelernt. Ein Tourist sieht und erlebt viel, aber hier zu leben, studieren und arbeiten ist etwas völlig anderes. Dieses Jahr ist unbezahlbar gewesen. Ich schlage es jedem vor.


Hans aus den USA, PPP 2016-2017

Anne Kuan-hung aus China (2016-2017)

Meine schönste Erfahrung mit meiner Gastfamilie? Der Alltag…

Jede Nacht gucken wir zusammen Fernsehen, am liebsten Fußballspiele und Filme, und liegen einfach auf der Couch, naschen und quatschen…wie eine echte Familie!

Anne Kuan-hung aus China, Juli 2016 – Juni 2017

David aus Ecuador (2016-2017)

Als ich jünger war und die Champions League gesehen habe,  hatte ich einen neuen Helden. Borussia Dortmund erstaunt die Welt. Vor 4 Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich eines Tages ein Spiel im Stadion sehen würde, Bilder mit den Spielern bekommen und den Signal Iduna Park kennenlernen würde. Das freut mich sehr und jetzt verstehe ich wie viel Glück ich habe. 

Wir haben das mit einem Freund von mir aus Mexico sehr gut organisiert. Wir haben entschieden, ein Spiel vom Pokal-Achtelfinale zu sehen: Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin. Die Atmosphäre war einzigartig. Das ganze Stadion war gelb und schwarz. Tausende Menschen singen und springen. Das Spiel sollte bald beginnen. Die Spieler waren endlich auf dem Platz und ich konnte es nicht glauben, dass mein Lieblingsfußballspieler, Marco Reus, mit seinem Kollegen Pierre Emerick Aubameyang nicht weit von mir entfernt waren. In der ersten Halbzeit führte Herta mit 1 – 0. Ich hatte immer noch Hoffnung, dass das Spiel sich für Dortmund entscheiden würde. Schließlich gab es Elfmeterschießen und Dortmund hat gewonnen. Das war wirklich aufregend und es war auch einer der glücklichsten Momente meines Lebens.

Nach dem Spiel gab es noch Leute, die dort stehen geblieben waren. Wir dachten, dass die Spieler wahrscheinlich noch kommen würden. Das ist tatsächlich passiert. Wir haben ein paar Bilder mit Andre Schürrle und Raphael Guerreiro bekommen aber leider konnten wir keine mit Roman Weidenfeller, Sokrtis, Merino und Pulisic machen, weil die Kamera meines Freundes kaput war. Ich spiele sehr oft FIFA mit der PS4 und ich sehe da immer diese Spieler. In diesem Moment habe ich gedacht, dass FIFA zur Realität wurde. Es war magisch.

Wir haben auch das deutsche Fußballmuseum besucht. Das war auch einfach genial. Was ich niemals vergessen werde war unser Besuch im Signal Iduna Park. Ich habe jeden Ort des Stadions Kennengelernt. Ich kann sagen, dass ich war, wo Thomas Tuchel sitzt und in der Umkleidekabine war ich auch. Ich finde Dortmund eine sehr schöne Stadt und ich möchte sie definitiv wieder besuchen. Ich habe mehr Freunde von der Schule meines Freundes kennengelernt und seine Stadt ein bisschen gesehen. Er hat eine schöne Gastfamilie und ich werde sie vermissen. Ich habe schöne Geschichten zu erzählen, wenn ich zurück nach Ecuador fliege.

David aus Ecuador, Juli 2016 – Juni 2017

Marcos aus Argentinien (2016)

„Es war wie in einer Achterbahn; manchmal sehr toll und aufregend, manchmal entspannend, und manchmal bin ich gefallen.
Die Zeit ist vorbei geflogen und es ist so viel passiert. Jeder Tag war eine Chance, Neues kennenzulernen.“

Marcos aus Argentinien, Januar 2016 – Juni 2016

Kirsten aus den USA (2015-2016)

„Ich bin Kirsten und bin Teilnehmerin vom PPP-Program und komme ursprünglich aus Ft. Collins, Colorado. Während meines Jahres bin ich beruflich und persönlich gewachsen und habe viele lebenslange Freundschaften erworben.

Ich möchte Diplomatin werden. Also habe ich zwei Praktika im internationalen Bereich gemacht – eins bei Linden Education, ein Startup im non-profit Bereich, und das andere bei der Commerzbank, wo ich im Bereich Embassy Banking arbeitete. Diese Praktika gaben mir die Möglichkeit, Leute kennenzulernen, geschäftliche Erfahrung zu bekommen und viel Deutsch zu sprechen.

Zusätzlich zu meiner Arbeit habe ich viel erlebt. Von Sport über Shoppen zu Kaffee trinken in Kreuzberg und Currywurst essen habe ich das Berliner Leben genossen.

Meine zweite Gastfamilie und ich sind miteinander super klar gekommen. Wir waren zweimal in Österreich skifahren und haben viel Zeit zusammen verbracht. Wir hoffen, uns nächstes Jahr in Colorado zu treffen, um skizufahren.

Obwohl das Jahr nicht immer einfach war, kämpfte ich mich durch, um das bestes Jahr meines Lebens zu haben. Wegen meines Austauschjahres bin ich jetzt viel selbständiger und verständnisvoller geworden. Außerdem habe ich eine bessere Perspektive von der Welt. Dieses Jahr habe ich mich auf eine internationale Zukunft vorbereitet. Wenn ich wieder in den USA bin, werde ich mich für International BWL auf dem Dickinson College einschreiben.“

Kirsten aus den USA, Juli 2015 – Juni 2016

Lenka aus der Slowakei (2015-2016)

„In diesen 10 Monaten habe ich wirklich alles erlebt: Viel Freude, Lachen, Liebe, neue Freunde, Reisen aber auch viele Tränen und die Trauer der Flüchtlinge. Dieses Jahr hat meine Augen geöffnet und hat mir gezeigt, dass das Leben so leicht und lustig sein kann. Danke für alles und danke, dass ich hier so viel Neues lernen konnte.“

Lenka aus der Slowakei, August 2015 – Juni 2016

Alejandro aus Mexiko (2015-2016)

„In dem besten Jahr meines Lebens habe ich eine zweite Familie bekommen und mein Gastbruder war auch mein bester Freund. Ich habe so nette Menschen kennengelernt und eine neue Sprache gelernt.“

Alejandro aus Mexiko, August 2015 – Juni 2016

Jontyler aus den USA (2014-2015)

„Im Jahr 2014/2015 habe ich das ODI-durchgeführte Parlamentarische Patenschafts-Programm in Berlin gemacht.

Zuerst habe ich zwei Monate in Bonn verbracht bei einer Sprachschule, wo man sowohl technisches als auch praktisches Wissen bezüglich der deutschen Sprache erworben hat. Mehrmals in der Woche haben wir Ausflüge gemacht zum Thema deutsche Kultur.

Nach den zwei Monaten bin ich nach Berlin gezogen, wo ich meine permanente Gastfamilie kennen gelernt habe. Eine weitere zwei-monatige Periode habe ich in der Schule in Berlin verbracht, wo meine Gastschwester im Jahr zuvor Abi gemacht hat. Dort habe ich gleichaltrige Freunde kennen gelernt und einen Eindruck von dem deutschen Schulsystem bekommen.

Ich durfte nach meiner Zeit in der Schule mit einem Praktikum in einem Biochemie Forschungslabor anfangen. Dieses Praktikum habe ich sechs Monate lang gemacht und habe davon praktische Labortechniken und naturwissenschaftliches Wissen gelernt. Während dieser Zeit habe ich mich öfters mit meiner lokalen Betreuerin getroffen, z.B. für große amerikanische Feste wie Thanksgiving mit meiner Gastfamilie oder für kleine Auftritte im Theater.

Als letzte Aktion in Deutschland habe ich dann ein Praktikum in einem kleinen Kreuzberger Café gemacht, wo ich alles über den Betrieb des Ladens und Kuchenbacken gelernt habe. Nach meinem Praktikum wurde mir sogar eine Teilstelle angeboten für den Sommer nach meinem Austausch!

Das Programm hat mein Leben grundsätzlich verändert und die Erfahrung, die ich gemacht habe, kann man eigentlich nur auf so einem Austausch machen.“

Jontyler aus den USA, Juli 2014 – Juni 2015

Jilian aus den USA (2012-2013)

„My time in Germany has been absolutely incredible. I didn’t imagine (in The States) that I would become so integrated with my host family, the language, and the culture. I am now happy to say that I am a new member of The Hoffmann family and I can speak German! I come home every day with a warm welcome and leave with a friendly good-bye. My family refers to me as one of them (likewise from me).“

Jillian aus den USA, Juli 2012 – Juni 2013

Sebastian aus Venezuela (2011-2012)

„Ich werde die Leute vermissen, am meisten meine Gastmutter und alle meine Freunde. Alle in meiner Umgebung konnten Musik machen! Alle spielten ein Instrument und es hat so großen Spaß gemacht, mit ihnen in einer Band zu spielen. Mein schönster Moment war, als ich beim Sommerkonzert vor 300 Menschen Klavier gespielt habe …“

Sebastian aus Venezuela, August 2011 – Juni 2012

Aleuna aus Belgien (2010-2011)

„Zufällig habe ich ODI kennengelernt und sofort war ich davon begeistert: die Teilnahme an einem der angebotenen Programme schien mir ein einzigartiges Erlebnis zu sein. Und ich war nicht enttäuscht!
Eine fremde Sprache zu erlernen heißt nämlich nicht nur „seinen Wortschatz zu verbessern“, sondern auch (und vor allem!) eine „Brücke zwischen seiner eigenen Kultur und einer anderen zu schlagen“.
Ich für mein Teil kann sagen, dass diesen Aufenthalt reich an Erfahrungen ist: man lernt sich verständlich in einer anderen Sprache zu machen, neue Freundschaften zu schließen... Erfahren über sich selber kann man auch unheimlich viel! Kurz und gut, dieses Abenteuer ist jedermann zu empfehlen!“

Aleuna aus Belgien, August 2010 – Juni 2011

Ansprechpartnerin Gastaufnahme Deutschland