Vietnam

Vietnam grenzt an China, Laos und Kambodscha an und liegt an der Küste des Südchinesischen Meers und des Golfs von Thailand. Flächenmäßig ist es vergleichbar mit Deutschland, hat allerdings mehr als 90 Millionen Einwohner. Die Amtssprache ist Vietnamesisch und wird auch von knapp 90% der Vietnamesen gesprochen. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Form trägt das Land den Namen „Bambusstange mit zwei Reisschalen“, da es im Norden und Süden fruchtbare Reisfelder gibt und dazwischen eine recht trockene Region liegt, die beide Enden des Landes miteinander verbindet.

Vietnam bietet Weltenbummlern Einblicke in seine besondere Kultur und seine eindrucksvolle Landschafts- und Tierwelt. Reisende interessieren sich oft für die besondere vietnamesische Geschichte, die durch viele Kriege und politische Machtkämpfe geprägt wurde oder auch die Städte des Landes wie die Hauptstadt Hanoi oder auch Ho-Chi-Minh-Stadt, das ehemalige Saigon. Außerdem arbeitet man im ganzen Land daran, neue Nationalparks zu schaffen, um die Artenvielfalt des Landes zu bewahren. Vietnam ist also definitiv eine Reise wert!


ODI bietet folgende Programme in Vietnam an:

Zahlen & Fakten

Hauptstadt
Hanoi
Staatsform
Volksrepublik
Bevölkerung
93.421.835
Sprache
Vietnamesisch
Fläche
331.690 km²
Währung
Dông (VND)
Zeitverschiebung
MEZ + 5
Vorwahl
0084

Land und Leute

Die Bevölkerungszahl von Vietnam ist nicht genau bekannt. Es wird allerdings geschätzt, dass circa 90 Millionen Einwohner in dem südostasiatischen Land leben. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt recht niedrig, da etwa ein Drittel der Menschen unter 14 Jahre alt ist und nur ein Prozentsatz von etwa 5 % über 65 Jahre alt ist. Durch die Verbesserung der medizinischen Versorgung steigt allerdings auch in Vietnam die Lebenserwartung und die Sterberate sinkt.
Die meisten Vietnamesen sind Atheisten, welche jedoch ihre Ahnen ehren und dementsprechend häufig Pagoden besuchen, wo sie ihrer Familie Respekt zollen. Generell ist in der Verfassung Vietnams die Glaubensfreiheit festgelegt. Diese stand allerdings insbesondere in der Vergangenheit in Konflikt mit der kommunistischen Linie der Regierung.
Aufgrund der französischen Kolonialzeit ist die französische Sprache meist noch immer die erste Fremdsprache in den Schulen Vietnams. Darüber hinaus lernen die vietnamesischen Schülerinnen und Schüler häufig Englisch, da dies die Sprache des Tourismus ist und auch der internationale Handel für das Land immer wichtiger wird.

Essen und Trinken

Die Speisen in Vietnam sind sehr vielseitig. In der Regel werden sie mit einer Schale Reis serviert und die Fischsauce, an deren besonderen Geschmack man sich meist gewöhnen muss, darf auch nicht fehlen. Oft erhält man in Lokalen viele kleine Schälchen, in denen auch frische Kräuter wie Koriander oder Minze enthalten sind und die man über seine Speisen streuen kann. Darüber hinaus gibt es viele Suppen mit Nudeln, Hühnchen und zum Beispiel Pilzen. Außerdem kriegt man an vielen Ecken Baguettes, die sich gut als Snack eignen und ein Überbleibsel der französischen Kolonialzeit sind.
 Wer es kann, sollte natürlich versuchen, die vietnamesischen Speisen mit Stäbchen zu sich zu nehmen. Außerdem sollten Reisende auf jeden Fall bei einer der vielen Garküchen am Straßenrand Speisen probieren. Diese kostengünstigen und authentischen Mahlzeiten sollte man bei einer Reise durch Vietnam nicht verpassen!
Zu trinken gibt es mittlerweile eine internationale Vielfalt. Wer sich aber gerne an den Gewohnheiten der Vietnamesen orientieren möchte, kann grünen Tee oder auch Kokosnusswasser trinken. Außerdem gibt es Reiswein zu trinken, der allerdings nicht jedermanns Geschmack ist.

Klima und Landschaft

Durch die besondere Form und Erstreckung des Landes hat Vietnam unterschiedliche Klimaregionen. Im Norden des Landes findet man ein gemäßigtes tropisches Wechselklima vor, so dass es eine kühlere und eine heißere Phase des Jahres gibt. Im Süden des Landes jedoch herrscht tropisches Klima vor. Dort ist es durchgängig heiß und während der Regenzeit von Mai bis ca. Oktober gibt es häufig Überschwemmungen.
Vietnam ist leider landschaftlich noch immer durch die jahrelangen militärischen Auseinandersetzungen geprägt. Die während des Vietnamkriegs verwendeten Entlaubungsmittel und andere Giftstoffe, die über dem Land abgeworfen wurden, haben viele Waldgebiete zerstört und das Gleichgewicht der Natur durcheinander gebracht.
Seit einigen Jahren investiert die Regierung verstärkt in den Aufbau von Nationalparks und die Aufforstung von Wäldern. Es entwickelt sich somit langsam ein Bewusstsein für den Umweltschutz.

Berühmte Persönlichkeiten

Ho-Chi-Minh, nach dem auch die Stadt im Süden des Landes benannt wurde, war ein vietnamesischer Politiker. In den 40er Jahren füllte er das Amt des Premierministers aus und im Anschluss von 1945-1969 war er der Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. Er hatte unter der französischen und japanischen Besetzung für die Unabhängigkeit Vietnams gekämpft.

Feiertage

  • 1. Januar (Neujahr)   
  • Ende Januar bis Ende Februar (Fest des Ersten Morgens)
  • 30. April (Tag der Befreiung des Südens)
  • 1. Mai (Tag der Arbeit)
  • 2. September (Unabhängigkeitstag)

Literatur und Surftipps

  • Lonely Planet Vietnam, von Iain Stewart, Brett Atkinson, Damian Harper
  • Vietnam fürs Handgepäck: Geschichten und Berichte - Ein Kulturkompass, von Alice Grünfelder

Ansprechpartnerin Freiwilligenarbeit Vietnam