Erfahrungsberichte Praktikanten bei ODI

Erfahrungsbericht Michael 2012

Mein Praktikum bei Open Door International habe ich von März bis September 2012 absolviert. Somit habe ich fast meinen ganzen Sommer bei und mit ODI im Thürmchenswall verbringen dürfen. Durch die Länge meines Praktikums habe ich dementsprechend viel mitbekommen.

Beispielweise war ich neben der alltäglichen Unterstützung der Hauptamtlichen im Büro in die Vorbereitung und Durchführung von Marketing-Aktionen eingebunden und durfte bei den Vorbereitungsseminaren helfen. Dabei ist mir vor allem das Vorbereitungswochenende für die ausländischen Schüler, die für ein halbes oder ein ganzes Schuljahr nach Deutschland kommen, in Erinnerung geblieben. Dort waren meine Aufgaben im Vorfeld beispielsweise die Organisation der An- bzw. späteren Abreise der Schüler sowie die Erstellung oder Überarbeitung von mehrsprachigen Infoblättern. Unmittelbar vor dem Seminar habe ich dann auch einige völlig übermüdete und aufgeregte Schüler aus Lateinamerika am Bahnhof abgeholt und bis zur Jugendherberge begleitet. Während des Wochenendes war ich die gesamte Zeit als Betreuer anwesend und habe bei den Kennenlern-Spielen mitgemacht, in Kleingruppen Informationen auf Spanisch vermittelt und bin bei der Stadttour durch Köln dabei gewesen. Es war echt etwas Besonderes zu sehen, wie diese ganz unterschiedlichen Jugendlichen aus aller Welt in ihrer Mischung aus Anspannung und freudigen Erwartung vereint waren und die Sprachbarriere schon fast kein Problem mehr darstellte. Am besten waren dann aber die Reaktionen, als die Gasteltern kamen, um die Schüler abzuholen: Zum Teil wurde sich da vor Freude weinend in die Arme gefallen. Das war einfach genial!

Von Anfang an positiv aufgefallen ist mir die angenehm lockere und persönliche Atmosphäre im Büro. Alle duzen sich, und dementsprechend war es auch selbstverständlich, dass für mich und die anderen PraktikantInnen da keine Ausnahme gemacht wurde. In der Regel wurde mittags zusammen ein Päuschen eingelegt und – nach einer Sammelbestellung beim Bäcker gegenüber – zusammen gegessen und gequatscht, außer wenn es die Zeit gerade einmal nicht zuließ. Des Öfteren wurde die Mittagspause bei gutem Wetter dann auch vom Aufenthaltsraum runter an den nur einen Katzensprung entfernten Rhein verlegt, wo dann die Sonne genossen werden konnte.

Natürlich gab es auch mal den ein oder anderen Tag, der nicht so toll war, aber Stress hat man ja überall mal. Ich bin dennoch so gut wie immer gerne morgens nach Köln gefahren und alles in allem war das Praktikum bei ODI eine Erfahrung, die mir in positiver Erinnerung bleibt und die ich auf keinen Fall missen möchte.

Ansprechpartnerin Praktikum bei ODI