Schüleraustausch Argentinien: Reisebericht Puerto Madryn

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Miércoles (Mittwoch), 20 de octubre de 2010

Am Mittwoch habe ich glücklich ausgeschlafen, bzw. musste nicht um 6 Uhr aufstehen (um zur Schule zu gehen), da um 2 Uhr mittags schon unsere Reise nach Patagonien losging. Dafür mussten wir um halb 2 am Bus sein und das hieß dann hier zu Hause gegen halb 1 los, weil um diese Zeit öfter mal Stau in der Stadt ist.
Mittwochmittag zwei Uhr bis Donnerstagmittag ein Uhr verbrachten wir also rund 20 Stunden im Bus und die restlichen drei an irgendwelchen Tankstellen mitten im Nichts oder kleinen Dörfern.
Donnerstagmittag sind wir endlich nach stundenlanger Fahrt über schnurgerade Straßen mit rechts und links Nichts und Nichts und Nichts (durch die Provinz „La Pampa“) endlich in Puerto Madryn angekommen. Die Stadt in der Provinz „Chubut“ ist um einiges kleiner als Córdoba und liegt direkt am Meer. Genau wie unser rosa Hotel, wo man nur aus der Türe treten und die Straße überqueren musste, um an den Strand zu gelangen. Und genau das taten Anja und ich auch nach einem kurzen, gemeinsamen Mittagessen mit dem Rest der deutschen Gruppe. Wir erkundeten also den Strand, machten viele Fotos, testeten die Wassertemperatur mit den Füßen und und und…

Nachmittags gab es eine City-Tour im Reisebus wo wir dann unter anderem die Stelle kennenlernten, wo damals die ersten Siedler Puerto Madryns angekommen sind und Höhlen in den relativ weichen Stein gehauen haben.

Freitagmorgen hieß es früh aufstehen (halb 7), denn um 8 ging’s los Richtung „Punta Tombo“. Dort leben Pinguine und man kann als Besucher zwischen den frei lebenden Pinguinen, die dort jedes Jahr hinkommen um ihre Eier zu legen, auszubrüten und ihre Junge aufzuziehen, hindurchlaufen. Die Pinguine sind ja sooo knuffig. So richtig schön watschelig, wie man sich Pinguine eben vorstellt…

Der nächste Tag (Samstag) sah ähnlich aus. Bloß, dass die Reise diesmal nicht zu Pinguinen sondern zu Walen („Ballena Franca Austral“) ging. Das kleine Örtchen wo man ebenjene beobachten kann, heißt „Puerto Piramides“, ist wirklich klein und lebt wahrscheinlich vom Tourismus. Außer „Whale-Watching“, Restaurants, Kiosks und Souvenirläden habe ich dort eigentlich nichts gesehen. ;)

Als es dann endlich losging, hieß es erst mal Schwimmweste anlegen. Haha, wir sahen vielleicht alle lustig aus. Unser Boot wurde mit einem Traktor ins Meer gezogen, die Spannung stieg… und da war die erste kleine Walgruppe (in diesem Fall sogar 3 Wale). Leider haben wir die berühmt-berüchtigte Schwanzflosse, wie man sie immer auf Postkarten sieht, nur Ansatzweise gesehen. Und das obwohl wir vorher vom Strand aus schon in der Ferne welche gesehen hatten. Trotzdem war es beeindruckend die Wale aus nächster Nähe beobachten zu können und auch Walköpfe sieht man ja nicht alle Tage. Wir haben sie übrigens im Spaß „Tumorwale“ genannt, da sie sogenannte helle Hautwucherungen haben.
Den Nachmittag verbrachten wir wie alle anderen auch und dank viel Rumgerenne tagsüber fielen wir dann relativ früh und relativ müde ins Bett.
Außerdem ging es am nächsten Morgen um 8 Uhr schon auf die Rückreise.

Unsere Pause zum Mittagessen machten wir in einem Örtchen mit Namen „las Grutas“ wo wir auf der Hinreise schon gefrühstückt hatten. Dort bin ich mit Anja noch mal über den Strand und durch das Wasser gelaufen und dann kurzfristig an einer Stelle wo nicht so viele Leute waren, nur mit meinem langen Top, was ich glücklicherweise drunter hatte noch ins Meer gehüpft und habe die Wellen und das Salzwasser genossen. Meine restliche Kleidung brauchte ich ja schließlich auf der weiteren Busfahrt noch. (Hätte man doch nur vorher gewusst, dass es die Möglichkeit gibt…;))

Ansprechpartnerin Argentinien

Jana Droste

Tel.: 0221-60 60 855-22

jana@opendoorinternational.de