In dem Moment, als ich am Flughafen stand und mich von meiner Familie verabschiedet habe, habe ich es immer noch nicht ganz realisiert, was ich eigentlich gerade gemacht habe. Auch nicht, als ich nach 24 Stunden Flugzeit in Brisbane gelandet bin. Erst, als meine Gasteltern auf mich zukamen und mich begrüßt haben, wurde mir klar: ich bin gerade in Australien gelandet, am anderen Ende der Welt, in einem komplett fremden Land, in einer fremden Familie, mit einer Sprache, die ich nur aus der Schule kenne.

Ich war nervös, aber habe mich auch sehr gefreut auf dieses Abenteuer. In den ersten Tagen war ich alleine in meiner Gastfamilie und hatte Zeit, sie kennen zu lernen. Ich habe bei einem Ehepaar gewohnt, das regelmäßig Austauschschüler aufnimmt, weshalb sie sich mit Schuluniform, Busticket und so weiter schon gut auskannten.

Nach ungefähr einer Woche kam dann eine Brasilianerin in unserer Gastfamilie an. Wir beide waren sehr verschieden, aber haben uns ganz gut verstanden und es ist definitiv eine coole Erfahrung, jemanden aus einem anderen Land in der Gastfamilie zu haben, da man so noch eine andere Kultur kennenlernen kann. Meine Gastfamilie hat in einem Haus gewohnt, das ca. 10 Minuten vom Strand entfernt ist und zwar auf der Insel Bribie Island, die wunderschön ist.

Die Schule in Australien ist total cool, man kann Fächer wählen, die es in Deutschland gar nicht gibt, die Menschen sind total nett und herzlich und man wird auch von Fremden mit ,,Honey'' angesprochen. Auf meiner Schule waren noch einige andere Austauschschüler, wie auch auf vielen anderen australischen Schulen, zum Beispiel eine Japanerin, ein Italiener und einige Deutsche. Mit denen habe ich mich sehr gut verstanden und auch oft in meiner Freizeit getroffen, jedoch habe ich auch sehr viel mit den Australiern gemacht und mich mit einigen sehr eng angefreundet, was mir auch sehr wichtig war, da man durch sie die Kultur am besten kennenlernt.

An den Wochenenden bin ich oft mit Freunden nach Brisbane zum Shoppen oder zum Sightseeing gefahren oder an den Strand gegangen. Ich würde auf jeden Fall jedem raten, nicht nur mit den Austauschschülern etwas zu machen, die aus dem eigenen Land kommen, da man dann oft in Versuchung kommt, die Muttersprache zu sprechen und sein Englisch nicht verbessert. Ich habe zum Beispiel auch viel mit der japanischen Austauschschülerin unternommen, mit der ich mich natürlich auch auf Englisch unterhalten musste.

In Australien gibt es einfach eine komplett andere Kultur, die total interessant und faszinierend ist und durch einen Auslandsaufenthalt wird man so viel reifer, da man ja auf sich allein gestellt ist und man kann so viel neues lernen, entdecken und erleben! Außerdem verbessert man natürlich auch sein Englisch. Übrigens ist es nicht schlimm, wenn man nicht besonders gut in Englisch ist, da alle Leute in Australien das gewohnt sind und meistens extra langsam sprechen.

Im Unterricht hatte ich dort gar keine Probleme, obwohl alles auf Englisch war, denn man gewöhnt sich so schnell an die Sprache und wenn man Fragen oder Probleme hat, helfen einem wirklich alle dort, weil sie einfach alle sehr herzlich, hilfsbereit und offen sind, egal ob Lehrer, Schüler oder Gasteltern. Ich habe mich dort einfach unheimlich wohl gefühlt und würde definitiv sagen, dass Australien meine zweite Heimat geworden ist. Ich schreibe regelmäßig mit meinen australischen Freunden und meiner Gastfamilie und würde am liebsten direkt wieder dorthin fliegen.

Auch wenn man während des Aufenthalts mal kleine Probleme hat, wie Heimweh, würde ich trotzdem jedem, der die Möglichkeit hat ins Ausland zu gehen, raten: Mach es!

 

Liebe Grüße

Nadine

 

 

Ansprechpartnerin Australien

Gaby Kühn

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