1. Welche Voraussetzungen muss ich für einen Schüleraustausch in Chile mitbringen?

Für einen Schüleraustausch in Chile solltest Du viel Offenheit, Flexibilität und natürlich die richtige Motivation mitbringen. Wir erwarten von unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein hohes Maß an Anpassungsbereitschaft, Eigeninitiative und Interesse an der südamerikanischen Lebensweise. Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind von Vorteil. Du musst nicht unbedingt Spanisch als Schulfach haben, solltest aber bestenfalls vor Abreise zumindest einen Intensivkurs gemacht haben.

2. Bis wann kann bzw. muss ich mich bewerben?

Für einen Schüleraustausch in Chile müssen uns spätestens drei Monate vor Ausreise Deine vollständigen Bewerbungsunterlagen vorliegen. Regulär beginnt das Semester- oder Jahresprogramm in Chile Ende Februar bzw. Mitte Juli, dementsprechend sollte dein Dossier Mitte November bzw. Mitte April fertig sein. Bedenke aber, dass die Bearbeitung der umfangreichen Unterlagen viel Zeit in Anspruch nimmt. In Einzelfällen sind auch Spätanmeldungen möglich.

3. Kann ich mir die Schule bzw. den Ort in Chile aussuchen?

Du wirst im Großraum Santiago de Chile, Sitz unserer Partnerorganisation Flecha Extrema, oder in Valparaíso platziert. Der erste Schritt ist immer die Suche nach einer geeigneten Gastfamilie für Dich. Erst wenn diese feststeht, wird als nächstes Deine Einschreibung an einer Schule vorgenommen, die im Einzugsgebiet Deiner Gastfamilie liegt und normalerweise auch von Deinen chilenischen Geschwistern besucht wird.

4. Was für eine Schule bzw. welche Klassenstufe werde ich besuchen?

Du wirst voraussichtlich eine (halb-)private Schule besuchen, weil diese in der Regel ein höheres Bildungsniveau und eine bessere Ausstattung als die staatlichen Schulen vorweisen. In Ausnahmefällen platzieren wir auch auf renommierten öffentlichen Schulen. Das Hauptkriterium bei der Einstufung in eine bestimmte Klasse ist Dein Alter.

5. Wie kann ich mir meine zukünftige Gastfamilie vorstellen?

Alle Gastfamilien werden von unserer Partnerorganisation sorgfältig ausgewählt und geprüft. Die typische chilenische Familie ist eine Großfamilie, manchmal wohnt zudem eine Tante oder Oma im Haus - und ein paar Haustiere gehören meist auch noch dazu. Aber „Gastfamilie“ in Chile kann auch bedeuten, dass Alleinerziehende oder Patchwork-Familien jemanden bei sich aufnehmen. In der Regel ist aber immer auch mindestens ein eigenes Kind im Haus.

6. Ist es möglich, die Gastfamilie zu wechseln?

Ein Gastfamilienwechsel ist möglich, jedoch ist er bei Problemen mit der Gastfamilie nicht der erste Schritt zur Konfliktlösung. Viele Probleme im Gastland entstehen durch kulturelle oder sprachliche Missverständnisse. Aus diesem Grund versuchen unsere Partner vor Ort zunächst mit Dir und der Gastfamilie zusammen zu klären, was schief gelaufen sein könnte und, vor allem, was zukünftig besser gemacht werden könnte. Wenn Gespräche und Kompromisse nicht mehr weiterhelfen, kann die Familie gewechselt werden. Übrigens: Jeder vierte Weltenbummler wechselt mindestens einmal die Gastfamilie. Ein Familienwechsel ist also keine Schande! Er muss auch nicht gezwungenermaßen auf „unstimmiger Chemie“, sondern kann auch auf Gründen wie plötzlicher Krankheit oder Verlust des Arbeitsplatzes der Gasteltern basieren.

7. Wann erhalte ich die Informationen zu meiner Gastfamilie?

Die große Frage für jede Austauschschülerin und jeden Austauschschüler: Wann erfahre ich endlich mehr über meine Gastfamilie? Das hängt natürlich vom Zeitpunkt deiner Bewerbung ab. Je früher wir Dein komplettes Dossier nach Chile weiterleiten, desto mehr Zeit bleibt unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort, eine passende Gastfamilie für Dich zu finden. In der Regel erhältst Du die Informationen zwei Monate vor deiner Abreise und kannst dann gleich den ersten Kontakt herstellen.

8. Schüleraustausch – heißt das, dass meine Eltern jemanden bei uns zu Hause aufnehmen müssen, wenn ich mit ODI einen Schüleraustausch mache?

Wenn Deine Eltern während Deines Schüleraustauschs gerne selbst die Erfahrung machen möchten, wie es ist, einen Jugendlichen aus einem anderen Land in der eigenen Familie zu haben, dann können sie gerne ODI-Gastfamilie werden. Wir sind immer auf der Suche nach netten Gastfamilien für unsere jugendlichen Gäste aus aller Welt. Die Gastaufnahme ist aber keine Voraussetzung für Deine Teilnahme an einem Schüleraustausch mit ODI.

9. Wer ist mein Ansprechpartner vor Ort?

Deine Ansprechpartner vor Ort sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Partnerorganisation Flecha Extrema, mit der wir sehr eng zusammen arbeiten.  Uns ist wichtig, dass Du während Deines gesamten Aufenthaltes gut und persönlich betreut wirst. Bei Problemen und Sorgen kannst Du Dich an Deine lokale Betreuungsperson wenden. Du hast sogar rund um die Uhr eine deutsche Ansprechpartnerin vor Ort. Zudem ist das Kölner ODI-Büro jederzeit für Dich erreichbar. Auch außerhalb der Bürozeiten sind wir über unsere Notfallnummern erreichbar – sieben Tage die Woche, 24 Stunden lang!

10.  Dürfen meine Eltern mich während meines Chile-Aufenthaltes besuchen?

Wir raten davon ab, dass Deine Eltern Dich während der ersten Monate Deines Chile-Aufenthaltes besuchen kommen. Es würde Dir durch einen solchen Besuch sehr schwer fallen „anzukommen“ und Dich zu integrieren, denn schließlich stellen Deine Eltern ein „Stück Zuhause“ dar und ihre Rückreise kann schnell zu Heimweh  führen.
Gegen Ende des Programms sind Elternbesuche aber kein Problem und können sogar für beide Seiten sehr interessant und lustig sein – natürlich vorausgesetzt, dass Deine Gastfamilie, Flecha Extrema und ODI informiert und einverstanden sind.

11. Brauche ich für einen Schüleraustausch in Chile ein Visum?

Für Aufenthalte ab drei Monaten muss ein Visum für Dich beantragt werden. Dafür müssen Du und Deine Eltern ein paar Formalitäten vorbereiten und dann gemeinsam einen Termin in dem für euch zuständigen chilenischen Konsulat wahrnehmen. Wir informieren Dich aber rechtzeitig über alle erforderlichen Schritte und leiten Dir die notwendigen Unterlagen aus Chile weiter.

12. Wie ist das Spanisch in Chile?

Das Spanisch in Chile unterscheidet sich sowohl in der Aussprache als auch in der Grammatik ein wenig vom „Hochspanischen“, was Dir aber keine Sorgen bereiten sollte: Ist man erstmal vor Ort, findet man sich schnell zurecht. Die sprachlichen Eigenheiten sollten keinesfalls missachtet oder gar zum Ausschlusskriterium für Chile werden. Sie sind vielmehr ein Ausdruck der kulturellen Vielfalt und Identität des Landes.

Ansprechpartnerin Chile

Jana Droste

Tel.: 0221-60 60 855-22

jana@opendoorinternational.de

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