Mein Name ist Pia und ich bin 17 Jahre alt. Ich war 2014/15 ein Jahr in Costa Rica und werde auch diese Sommerferien wieder zurückfliegen, um meine Freunde und meine Gastfamilie zu besuchen. Costa Rica ist ein sehr lebhaftes und herzliches Land. Die Menschen begegnen einem mit Herz und warmherzigen Gesten, vom ersten Moment an habe ich mich dort Zuhause gefühlt.

Typisch für die Ticos, also die Einheimischen, sind lebhafte Familienfeiern mit super leckerem Essen, Tanz, Musik und verrückten Spielen. Familie wird in Costa Rica sehr groß geschrieben, die meisten Familien haben mindestens zwei oder drei Kinder weshalb der Zusammenhalt in der Familie auch immer sehr stark ist. Aus dem Grund wird es eigentlich auch nie langweilig: jedes Wochenende lernt man eine Tante kennen, die man noch nie gesehen hat oder trifft seine vielen Cousins und Cousinen beim Kaffee, was auch immer sehr viel Freude bereitet.

Das Essen in Costa Rica ist zwar sehr fleischlastig, aber dennoch lecker und auch als Vegetarier vergeht einem nie der Appetit. Die so genannten Platanos (Kochbananen) waren eine meiner Lieblingsspeisen, die es meist beim Frühstück zum Gallo Pinto dazu gab. Gallo Pinto besteht ganz einfach aus Reis und schwarzen oder roten Bohnen, je nach Geschmack. Und wer sich Bohnen und Reis vielleicht nicht so gut vorstellen kann, ist spätestens nach seinem ersten Frühstück in der Familie davon überzeugt. Gallo Pinto gehört immer noch zu meinem absoluten Favoriten.

Abgesehen vom überragenden Essen verspricht natürlich auch die Landschaft in Costa Rica viel. Ich persönlich war viel an der Pazifikküste, die wesentlich angenehmer zum Schwimmen etc. ist als die Karibikküste. An der Karibikküste war ich nur in Limón und Manzanillo, was direkt daneben liegt. In Limón trifft man echt eine Menge interessanter Leute, aber den perfekten Strandbesuch sollte man wohl eher an den Pazifik nach Montezuma oder Tamarindo planen. Ich habe Playa Hermosa mit meiner Familie über die großen Ferien besucht und war wenig später mit der Familie von Freunden in Pilas de Bejuco zelten. Das war einer der tollsten Stände dort, da es kein typischer Touristenstrand war, sondern mehr von Fischern und anderen Einheimischen genutzt wurde.

Gelebt habe ich in Ciudad Quesada, San Carlos. Das war recht zentral und ich hatte es nicht weit bis in die Schule. Das Thema Schule in Costa Rica ist etwas ganz anderes als hier in Deutschland, nicht nur das Niveau unterscheidet sich sondern auch die Beziehung zwischen den Schülern und den Lehrern ist sehr verschieden. Der Umgang ist sehr viel entspannter und durch die kleinen Klassen entsteht ein super Gruppenklima, wo jeder jeden kennt und niemand ausgeschlossen ist!

Im Großen und Ganzen habe ich persönlich mich in Costa Rica verliebt! Die Mentalität der Menschen dort ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass sie mich wohl nie mehr loslässt und ich sehr froh darüber bin, ein bisschen Tica in mir zu tragen! Costa Rica ist ein empfehlenswertes Land für alle ein Traum, die viel Trubel und Bewegung mögen, und für alle, die das herrliche Land ins Herz schließen möchten!