Auf nach Frankreich!

Viele haben mich am Anfang ja gefragt, warum genau ich denn 'nur' nach Frankreich gehe und nicht in die weit entfernten und vielleicht aufregenderen Länder in Südamerika oder Australien oder Kanada?
Für mich war die Antwort hierzu ganz klar: Französisch! Eine für mich wunderbare Sprache, welche ich aber vor meinem Aufenthalt nicht gerade beherrscht habe.
Also los ging es. Ich bin im Januar losgefahren, da kann man sich das Wetter in Deutschland ja ungefähr vorstellen und dann hat es mich einfach umgehauen, ich steige aus dem Zug, es ist blauer Himmel und um die 17°C. Man muss aber auch sagen, dass ich in Südfrankreich war :)
Ich erinnre mich noch zu gut: An einem Nachmittag sind wir aus der Schule gekommen und gleich in den Garten und haben in T-Shirt und mit Sonnenbrille Kicker gespielt – IM JANUAR!

Aber zum Anfang: Meine Gastfamilie hat mich vom Bahnhof abgeholt und meine lokale Betreuerin war auch mit dabei. Ich würde sagen, mit meiner Familie hat’s mich echt gut getroffen, wir haben uns super verstanden, ich hatte einen Bruder in meinem Alter und noch einen kleineren Bruder und eine kleinere Schwester. Mit ihnen habe ich den französischen Alltag kennen gelernt.
Von morgens bis spät nachmittags in Schule, aber dann am Abend hieß es Familie. Wir haben immer zusammen gegessen und das richtig typisch mit Dessert (was aber auch nur ein Jogurt sein konnte) und Käse! Am Wochenende haben wir auch oft Ausflüge gemacht und die Umgebung angeschaut.

Aber auch sonst, wenn wir einfach nur Zuhause waren, haben wir zusammen gespielt, Filme geschaut oder einfach nur geredet.
Vor dem Lycee hatte ich anfangs ein bisschen Angst. Wie würde es werden? Werde ich Anschluss finden? Sind die Franzosen etwa so verschlossen, dass sie gar nichts mit mir machen wollen?
Und Ja, ich habe Anschluss gefunden und die Franzosen und Französinnen waren toll.
Am ersten Schultag ist mein Gastbruder mit mir los – wir sind immer zu Fuß zur Schule gelaufen – und hat mir dann erstmal alle vorgestellt. Dann ging der Unterricht auch schon los, im ersten Moment “HILFE ich versteh nichts!“ aber nach und nach wurde es immer besser.
Den ersten 'richtigen' Anschluss habe ich dann aber in der Kantine gefunden. Klar, vorher waren schon alle lieb und offen, aber dort habe ich die Leute getroffen mit denen ich mich dann während des gesamten Aufenthalts wirklich gut angefreundet habe. Sie sind einfach auf mich los, von allen Seiten: “Hey du bist doch die aus Deutschland“…blabla. Die Mädels aus Frankreich haben mich jetzt sogar für den Sommer wieder eingeladen, herkommen wollen sie aber höchstens für paar Tage, das Wetter ist ihnen einfach zu schlecht :)
Jetzt  rückblickend bin ich froh, nach Frankreich gegangen zu sein. Als erstes muss man natürlich sagen wegen der Sprache: Wenn ich vorher im Französischunterricht recht wenig verstanden habe, verstehe ich jetzt so ziemlich alles.
Außerdem einfach mal die französische Lebensweise zu sehen war eine schöne Erfahrung – es mag zwar das Land gleich neben uns sein, aber trotzdem gibt es viele Unterschiede zu entdecken, natürlich aber auch viele Gemeinsamkeiten.
Ich war zwar nur drei Monate dort, was doch eine kurze Zeit ist, die auch schwuppdiwupp vorbei war, doch trotzdem war es eine wunderbare Zeit, in der ich auch viel dazu gelernt habe,  Freundschaften geknüpft und ein bisschen das 'savoir vivre' zu leben bekommen habe.

Ansprechpartnerin Frankreich

Jana Droste

Tel.: 0221-60 60 855-22

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