Erfahrungsbericht Frankreich: Franzi 2011-2012

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Bericht Auslandsaufenthalt - Frankreich -  2.9.2011- 11.2.2012

Bevor ich nach Frankreich kam, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Trotz den ganzen Vorbereitungen war ich sehr aufgeregt. Ich hatte zwar schon sehr viel über das Land gehört, aber hier erfuhr ich noch viel mehr. Schon als ich bei meiner Gastfamilie ankam, wurde mir gleich mitgeteilt, dass wir am nächsten Tag zu einem Sportfest gehen und es am Abend ein großes Fest mit Freunden geben wird. Ich bin der Meinung, dass, obwohl die Franzosen sehr viel Wert auf Schule, Ausbildung, Arbeit und Zukunft legen, trotzdem ihre Freizeit schätzen.

Mit meiner Gastfamilie hatte ich das große Glück, dass wir sehr viel an den Wochenenden und in den Ferien unternahmen. Wir waren öfters am Meer, bei Freunden eingeladen, hatten einige Male Gäste zu Besuch, haben viele Orte besichtigt und waren sogar eine Woche in Paris.

Mittlerweile kenne ich fast die ganze Bretagne und auch die Kultur, aber nicht nur das habe ich hier gelernt. Sondern auch den Umgang mit fremden Menschen in einem anders sprechenden Land. Da ich nur 2 Jahre Französischunterricht  vor meinem Auslandsaufenthalt hatte, fiel es mir besonders in der Schule schwer. Wie ich davor schon wusste, ist das Schulsystem anders und es gibt auch Fächer in denen „Frontalunterricht“ herrscht. Doch das war kein großes Problem, da die meisten Lehrer sehr entgegenkommend sind; eher hatte ich ein Problem mit den Schülern. Ich dachte man würde auf mich zukommen und sie dachten das Gleiche umgekehrt. Zusätzlich war ich schüchtern wegen meiner mangelnden Sprachkenntnisse. Aber da darf man bloß nicht die Nerven verlieren, es braucht einfach seine Zeit, bis man sich aneinander gewöhnt hat und man vor allem die richtigen Leute gefunden hat. Man muss sich nur überwinden und so oft wie möglich versuchen Kontakte zu knüpfen. Jetzt gehe ich aber sehr gerne zur Schule, freue mich immer, wenn ich all meine französischen Freunde sehe und habe viel Spaß, vor allem wenn ich lange und interessante Unterhaltungen führen kann.

Doch nicht nur das hat sich gebessert, sondern auch meine Französischkenntnisse. Ich kann mich noch an meine erste Französischhausaufgabe erinnern, die gerademal zwei Sätze lang war und jetzt war ich in der Lage drei Seiten  fast fehlerlos im „Bac Blanc“ zu schreiben.

Ein gutes halbes Jahr nach meiner Rückkehr bereue ich keinen einzigen Tag meines französischen Auslandsaufenthaltes. Alleine schon die Tatsache, dass meine beste Freundin aus Frankreich schon bei mir zu Hause in Deutschland war und ich sogar eine Woche bei ihr, beweist, dass ein Austausch auf Dauer halten kann. Es macht Spaß sich über Kulturen, die Schule oder alltägliche Sachen zu unterhalten, vor allem noch auf einer anderen Sprache. Als ich dort war bemerkte ich, dass ich mich immer noch sehr gut mit meinen Freundinnen verstehe und dass Frankreich einfach ein Land zum Wohlfühlen mit einer wunderbaren Sprache, einer schönen Landschaft, leckerem Essen und voller sympathischer Leute ist.

Dass ich Frankreich für das Land meines Auslandsaufenthaltes gewählt habe, finde ich jetzt eine super Entscheidung. Ich habe dadurch in der Schule einen großen Vorteil und gebe sogar Nachhilfe.

An alle, die dieses Erlebnis auch wagen wollen für längere Zeit nach Frankreich zu gehen, kann ich nur raten immer offen und mutig zu sein und immer den Gedanken zu haben, dass man dort die Chance hat, diese Sprache wirklich intensiv zu lernen.

Ansprechpartnerin Frankreich

Jana Droste

Tel.: 0221-60 60 855-22

jana@opendoorinternational.de