Erfahrungsbericht Frankreich: Lisa 2009-2010

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Savoir vivre dans le Lot-et Garonne - Ein Jahr Abenteuer in Frankreich

Im August des letzten Jahres war es endlich so weit. Das größte Abenteuer  meines Lebens fing an. Jahrelanges warten hatte sich letztendlich doch ausgezahlt und ich konnte meinen großen Traum verwirklichen.
Die letzten Tage vor meiner Abreise vergingen einfach wie im Fluge und ich konnte es einfach immer noch kaum glauben wie nah alles gerückt war. In der Schule musste man sich Stück für Stück von allen verabschieden, und auch im privaten Leben wurde einem immer wieder bewusst, dass man diesen Ort erst in mehr als 6 Monaten wieder sehen wird.
Am letzten Freitag vor meiner Abreise hatte ich dann noch eine kleine Abschiedsparty organisiert. Sie war ein voller Erfolg und ich war einfach glücklich noch einmal alle meine Freunde zu sehen. Am Ende war es dann aber doch schwierig sich von allen zu verabschieden. Der nächste Tag verging dann einfach rasend schnell. Wir waren noch bei meinen Verwandten, um sich von ihnen zu verabschieden und der Koffer musste auch noch zu Ende gepackt werden. Abends kamen dann noch mal meine besten Freunde um sich noch einmal in Ruhe von mir zu verabschieden. Und dann ging es auch schon ins Bett um ausgeschlafen zu sein für den nächsten Tag. Der Morgen verlief ungewöhnlich ruhig. Die letzten Stunden mit meiner Familie waren ein ganz besonderes Gefühl. Und auch die ganzen Anrufe der nächsten Stunden begleiteten mich bis zum Flughafen. Dort traf ich dann auch Katharina, mit der ich zusammen geflogen bin. Und dann hieß es letztendlich Abschied nehmen. Das war dann noch einmal unerwartet hart für mich und ganz viele Gefühle überschütteten mich. Doch es gab kein Zurück mehr und mit festem Blick nach vorne traten wir durch die Sicherheitsschleuse in ein neues Leben. Und nun machte sich die Vorfreude und riesengroße Aufregung in meinem Bauch  Platz und ich war mir bewusst, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Die Reise war relativ anstrengend und ich war froh, als mich meine Gastfamilie am Bahnhof abholte und ich sie zum ersten Mal richtig sehen konnte. Ich war mir sofort bewusst, dass ich mich dort wohl fühlen werde. Nachdem ich alle Familienmitglieder vorgestellt bekommen hatte und nach einer kurzen Führung durch das Haus fiel ich todmüde in mein Bett. Der nächste Tag verlief besonders aufregend und ich hatte die Möglichkeit die Familie näher kennen zu lernen. Sie waren sehr offen und die vier kleinen Mädels einfach super süß und lebhaft. Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich sehr gut integriert in die Familie und richtig wohl.

Nach einigen Tagen in Frankreich fing dann auch die Schule dort wieder an. Ich war besonders aufgeregt als ich zum ersten Mal meine neue Klasse sah. Doch ich wurde sehr freundlich aufgenommen und alle nahmen besonders Rücksicht auf mich. So habe ich mich auch in der Schule schnell eingelebt, auch wenn die langen Schultage gerade am Anfang sehr anstrengend waren.
Mit meiner Gastfamilie machte ich viele Unternehmungen und es war eigentlich immer etwas los. So hatte ich die Möglichkeit die Umgebung genauer kennen zu lernen und das typische französische Leben zu genießen.
Am Anfang war es mit der Sprache manchmal noch etwas anstrengend, aber man gewöhnte sich sehr schnell daran, da man den ganzen Tag nichts anderes hörte und schon bald war es für mich ganz normal und ich suchte beim Telefonieren mit meiner Familie in Deutschland die deutschen Wörter.
Ich hatte eine wunderbare Zeit in Frankreich und habe viel Neues kennen gelernt. Mit meiner Gastfamilie hatte ich eine super gute Beziehung und die vier Mädels waren einfach super. Es hat mir vieles erleichtert kleine Gastgeschwister zu haben und war eine sehr schöne Erfahrung.
Auch in der Schule waren alle sehr offen und es viel mir leicht neue Bekanntschaften zu knüpfen und Freunde zu finden. Ich hatte sogar das große Glück eine Volleyballmannschaft zu finden, bei deren Training ich mitmachen konnte.

Es war ein superschönes Erlebnis und eine wunderbare Erfahrung. Ich habe sehr viel neues über das französische Leben gelernt und meine eigene Persönlichkeit verändert. Umso schwerer war es für mich am Ende meiner Zeit, mich von allen zu verabschieden. Meine Schulfreunde hatten eine große Party für mich organisiert und wir hatten einen wunderbaren Abend. Doch der Abschied von meiner Gastfamilie war umso schwerer, hatten wir doch einen so guten Draht zu einander. So war die letzte Zeit noch einmal ein wahres Gefühlschaos. Einerseits war ich unendlich traurig, alle Franzosen so einfach zurück zu lassen, da ich ja nicht wusste, wann ich sie wieder sehen konnte. Andererseits freute ich mich aber auch schon riesig auf meine Familie und Freunde in Deutschland. Irgendwann kam dann der Abschied und wir vertrösteten uns mit dem Versprechen uns ganz bald wieder zu sehen und ganz viel zu schreiben und telefonieren.
Der Empfang in Deutschland war dann einfach atemberaubend. Alle meine Freunde hatten eine Willkommensparty für mich organisiert und das ganze Haus war mit Luftballons und Plakaten geschmückt. Es war ein supertolles Gefühl alle wieder zu sehen und ich war richtig glücklich.
Doch ich werde meine wunderbare Zeit in Frankreich nicht vergessen und ich habe noch viel Kontakt zu meinen Freunden und meiner Gastfamilie dort.

Vive la France!                                                                    
Lisa

Ansprechpartnerin Frankreich

Jana Droste

Tel.: 0221-60 60 855-22

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