1. Welche Voraussetzungen muss ich für einen Schüleraustausch in den USA mitbringen?

Für einen Schüleraustausch in den USA solltest Du viel Offenheit, Flexibilität und natürlich die richtige Motivation mitbringen. Wir erwarten von unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein hohes Maß an Anpassungsbereitschaft, Eigeninitiative und Interesse an der amerikanischen Lebensweise. Du solltest durchschnittliche bis gute Englischkenntnisse mitbringen und zum Reisezeitpunkt zwischen 15 und 18 Jahren alt sein. Zudem ist uns wichtig, dass Du körperlich und psychisch gesund bist, dass Du unter keinen starken Allergien leidest und Nichtraucherin bzw. Nichtraucher bist. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann Dein Schüleraustausch zu einem Erfolg werden.

2. Bis wann kann ich mich für einen Schüleraustausch in den USA bewerben?

Du kannst Dich für eine Teilnahme am USA-Programm für ein Schuljahr oder Semester ab August i.d.R. bis Ende März, für ein Semester ab Januar bis Mitte Oktober bei uns bewerben. In Einzelfällen sind auch Spätanmeldungen möglich. Generell gilt: Je später Du Dich anmeldest, desto zügiger musst Du die Bewerbungsunterlagen ausfüllen und an uns zurücksenden.

3. Kann ich mir die Schule bzw. den Ort in den USA selber aussuchen?

Bei unserem USA-Länderwahlprogramm kann man sich die Region und den Ort nicht genauer aussuchen. Unsere Partnerorganisation sucht im ganzen Land nach geeigneten und interessierten Gastfamilien. Daher können wir vorab keine Aussage darüber treffen, wo Deine Gastfamilie lebt und wie Deine High School aussieht. Es ist wichtig, offen für Neues zu sein und sich gedanklich nicht zu sehr festzulegen.

4. Was für eine Schule bzw. Klassenstufe werde ich beim Schüleraustausch in den USA besuchen?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des USA-Programms besuchen öffentliche High Schools – in Einzelfällen auch Privatschulen, allerdings geschieht dies nur im Einverständnis mit Deinen Eltern. Du wirst Deinem Alter entsprechend entweder in die Junior oder Senior Class eingestuft. Solltest Du Schülerin oder Schüler der Senior Class sein, hast Du vielleicht die Möglichkeit Dein High School Diplom zu machen. In diesem Fall solltest Du von Anfang an darauf achten, welche Kurse Du dafür belegen musst. Achtung: Es besteht kein Anspruch darauf, das Diplom zu erhalten und es ersetzt NICHT das deutsche Abitur!

5. Wie kann ich mir meine zukünftige Gastfamilie vorstellen?

„Gastfamilie“ im Schüleraustausch kann alles bedeuten: neben der „normalen“ Familie mit Vater, Mutter, Kind oder Kindern, auch Paare oder alleinstehende Personen mit oder ohne Kindern, ältere Personen oder Paare, deren Kinder schon erwachsen und aus dem Haus sind, sowie Patchwork-Familien jeder Art. Die Gastfamilien werden von unserer Partnerorganisation nach eingehender Prüfung ausgewählt und kontrolliert. Die meisten amerikanischen Gastfamilien leben eher ländlich.

6. Ist es möglich, die Gastfamilie zu wechseln?

Ein Gastfamilienwechsel ist möglich, jedoch ist er bei Problemen mit der Gastfamilie nicht der erste Schritt zur Konfliktlösung. Viele Probleme im Gastland entstehen durch kulturelle oder sprachliche Missverständnisse. Aus diesem Grund versuchen unsere Partner vor Ort zunächst mit Dir und der Gastfamilie zusammen zu klären, was schief gelaufen sein könnte. Wenn Gespräche und Kompromisse nicht mehr weiterhelfen, kann die Familie gewechselt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass Du weiterhin an Deiner High School bleiben kannst, um Dich nicht von Deinem neuen Freundeskreis zu trennen. Übrigens: Jeder vierte Weltenbummler wechselt mindestens einmal die Gastfamilie. Ein Familienwechsel ist also keine Schande!

7. Wann erhalte ich die Informationen zu meiner Gastfamilie?

Die große Frage für jede Austauschschülerin und jeden Austauschschüler: Wann erfahre ich endlich mehr über meine Gastfamilie und wohin es für mich geht? Leider können wir diese Frage nur schwer beantworten, denn es kommt besonders im USA-Programm jedes Jahr zu sogenannten Spätplatzierungen. Dies bedeutet, dass Du die Gastfamilieninfo erst Ende August erhältst und im spätesten Fall Anfang September ausreist. Hier appellieren wir bereits im Vorfeld an Dein Vertrauen und Deine Geduld, denn unsere amerikanischen Kollegen tun alles dafür, um eine freundliche und aufgeschlossene Familie für Dich zu finden.

8. Wer ist mein Ansprechpartner vor Ort?

Uns ist wichtig, dass Du während Deines gesamten Aufenthaltes gut und persönlich betreut wirst. Daher wirst Du eine lokale Betreuerin oder einen lokalen Betreuer in Deiner näheren Umgebung haben, an den Du Dich bei Problemen und Sorgen wenden kannst. Zudem sind das Kölner ODI-Büro und auch das amerikanische Partnerbüro jederzeit für Dich erreichbar. Auch außerhalb der Bürozeiten sind wir über unsere Notfallnummern erreichbar – sieben Tage die Woche, 24 Stunden lang!

9. Dürfen meine Eltern mich während meines Schüleraustauschs in den USA besuchen?

Wir raten davon ab, dass Deine Eltern Dich während der ersten Monate Deines USA-Aufenthaltes besuchen. Es würde Dir durch einen solchen Besuch sehr schwer fallen „anzukommen“ und Dich zu integrieren, denn schließlich stellen Deine Eltern ein „Stück Zuhause“ dar und ihre Rückreise kann schnell zu Heimweh  bzw. Irritationen führen.
Gegen Ende des Programms sind Elternbesuche aber kein Problem und können sogar für beide Seiten sehr interessant und lustig sein – natürlich vorausgesetzt, dass Deine Gastfamilie einverstanden ist.

10. Brauche ich für meinen Schüleraustausch in den USA ein Visum?

Für den Besuch einer amerikanischen High School und den Aufenthalt in einer amerikanischen Gastfamilie benötigst Du ein kostenpflichtiges Visum. Dieses muss persönlich bei der Botschaft in Berlin oder bei den Konsulaten in Frankfurt oder München beantragt werden. Für die Beantragung benötigst Du u.a. einen biometrischen Reisepass. Selbstverständlich helfen wir Dir und Deinen Eltern bei der Beantragung, geben ausführliche Leitfäden an die Hand und stehen bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

11. Ist der Alltag an den High Schools so, wie man ihn aus Filmen und Serien kennt?

Viele Dinge, die man aus typischen High School Filmen kennt, finden in der Realität nicht statt. Allerdings trifft man an den Schulen in der Tat auf den oft erwähnten „High School Spirit“, der die Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler zu ihrer Schule demonstriert. Die amerikanischen Jugendlichen schmücken sich mit den Farben ihrer Schule und feuern ihr Sportteam bei jedem Wettbewerb leidenschaftlich an – eine Einstellung, die man an deutschen Schulen leider nur selten findet!

12. Gibt es in den USA nur Fast Food?

Die USA sind in der Tat ein Land, in dem es Fast Food in Hülle und Fülle zu kaufen gibt. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch Familien, die gesund kochen und sich bewusst ernähren. Falls Dir der Speiseplan Deiner Gastfamilie nicht gefällt, kannst Du sicher auch selber einmal kochen oder ein typisch deutsches Gericht für die Familie zaubern - auf diese Weise bist Du zusätzlich Botschafterin oder Botschafter der deutschen Kultur.

13. Schüleraustausch – heißt das, dass meine Eltern jemanden bei uns zu Hause aufnehmen müssen, wenn ich mit ODI einen Schüleraustausch mache?

Wenn Deine Eltern während Deines Schüleraustauschs gerne selber die Erfahrung machen möchten, wie es ist, einen Jugendlichen aus einem anderen Land in der eigenen Familie zu haben, dann können sie gerne ODI-Gastfamilie werden. Wir sind immer auf der Suche nach netten Gastfamilien für unsere jugendlichen Gäste aus aller Welt. Die Gastaufnahme ist aber keine Voraussetzung für Deine Teilnahme an einem Schüleraustausch mit ODI.

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