Meine Ankunft in Chile ist so zu sagen perfekt verlaufen. Ich wurde am Flughafen in Santiago direkt von meinem Gastbruder und meinem Gastcousin abgeholt. Die Familie hatte mir ein Plakat gemacht, das fand ich sehr schön. Zusammen sind wir dann mit dem Bus nach Curicó gefahren, der Stadt in der ich hier wohne.

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Hier in Chile sind im Februar noch Sommerferien und auch meine Gasteltern mussten beide nicht arbeiten, deshalb hatte ich den ganzen Tag immer jemanden, mit dem ich mich über irgendetwas unterhalten konnte. Das war sehr gut, denn obwohl ich in meiner deutschen Schule schon Spanisch Unterricht hatte, habe ich hier Anfangs kaum etwas verstanden. Das chilenische Spanisch unterscheidet sich gewaltig vom „Schulspanisch“ und allgemein, in Latein-Amerika, werden auch viele andere Wörter verwendet. Mittlerweile ist es aber kein Problem mehr, denn wenn man 24 Stunden am Tag keine andere Sprache hört und spricht, gewöhnt man sich schnell ein.

Da es hier noch so warm ist, habe ich grade in den ersten Tagen sehr viel Zeit draußen verbracht. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Basketball oder Fußball zu spielen und es gibt auf den Spielplätzen hier fast immer auch öffentliche Fitnessanlagen. Das finde ich total cool. So kann man zum Trainieren einfach um die nächste Straßenecke laufen und muss nicht erst in’ s Stadtzentrum fahren. Außerdem ist es natürlich umsonst und im Freien. Allerdings lassen sich diese Anlagen momentan erst nach 20 Uhr benutzen, weil es vorher einfach zu heiß ist.
Ich habe hier ein Haus mit einem großen Garten und vielen Tieren, unteranderem auch deutschen Schäferhunden, die viel Auslauf brauchen. Deshalb hab ich mit meinem Bruder und meinem Cousin hier die Hunde zum Joggen mitgenommen. Das hat total Spaß gemacht und es war auch einfach schön zu sehen, wie die Hunde sich mal so richtig verausgaben konnten.
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(4 Monate alter Welpe)

Da die Leute hier so offen und gesprächig sind, macht sogar das Einkaufen Spaß. Man kommt auf der Straße mit wildfremden Menschen einfach so in’ s Gespräch. Meine Gasteltern wissen auch genau, wo man was am besten bekommt und kennen viele Ladenbesitzer, weil sie schon seit Jahren immer dort einkaufen. Z.B. kauft man hier am Ende der Sommerferien immer die Schuluniform für das nächste Jahr. Für diese brauche ich schwarze Schuhe. In der ganzen Stadt gibt es aber keine Schuhe größer als 45, weil die Chilenen im Durchschnitt ja eher klein sind. Ich brauche aber 46 oder 47, deshalb schickt mir meine Gastschwester jetzt welche aus Concepción, einer größeren Stadt, die ca. drei bis vier Stunden von mir entfernt liegt. In der Schule gefällt es mir ziemlich gut und es wird auch jeden Tag besser mit der Sprache im Unterricht.

Alles in allem denke ich, dass ich noch etwa zwei Wochen brauche, bis ich im Alltag alles verstehe und eine Art Normalität oder Gewohnheit eintritt. Trotzdem bin ich sicher, dass jeder Tag auf’ s Neue aufregend bleibt. Genauso wie ich es mir gewünscht habe!


1 Kommentar

Jana · 30. März 2015 um 11:03

Wie viele Hunde hat denn deine Gastfamilie? 😀 Hört sich voll gut an!

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