Wie schon im Titel erwähnt, ist das grösste Erlebnis, was mir in den letzten Wochen passiert ist, dass ich Gastfamilie wechseln musste. Vielleicht kann man in meinem letzten Artikel erkennen, dass ich gerade noch am Eingewöhnen war und angefangen habe die Schule gut zu finden. Dann teilte meine Gastfamilie mir mit, dass sie beantragt haben, dass ich Gastfamilie wechsle. Für mich war dies ein großer Schock. Die Tage waren schwer für mich, weil vieles unklar war und ich mich ziemlich alleine gefühlt habe. Für mich bedeutete dies eine neue Gastamilie, neues Zimmer, neue Stadt und neue Schule. Dies fand ich schade, aber ich schaue jetzt mit viel Hoffnung nach vorne und fühle mich bei meiner neuen Gastfamilie viel wohler. Jetzt merke ich erst, dass es vielleicht wirklich nicht richtig mit der letzten Gastfamilie war, weil ich nie wusste wie einfach (also wie gerade) es sein kann.

Mein erster Schultag war viel! Es war schwer anzufangen, als das Schuljahr schon im Rollen war, aber nach ein paar Tagen ist alles gut geworden und ich habe viele neue nette Menschen kennengelernt. Mein Schultag geht oft von 8:10 Uhr bis 17:25 Uhr. Ich bin immer sehr müde danach! Nun wohne ich in Villnave D’ornon , 10 min mit der Bahn nach Bordeaux. Meine Schule ist auch in Bordeaux und ich liebe die Stadt. Überall gibt es die schönsten Cafes und Läden, der Vibe ist einfach perfekt und die Gebäude sind wunderschön. Ich hatte vorher noch nicht viel von der Stadt gesehen und bin froh darüber die Stadt viel besser kennenzulernen. Jeden Morgen ist der Sonnenaufgang so schön!

Ich habe in meiner ersten Woche mit meiner neuen Gastfamilie schon so viel erlebt! Ich habe Schnecken „Paste“ probiert und ich esse zu viel Baguette! Eine Sache, die ich aber liebe ist, dass man hier das Baguette reißt und nicht schneidet. Für mich persönlich waren am Anfang auch die berühmten französischen Küsse (eher Wange an Wange) unangenehm, aber inzwischen liebe ich diese Begrüßung auch, finde sie so sweet und bin jetzt schon traurig, dass ich es in Deutschland nicht mehr haben werde. Aber wer weiß – vielleicht kann ich meine Freunde dazu überreden mich so zu begrüßen. Ich bin tatsächlich von vielen Dingen überrascht und habe eine Art Klischee mäßigen Kulturschock, den ich nicht erwartet hätte. Eine witzige Sache noch ist, dass hier alle diese Stifte mit den vier Farben benutzen. Das hätte ich nicht gedacht!

Das erste Wochenende waren wir in einem Wochenends Haus von meiner Gastfamilie in der Nähe vom Strand. Es war eine super Gelegenheit meine Gastfamilie kennenzulernen, sofort etwas Neues zu erleben und sogar Freunde von meiner Gastfamilie kennenzulernen. Letztes Wochenende waren wir in den Pyrenäen, den Bergen zwischen Frankreich und Spanien. Wo meine Gastfamilie ein Haus hat, ist es wunderschön. Wir haben uns hauptsächlich nur ausgeruht, aber waren auch in Lourdes und auf einem Stadt Fest. Ich hatte noch nie von der Stadt Lourdes gehört, aber ganz viele Leute besuchen diese Stadt jedes Jahr. Die Stadt hat eine heilige Grotte und eine beeindruckende Kirche. Auf Grund dieser Sachen kommen viele Gläubige und ältere Menschen in großen Bussen und auch auf andere Weisen angereist. Wir waren nur dort Mittagessen, aber für mich ist das eine ganz neue Erfahrung gewesen! Jeder Tousistenladen hat Kreuze verkauft! Danach war ich sehr leckeren Käse kosten und wir haben ein paar Taage später gesehen wie der „Gateau a la Branche“, ein Kuchen aus der Region, am Feuer gemacht wird. Am Sonntag Nachmittag haben wir den Tag dann mit der Familie meiner Gastfamilie verbracht, denn mit ihnen unternehmen viel. Einen Abend waren wir zum Beispiel bei einem Handballspiel zusammen. Handball ist hier in Frankreich sehr beliebt, was für mich auch neu war…

Ich fühle mich langsam richtig wohl hier und merke jetzt schon wie mir die Zeit leider ausgeht! Ich freue mich auf die nächsten Wochen!


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