Gallo Pinto – „Gefleckter Hahn“

ODI, Schüleraustausch, Lieblingsrezept, Costa Rica

Gallo Pinto ist das wohl typischste Frühstück in Costa Rica. Es ist in so gut wie jedem Haushalt mindestens einmal am Tag anzutreffen, wie zum Beispiel in meiner Familie, wo ohne Gallo Pinto überhaupt nichts funktioniert. Mein Vater geht nicht ohne dieses Essen aus dem Haus und wir Kinder haben ohne diesem nahrhaften Frühstück den ganzen Tag Hunger.

Gallo Pinto besteht Grundsätzlich aus Reis (arroz) und schwarzen Bohnen (frijoles negros). In Nicaragua werden rote Bohnen (frijoles rojos) verwendet aber nicht hier in Costa Rica!

Was braucht man für ein gelungenes Gallo Pinto?

– Reis, Bohnen, Kräuter, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika (was hier übrigens als „Chilli Dulce“, also süßes Chili, bezeichnet wird)
– Salsa Tipo Inglesa, wobei in Costa Rica die am meisten verwendete und bekannteste Marke LIZANO ist und diese „Salsa“ (Soße) einfach als Salsa Lizano bezeichnet wird
– Chilisoße, die hier um einiges schärfer als die deutsche Variante ist! Das Chili aus Panama ist meiner Meinung nach ganz vorne mit dabei, soweit ich das beurteilen kann.

Schritt für Schritt -Chrashkurs Gallo Pinto! (Für sechs Personen)

1. Eine Herdplatte einschalten und auf maximaler Hitze aufheizen lassen. Einen Schuss Öl in den Topf und den Reiskocher (ja ganz richtig, ich habe es in Deutschland noch nie gesehen, aber hier in Costa Rica gibt es ein Küchengerät nur für Reis!) geben und heiß werden lassen.

2.  Kräuter schnibbeln. Fünf Zehen Knoblauch, eine halbe Zwiebel und 1/4 Paprika möglichst klein und getrennt voneinander schneiden. Wenn der Topf und der Reiskocher heiß sind, jeweils die Hälfte der Kräuter in eines der Gefäße geben. Die Kräuter andünsten lassen.

3. Drei kleine Gläser Reis in den Reiskocher geben und gleich viel Wasser, eine Prise Salz hinzugeben, kurz umrühren und mit dem Deckel schließen. In den Topf ungefähr zwei große Kochlöffel gekochte schwarze Bohnen geben. Köcheln lassen und einen Schuss Chilisoße und „Salsa LIZANO“ dazu geben. Und einmal umrühren.

4. Den gekochten Reis in den Topf zu den Bohnen hinzugeben und unterheben. Ich persönlich finde es wichtig, dass das Verhältnis zwischen Bohnen und Reis stimmt. Zu viel Reis schmeckt nicht!

5. Wenn Reis und Bohnen sich zu einem Durcheinander vermischt haben stimmt alles soweit. Dann die Temperatur etwas senken und das Gallo Pinto noch etwas köcheln lassen.

FERTIG ist das hausgemachte Gallo Pinto

Häufig zusammen gegessen mit Gallo Pinto werden Rührei oder Spiegelei, Kochbananen, Avocado, kleine Würstchen und nicht zu vergessen „Natilla“. Natilla ist so etwas ähnliches wie Sauerrahm, es ist ein Milchprodukt und salzig. Auch Brot wird ab und zu angebraten. Hier ist es sehr üblich zwei kohlehydrathaltige Nahrunsmittel zusammen zu sich zu nehmen. Reis und Kartoffeln habe ich hier schon öfter gegessen. Kochbananen, auch „Plátanos Maduros“ genannt, werden in der Pfanne mit etwas Öl gebraten und schmecken auch ganz besonders gut mit Natilla. Ein kleiner Tipp, den ich von einem echten Tico (Costaricaner) habe: Streue ein wenig Salz auf die Plátanos während sie braten, das gibt einen ganz speziellen Geschmack!

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1 Kommentar

Tim · 4. März 2015 um 13:20

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Essen SEHR satt macht! 🙂

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