Hello folks, what is going on?

(Oder wie man hier in Irland sagen würde: “What’s the craic?“)

Kaum zu fassen, ich bin nun seit bereits einer guten Woche hier vor Ort in Irland und will jetzt schon nicht mehr von hier weg.

Als ich am 29.08. in meinen Flieger in Richtung Dublin gestiegen bin, war ich sehr unsicher und nervös, ob es mir hier denn gefallen würde, und ob die Entscheidung diesen Auslandsaufenthalt zu machen, denn richtig war. Nach einer Woche bereits ein Fazit zu ziehen wäre zu früh. Ich weiß, in den vier Monaten meines Aufenthaltes kann noch viel geschehen, jedoch kann ich bisher bereits als Mini-Fazit definitiv behaupten, dass es die richtige Entscheidung war und ich es kein Stück bereue diese getroffen zu haben.

Ich hatte das große Glück mit acht anderen Austauschschülern im Flieger zu sitzen. So konnten wir bereits ein wenig plaudern über Themen die uns alle betrafen, z.B. wie und ob wir nervös sind, wie lange wir bleiben werden, auf welche Schule wir kommen werden etc. Das hat schon mal ordentlich die Anspannung bzw. Nervosität rausgenommen. Ohne wäre es auch gegangen aber so war es definitiv besser, für uns alle.

Das Erste, was uns allen auffiel als Irland in Sichtweite kam, war, dass das Klischee vom saftig stark grünen Gras tatsächlich wahr ist. Das Gras ist hier wirklich mindestens 100 mal grüner als in Deutschland.

Als ich meinen Koffer hatte, wurde ich ganz herzlich von meiner Gastmutter und meinen zwei kleinen Gastgeschwistern empfangen. Ich muss schon sagen, die ersten zwei drei Minuten waren echt komisch, als alle um mich herum auf einmal Englisch sprachen. Als wir dann am Auto waren, bin ich erstaunlicherweise auf der linken Seite ins Auto eingestiegen. Ich kann euch nur so viel sagen, die erste halbe Stunde im Auto während der Fahrt auf der „falschen“ Straßenseite bzw. Autobahnseite waren wahrlich merkwürdig. Doch mittlerweile habe ich mich daran bereits weitestgehend gewöhnt. Nach ca. 40 Minuten Fahrt und einem außerordentlich informativen Smalltalk mit der Gastmutter kam nach Durchfahren des Ortszentrums eines kleinen typisch irischen Dorfes das wahrhaft schöne Haus der Gastfamilie in Sicht.

Als ich das Haus das erste Mal betrat, habe ich dort meinen Gastvater sowie den unglaublich süßen Hund der Familie kennengelernt und mich sofort wohl gefühlt.

Es fiel mir am Anfang wirklich schwer, den irischen Dialekt meines Gastvaters zu verstehen und vom Vater der Gastmutter sowie den zwei kleinen Gastgeschwistern will ich gar nicht erst anfangen. Aber die Iren sind ja ein freundliches Völkchen, einfach nochmal nachfragen, was denn gerade gesagt / gefragt wurde, wenn man sich nicht sicher ist. Jedoch würde ich jedem empfehlen (zumindest) kleine Aktiv–Sprach-Erfahrungen mitzubringen, da Sprechen und Verstehen/ Schreiben im Englischen zwei verschiedene Welten sind. Wenn dann noch ein starker Dialekt dazu kommt, kann es echt schwierig werden.

Als ich dann am Abend des ersten Tages am Küchentisch mit der Gastmutter ein kleines Schwätzchen hielt, war der Hund der Familie gerade dabei die Küche nach etwas Essbaren abzusuchen. Als ich darauf hinweisen wollte, ist mir plötzlich aus Versehen ein Satz auf Deutsch bezüglich des Hundes rausgerutscht, ich dachte mir schon: “Oh nein, jetzt ist alles vorbei“, aber zum Glück hat sie es mit Humor genommen.

Die Schule hat für mich zum Glück erst am Donnerstag angefangen, was wirklich gut war, da ich so ganze vier Tage zum „Ankommen“ hatte. Am Sonntag, also am ersten Tag nach meiner Ankunft, war die Familie so freundlich, mich zu einem “Gaelic Football“ Match mitzunehmen. Dort vor Ort bin ich dann zwei weiteren Austauschschülerinnen begegnet, mit welchen ich mich dann noch einmal über ihre ersten Eindrücke von Irland unterhalten konnte. Meine Schuluniform haben wir dann am Montag Morgen gekauft und wie sich herausgestellt hat, ist die Schuluniform um einiges komfortabler und bequemer als ich erwartet hatte.

(Ein wunderbarer Regenbogen, im Vordergrund ist ein Teil des Gartens der Familie zu sehen)

Irland, ODI, Stipendium, Ankunft, Schüleraustausch

Meine Gastmutter war so freundlich mich am ersten Schultag mit zur Schule zu begleiten. Zunächst war seitens der Schule geplant, mich in das sogenannte 5th Year zu stecken, jedoch hatte ich mich im Voraus (noch in Deutschland) dank der guten Tipps von ODI darum gekümmert ins 4th Year, das sogenannte “Transition Year“ zu kommen.

Da im Transition Year besonderer Wert auf praktische und erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt gelegt wird, eignet es sich bestens für einen Auslandsaufenthalt wie meinen.

Ich habe in den drei Tagen Schule, die ich bisher erst hatte, bereits festgestellt, dass die Themen, die hier in Fächern wie Musik oder auch Englisch behandelt werden, viel interessanter sind als die Themen in Deutschland. Außerdem hat sich hier der Unterricht (zumindest für mich) als nicht so trocken herausgestellt, da man hier endlich mal Sachen lernt, die man später auch gebrauchen kann. Ich meine, mir macht hier momentan sogar Mathe Spaß, obwohl ich normalerweise einer der größten Hasser des Faches bin. Das Zurechtfinden in der Schule war anfänglich wirklich nicht einfach, da sich keine logische Reihenfolge der Räume erkennen lässt und man wirklich wissen muss, wo der Raum ist, um dort auch ohne sich zu Verlaufen hinzugelangen. Zum Glück habe ich in der ersten Stunde bereits ein Mädchen kennengelernt, welches mir das Schulgebäude gezeigt hat, so dass ich am ersten Tag nicht komplett orientierungslos war.

(Mein Stundenplan, bitte entschuldigt meine Handschrift)

Irland, ODI, Stipendium, Ankunft, Schüleraustausch

(Und ein zuletzt ein Bild des sogenannten „Lough Ramor“ lakes welcher sich direkt neben der Schule befindet)

Irland, ODI, Stipendium, Ankunft, Schüleraustausch

Zusammengefasst kann ich bisher (nur wie am Anfang bereits erwähnt) ganz klar sagen, dass ich mich hier wirklich heimisch fühle, kein Heimweh, kein Drang die Freunde daheim zu kontaktieren, ich bin wahrhaft froh hier zu sein und mich dafür entschieden zu haben.

 


2 Kommentare

Hanne M. · 24. September 2015 um 10:41

Das klingt alles toll! Viel Spaß noch in Irland

    Arne

    Arne · 26. September 2015 um 17:02

    Vielen Dank 🙂

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