Soviel vor weg: Ich bin bei strahlendem Sonnenschein los geflogen und im Irischen Regen in Dublin gelandet – eine passende Ankunft in einem Land, das für seine vielen Wolkenbrüche weithin bekannt ist (aber dazu später noch).

Mein Flieger ging erst am Nachmittag, daher konnte ich noch einen schönen letzten Vormittag mit meiner Familie verbringen, bevor das große Abenteuer begann. Gegen Mittag sind wir dann alle zusammen zum Flughafen gefahren und haben mit vielen Umarmungen, guten Wünschen und letzten Ratschlägen Abschied von einander genommen.

Ich bin zuvor nur ein einziges mal mit dem Flugzeug geflogen, war also ziemlich nervös vielleicht meinen Koffer nach meiner Ankunft nicht mehr wieder zu finden, den Aufruf für meinen Flug zu verpassen, oder in irgendeiner Zollkontrolle am Airport Dublin für immer und ewig stecken zu bleiben. Ich war so aufgeregt, dass ich gar nicht richtig realisiert habe, gerade im Begriff zu sein meine alte vertraute Heimat zu verlassen und ein Jahr in einem fremden Land zu verbringen.

Der Flug und die ersten Tage

Der Flug nach Dublin ist dann aber völlig glatt verlaufen und meine Gastmutter hat mich vom Flughafen mit dem Auto abgeholt. Mein erster Eindruck von Irland war allerdings ein wenig enttäuschend: Keine saftig grünen Hügel, stattdessen sah man nur karge, trockene Sträucher am Fenster vorbei zischen, (was vielleicht auch einfach daran lag, dass meine Gastmutter und ich gerade auf der dicht befahren Autobahn von Dublin zu meinem neuen Zuhause unterwegs waren). Die ersten Tage hier in Irland waren zwar sehr schön und voller neuer Eindrücke, aber es war auch ein bisschen anstrengend, da ich tatsächlich einige Probleme mit der Sprache und dem Akzent hier hatte. „Pardon me?“ „Could you repeat it, please.“ „I am so sorry, but I didn´t understand.“ – Ich glaube in den ersten paar Tagen hat meine Konversation mindestens zur Hälfte nur aus diesen Sätzen bestanden. Aber langsam komme ich rein und auch meine Gastfamilie wird mir immer vertrauter und sympathischer, sowohl meine Gastgeschwister als auch meine Gasteltern. Ich habe von meinem Gastvater und meinem Gastbruder die Football-Regeln erklärt bekommen, habe Schwarzen Tee mit Milch, Pancakes, und Beans als neue Lieblingsgerichte für mich entdeckt, habe mehrere kleine Ausflüge durch Irlands grüne Hügel unternommen und eine Stadt an der Küste besucht.

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Das Wetter

Und was das Wetter angeht: Wirklich viel mehr regnen als in Deutschland tut es hier in Irland bisher nicht. Das einzige was mir aufgefallen ist, ist dass das Wetter hier sehr wechselhaft und es insgesamt ziemlich kalt ist, (vor allem wenn man in der Früh über den Fliesenboden in seinem Zimmer barfuß bis zum Kleiderschrank laufen muss).

Die Schule

Letzten Freitag hatte ich meinen ersten Schultag, der bis auf ein paar kleine Hindernisse und Schwierigkeiten, (wie z.B. das Binden einer Krawatte und die Tatsache, dass meine Gastschwester und ich den Schulbus nach Hause verpasst haben) ziemlich glatt verlaufen ist. Im Unterricht habe ich erstaunlich viel verstanden und meine neuen Mitschüler waren alle sehr freundlich. Auch eine Schuluniform zu tragen gefällt mir immer besser. Schade war nur, dass alle Austauschschüler recht wenig Auswahlmöglichkeiten für ihre Schulfächer hatten und ich leider auch nicht die Fächer bekommen habe die ich gerne gehabt hätte, da die Kurse bereits alle voll waren. Aber wir werden sehen… vielleicht sind die „Ersatz“-Fächer auch ganz in Ordnung.

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Ja, wie gesagt so langsam, ganz langsam, komme ich rein in mein neues Leben in Irland. Ich habe bereits viel Schönes erlebt, gleichzeitig fehlt mir allerdings meine Familie noch sehr. Oder anders gesagt: Irland ist noch nicht mein zweites Zuhause, aber auf einem guten Weg es zu werden 🙂 !


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1 Kommentar

Anna · 24. September 2015 um 10:31

Du kommst sicher ganz schnell in die englische Sprache rein 🙂

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