Es ist unglaublich, dass ich schon über fünf Monate in meiner neuen Heimat lebe und immer mehr Dinge kennen lerne und erlebe. Im folgenden Beitrag, werde ich euch einige Fragen beantworten, über die Ihr euch sicherlich schon Gedanken gemacht habt oder einfach wissen wollt.

Die erste Frage lautet: „Wie sieht Deine Gastfamilie aus bzw. aus wie vielen Personen setzt sie sich zusammen?“

Meine Gastfamilie ist sehr groß, wie ihr sicherlich dem einen oder anderen Beitrag zuvor entnehmen konntet. Aber mal im Detail, ich habe vier Gastbrüder im Alter von 11 bis 18 und drei Gastgeschwister im Alter von 7 bis 14. Meine Gastmutter hat sich gerade erst verlobt mit ihrem Freund, was mich persönlich sehr gefreut hat. Zu den neun Personen kommen noch zwei Hunde und ich dazu. Ich muss zu geben, dass es ab und zu echt laut und stressig ist, aber habe mich mittlerweile daran gewöhnt. Ich habe diese Familie sehr schnell ins Herz geschlossen gehabt und bin froh sie meine Gastfamilie nennen zu können.

Die nächste Frage ist „Was sind typische Aktivitäten, die Du mit Deiner Gastfamilie unternimmst?“

Unter den typischsten Aktivitäten meiner Familie würde ich auf alle fälle das Einkaufen nennen! Jeden Samstag oder Sonntag, gehen wir sehr groß und viel einkaufen, was nicht immer einfach und schnell geht mit so vielen Personen. Aber auch sonst unternehmen wir sehr viel zusammen und haben jede Menge Spaß, wie zum Beispiel beim Snowtubing oder Schlittschuhlaufen.


Viel Spaß gehabt beim ersten Mal SnowTuben

Eine sehr wichtige Frage mit viel Bedeutung für mich ist „Welche Unterschiede im Familienleben hast Du kennen gelernt?“

Amerikanische Familien sind sehr liebevoll und sehr nett, gerade Gästen gegenüber. Gastfreundlichkeit, wird sehr groß geschrieben und auch herzlich ausgeübt. Dennoch sind mir manche Unterschiede aufgefallen, an die ich mich bis jetzt noch gewöhnen muss, wie zum Beispiel, dass die Mahlzeiten unabhängig von einander eingenommen werden. Wenn ich zurück an meine Familie in Deutschland denke, kommen mir Erinnerungen von lustigen und manchmal auch wichtigen Gesprächen in den Sinn, die wir während des Abendessens oder Frühstücks führten. Und ehrlich gesagt vermisse ich das am meisten.

Denn um hier Absprachen mit meiner Familie zu machen, muss ich Zeit zwischen dem stressigen Alltag finden, was nicht immer einfach ist und sich oftmals bis spät Abends hinzieht. Natürlich sieht das nicht bei allen amerikanischen Familien so aus.


Snowboarden part 2

„War es schwierig Freunde in der neuen Heimat zu finden? Hast Du Tipps für zukünftige Weltenbummler?“

Zu aller erst, muss ich sagen, dass ich noch nie ein Mensch mit vielen Freunden war und auch nie sein werde, was es für mich vielleicht ein bisschen schwieriger machte Freunde zu finden. Aber dennoch, fand ich Freunde- sehr gute Freunde sogar, sehr schnell und bin sehr froh sie gefunden zu haben. Einer der wichtigsten Tipps, die ich selber im letzten Jahr von anderen Weltenbummlern bekommen habe, ist immer offen zu sein neue Menschen und Dinge kennen zu lernen. Es macht es unglaublich einfach sich in einer so neuen und unterschiedlichen Umgebung zu recht finden. Aber, was auch wichtig ist, bleib wie du bist! Auch, wenn du eher eine ruhige Person bist, wirst du Freunde finden und dich gut zu recht finden. Lass dich auf gar keinen Fall von neuen und anderen Dingen, welche du vielleicht nicht gewohnt bist abstrecken und probier es einfach aus!

„Was hast Du von Deiner Gastfamilie oder auch Deinen Freunden im Gastland gelernt?“

Besonders meine Gastfamilie hat mir gezeigt, wie ich mich auf neue und ungewohnte Situationen einlasse und damit umgehe. Sie hat mir ebenso gezeigt, mit vielen verschiedenen Kulturen und Traditionen zusammen zu leben und wie man auch einen stressigen Tag schön zu ende bringen kann. Meine Freunde haben mir beigebracht, wie ich mich auf neue Dinge in der Schule vorbereiten kann ohne mich an dem falschen Platz zu fühlen. Alle amerikanischen Familien sind sehr unterschiedlich und es gibt in jeder etwas neues zu entdecken und zu lieben. So liebe ich es in meiner Gastfamilie zu sein und viele Leute um mich zu haben aber zur selben zeit genieße ich es, wenn ich bei meiner besten Freundin bin und einfach meine Ruhe haben kann. Beide Seiten habe ihre guten und schlechten Seiten.


Ein Schnappschuss während eines Spaziergangs im immer noch verschneiten Minnesota

Und zu guter letzt „Welchen Gruß möchtet Ihr gerne an Eure Familie und Eure Freunde zuhause richten?“

An Alle in Deutschland, möchte ich einen Riesen großen Dank ausrichte! Danke, dass ihr

mich auf meinem Weg unterstützt, wann immer ich es brauche und Danke dass ihr auch, wenn wir tausende von Kilometern entfernt sind, ihr immer für mich da seid! Ich vermisse euch und kann es kaum erwarten euch alle wieder in die Arme zu schließen!

Aber, ich denke mein größter Dank, neben dem zu meinem Papa, geht an Open Door International, die es mir ermöglicht haben, mein Abenteuer zu genießen und mein Traum wahr werden zu lassen! Vielen lieben Dank!

Liebe Grüße aus dem immer noch verschneiten Minnesota!

Eure Charly


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