Weihnachten ist für viele Leute der wichtigste Feiertag des Jahres. Die Familie kommt zusammen, es gibt viel Essen und ganz ganz viele Geschenke. Ich persönlich habe noch nie Weihnachten gefeiert aufgrund meiner Religion und habe deshalb auch nie aus eigener Sicht diese Feiertag erleben können. Das wird sich aber dieses Jahr ändern. Für die diesjährigen Weihnachtstage sind meine Gasteltern die Gastgeber für die Familie. Dazu kommen Verwandte aus Texas zugeflogen und die Großeltern die in der Nähe von uns leben. Darauf bin ich schon ganz gespannt und kann er kaum erwarten.

Wir haben schon den 16. Dezember und alle sind im Weihnachtsfeeling. Ob in der Schule, beim Training im Fitnessstudio oder Zuhause. Überall findet man ganz viel festliche Dekoration, Weihnachtsbäume und die passende Musik.

Kurz nach Thanksgiving sind meine Gastfamilie und ich gemeinsam auf eine nahe gelegene Farm gefahren, die Weihnachtsbäume verkauft hat. Dies war mein erstes mal einen Weihnachtsbaum zu kaufen und ich war überglücklich, dass ich nicht nur einen, sondern zwei Bäume aussuchen durfte, die wir dann später dekoriert haben. Auch das Wohnzimmer wurde dekoriert.

Am 6. Dezember wurde ich dann von meinen kreischenden Gastgeschwistern aufgeweckt, die überglücklich geschrien haben, dass der Nikolaus (hier: Sant Nick} gekommen sei und uns allen Geschenke gebracht haben. So bin ich dann gemeinsam mit meinen Geschwistern nach oben in das Wohnzimmer gegangen und die vollen Socken am Kamien mit den Geschenken ausgepackt. Ich durfte mich auf viele unfassbar schöne Geschenke freuen; von Keksen und meinen Lieblingssüßigkeiten bis zu Parfüms und Lippenstiften. Natürlich auch einen Adventskalender habe ich bekommen.

Am Freitag, den 13. Dezember bin ich gemeinsam mit den Deutsch- Kursen meiner Schule nach Chicago zu dem „Christkindl-Market“ gefahren. Dies ist ein, mit Deutschland verglichen, kleiner Weihnachtsmarkt in Downtown Chicago. Wir hatten eine 2.5 stündige Busfahrt und waren etwa 50 Schülerinnen und Schüler. Ich persönlich habe keinen Deutschunterricht hier an meiner amerikanischen High School, da ich aber die Lehrerin kenne, hat sie mir angeboten mitzukommen, da sie sich dachte, ich würde eventuell mitkommen wollen und Weihnachtsmärkte vermissen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung von mir war, mitzugehen, da ich unglaublich viel Spaß hatte. Chicago ist eine unfassbar schöne Großstadt und außerdem war ein so schön auf einem deutschen Weihnachtsmarkt in den Vereinigten Staaten zu sein. Sehr viele Leute auf dem Markt, die ich nicht kannte, waren sehr aufgeregt und überrascht, dass ich aus Deutschland komme und haben sehr interessiert Fragen gestellt. Besonders lustig war auch, dass zu der selben Zeit eine Gruppe von anderen Schülern da war, die auch Deutschunterricht haben. So kam es dazu, dass alle versucht haben eine Konversation auf deutsch mit mir zu führen.

Am Samstag, den 14. Dezember war ich auf einer von meiner amerikanischen Organisation „Nacel Open Door“  organisierten Weihnachtsfeier für alle Austauschschüler in der Umgebung. Wir waren etwa um die 40 Schüler aus den verschiedensten Ländern. Einige von ihnen habe ich auf einem früheren Treffen schon kennengelernt weshalb es sehr schön war, sie wieder zu sehen. Andere sind schon enge Freunde von mir und ich spreche mit ihnen fast täglich. Unsere „Local Representative“ Carrie Schulz hat diese Feier geleitet und viele Spiele organisiert. Außerdem hat jeder einen typischen Nachtisch aus seinem Heimatland mitgebracht, sodass alle davon etwas probieren konnten. Auch einen „ugly christmas sweater“ Wettbewerb gab es und am Ende der Party eine kleine Wichtel runde.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.