Salut, ca va? Die Zeit vergeht schnell und ich lebe nun schon seit über 2 Monaten in Frankreich. Ich fühle mich inzwischen sehr zuhause und bin sehr glücklich. Die französische Sprache, meine Familie und Freunde sowie die Schule sind für mich zu meinem Alltag geworden.

Von der Schule hatte ich nun die letzten zwei Wochen Gott sei Dank eine Pause – oder doch nicht. Die französischen Schüler, zu denen ich jetzt auch gehöre, haben über die Ferien sehr viele Hausaufgaben, die sehr viel Zeit beanspruchen. Aus diesem Grund und weil meine Schule ein Internat ist und somit einige meiner Freunde weiter weg wohnen, war es ein schwieriges Anliegen während den Ferien etwas mit meinen Freunden zu unternehmen. Trotzdem habe ich es geschafft zwei Mal meine Freunde in Épinal (der Stadt meiner Schule) zu treffen.

Zudem hat meine Gastfamilie mir während den Ferien viele Seiten von Frankreich gezeigt. Wir haben den Bruder meines Gastvaters und seine Familie in den Hauts Doubs an der Grenze zur Schweiz besucht und dort habe ich gelernt wie man ein richtiges Käsefondue zubereitet und wie das Leben am Ende der Welt ist.

Käsefondue beim Bruder meines Gastvaters

Mein persönlicher Highlight der Ferien war der Urlaub mit meiner Gastfamilie in Südfrankreich. Um 5 Uhr morgens bin ich mit meinen Gasteltern und meinen beiden Gastgeschwistern Richtung Montpellier aufgebrochen. Gegen Mittag sind wir bei der Schwester meines Gastvaters und ihrer Familie in einer Kleinstadt neben Montpellier angekommen. Im Gegensatz zu der Gegend in der ich hier in Frankreich normalerweise lebe, war es dort total warm und ich war total begeistert von der Kleinstadt und den Palmen und Kakteen, die überall wuchsen. Selbst neben der Straßenbahn und in einem Einkaufszentrum, in dem wir am Nachmittag waren, wuchsen überall Palmen und Kakteen. Den Abend haben wir in einer Art Markthalle ausklingen lassen, in der es viele verschiedene Food Tracks gab, egal ob Fruchtsäfte, Austern oder Tapas.

Am nächsten Tag sind wir mit der Familie der Schwester meines Gastvaters nach Uzès, eine schöne Stadt weiter im Landesinneren aufgebrochen und haben dort zu Mittag gegessen. Am Nachmittag haben wir ein HARIBO Museum besucht und danach haben wir ein altes Aquädukt namens Pont du Gard besichtigt. Sehr spät am Abend hatten meine Gastschwester und ich die Idee uns eine Aloe Vera Maske selber zu machen und wir sind aufgebrochen um eine Aloe Vera Pflanze zu suchen. Die Suche war erfolgreich, doch bei dem Versuch uns eine Maske zu machen sind wir leider gescheitert und außer aufgekratzte Beine und viel Spaß haben wir leider nichts erreicht.

Mit meinem Gastbruder in Uzès

Mit meinen beiden Gastgeschwistern vor dem Pont du Gard

Früh am nächsten Morgen bin ich mit meinen Gasteltern, dem Schwager meiner Gasteltern und unserem Hund zu einem 6 Kilometer Lauf zum Strand aufgebrochen. Leider war es an diesem Morgen nicht sehr warm, doch trotzdem war es mal eine ganz andere Erfahrung am Strand zu joggen.

Früh am Morgen am Mittelmeer

Am Nachmittag bin ich mit meiner Gastfamilie Richtung Sisteron, was im Südosten von Frankreich liegt, aufgebrochen, da wir dort zwei Tage in einem Ferienhaus verbringen würden. Auf dem Weg haben wir uns Baux de Provence (die schönste Stadt Frankreichs) angeschaut. Am Abend haben wir in Digne-les-Bains in einem Restaurant gegessen und obwohl ich eigentlich Vegetarierin bin,  habe ich mich dazu entschlossen Muscheln zu probieren und es hat mir unerwartet gut geschmeckt. Zudem war an diesem Abend Halloween und ich muss sagen, dass dieser Tag hier viel mehr ausgeübt wird als in Deutschland. Alle Geschäfte und Restaurants sind geschmückt und selbst die Kellner waren ein bisschen verkleidet.

Mit meiner Gastfamilie in Baux en Provence

Am nächsten Tag haben wir eine Wanderung in  den Alpes-de-Haute-Provence gemacht und unseren letzten Abend haben wir in Sisteron ausklingen lassen. Am nächsten Tag sind wir auch schon wieder nach Hause aufgebrochen.

Mit meiner Gastschwester Julia bei unserer Wanderung in den Hautes-Alpes

Ich muss sagen, dass sich der Süden sehr von dem Nordosten, wo ich eigentlich mit meiner Gastfamilie lebe, unterscheidet. Natürlich ist es viel wärmer und die Städte sowie die Landschaft sehen anders aus, aber auch die Kultur hat einige kleine Unterschiede und es wird zum Beispiel später gegessen. Außerdem habe ich gesehen, dass es einen größeren Unterschied zwischen Arm und Reich gibt. In dem Viertel der Schwester meines Gastvaters waren die Häuser sehr gepflegt und fast jedes Haus hatte einen Pool, aber ich habe auch ein sehr armes und dreckiges Viertel gesehen, in dem die Menschen in Wohnwägen oder kleinen Bauten direkt neben großen Hochhäusern leben.

Trotzdem bin ich meiner Gastfamilie sehr dankbar, dass sie mir so viel von Frankreich gezeigt haben und diesen Urlaub ermöglicht haben.


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