Hey! Nun bin ich schon fast zwei Monate hier in Florida und habe mich gut eingelebt. Im folgenden werde ich einen normalen Tag in meinem Leben hier in den USA beschreiben.

 

Wie sieht Deine übliche Tagesroutine aus?

Meine Schule beginnt jeden Morgen um 7:20. Ich muss das Haus um 6:20 Uhr verlassen , weswegen mein Wecker um 5:10 Uhr klingelt. Wenn alles gut läuft und ich ihn nicht ausschalte und dann 40 min später wieder aufwache, stehe ich um 5:20 Uhr auf. Vor der Schule esse ich nichts, da wir um 10:45 Lunch haben. Schulende ist bei mir um 14:20 ausgeschlossen Mittwoch. Mittwoch haben wir einen kurzen Tag. D.H., dass wir um 13:20 Uhr Schluss haben. Montag und Mittwoch habe ich von 17:45-19:45 Uhr Cheerleading. Freitags haben wir immer Footballspiele, die meist drei Stunden dauern. Vor 22:30 Uhr kommt man da nicht nach Hause. Vor den Spielen und dem Cheerleading Training bin ich immer bei Paulina, einer anderen Austauschschülerin zu Hause. Montag und Dienstag gehe ich nach der Schule zu mir nach Hause. Abends gehe ich mit einer anderen Austauschschülerin oft in meiner Nachbarschaft joggen.

Vor einem Football game.

 

Welche Fächer belegst Du an Deiner Gastschule?

Mein Stundenplan besteht größten teils aus Wahlfächern, da die einzigen Pflichtfächer eines Austauschschülers US history und english sind.

Mein Stundenplan:

1. Theatre

2. Art

3. Chores

4. Weightlifting

LUNCH

5. US history

6. English

7. Spanish

Ein Kunstprojekt.

 

Unser Locker Room. Hier ziehen wir uns immer vor weightlifting um.

 

Welche Unterschiede gibt es zu Deiner deutschen Schule?

Das amerikanische Schulsystem unterscheidet sich in vielen Dingen vom deutschen. Ein Beispiel ist, dass es hier total viele Fächer gibt, die man wählen kann. D.h., dass man seinen Stundenplan selber auf seine Stärken und Interessen einstellen kann. Außerdem hat man jeden Tag dieselben Fächer. (ich habe von anderen Austauschschülern gehört das es auch A und B Tage gibt. Dort hat man jeden zweiten Tag die gleichen Fächer) Du hast keine feste Klasse, wie du es wahrscheinlich von Deutschland kennst und wechselt nach jedem Fach den Raum.

Das Schwierigkeitslevel ist nicht sehr hoch. Die deutsche 11. Klasse ist der amerikanischen 11. Klasse im Vergleich zum Beispiel sehr voraus. Die meisten Themen hatte man also schon.

An vielem amerikanischen Schulen gibt es einen Dresscode, der zum Beispiel besagt, dass du keine Spagettiträger oder zu kurze Hosen tragen darfst. An meiner Schule ist es sogar ein bisschen strikter. Wir müssen Poloshirts tragen, nur bestimmte Farben, dasselbe gilt auch für Hosen. Kurze Hosen müssen bis zu den Knien gehen, (die meisten halten sich aber nicht dran). Wenn du deine Haare färben möchtest nur Naturfarben (z.B. kein Lila) und maximal ein Piercing im Gesicht. Dieses Piercing muss ein Stecker sein.

Ich erlebe die Schüler hier viel toleranter ( das betrifft mehrere Themen ). Dann gibt es den Schoolspirit, den es an der deutschen Schule gar nicht gibt. Der School Spirit verbindet alle Schüler und ist auch eine Motivation. Jede Schule hat sein eigenes Maskottchen (meine Schule z.B. die Bulldogs) und darauf ist jeder stolz. An Freitagen ist es erlaubt Hoodies und Shirts von der Schule zu tragen, das verbindet noch mal mehr. Auch Events wie Homecoming, Pep Rally und Prom sind eine ein Zeichen des Zusammenhalts und sorgen für Motivation.

 

 

Hast Du bereits neue Freunde an der Schule gefunden?

Nach zwei Monaten habe ich mit vielen Leuten Kontakt und in jedem Fach meine Leute/Lerngruppe gefunden. Langsam fängt es an, dass ich mich mit Freunden treffe. Ich bin aber sicher, dass dies schon früher begonnen hätte, wenn nicht noch eine andere Austauschschülerin da gewesen wäre mit der ich gut befreundet bin. Mir persönlich hat das am Anfang aber sehr geholfen, dass ich nicht alleine war. Die Amerikaner sind total offen und kommen auch auf einen zu. Man macht also so oder so Freunde.

 

Im Chorraum mit einer Freundin.

 

Wie würdest Du das Schulleben insgesamt beschreiben?

Im großen und ganzen kann ich sagen, dass mir die amerikanische Schule viel besser gefällt, da die Lernatmosphäre eine ganz andere ist und der Unterricht lustiger. Auch die Lehrer sind ganz anders. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist eher Freundschaftlich.

Nach Pep Rally.


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