Es ist zwei Uhr morgens, der Wecker klingelt, doch ich bin schon wach…

Hallo zusammen und willkommen zu einem ersten Blogeintrag ☺

Mein Name ist Rafaela und ich bin mit ODI für 10 Monate in Peru, Indiana, USA. Heute möchte ich euch gerne von meinen allerersten Tagen im Gastland berichten.

Wie oben schon beschrieben war die letzte Nacht in meinem alten zu Hause der Horror. Ich konnte es kaum erwarten loszufliegen, aber hatte zugleich auch große Angst. Nach einem kleinem emotionalen Abschied ging es für mich von Düsseldorf nach München, von dort aus ging dann mein nächster Flieger nach Chicago, USA. Dies war mein erster Langstreckenflug, daher war ich schon ziemlich gespannt. Eigentlich hatte ich vor zu schlafen, aber meine Vorfreude hat dies verhindert, daher saß ich hauptsächlich in meinem Sitz, schaute Filme und hoffte nichts vergessen zu haben. Nachdem die Immigration in Chicago überraschend schnell ging, stand erst einmal eine vierstündige Wartezeit an, die ich mit Austauschschülern, die ich am Flughafen getroffen und kennengelernt habe, verbrachte. Letzten Endes nahm ich meinen letzten Flieger nach Indianapolis und konnte kaum stillhalten auf meinem Sitz. Wie meine Gastfamilie mich wohl willkommen heißen wird? Ich glaube eines meiner Bilder beschreibt es ganz gut.

Ankunft am Flughafen

Der Empfang durch meine Gastfamilie war einfach überwältigend.

Nach meiner Ankunft ging ich mit meiner Gastfamilie bei ‘Red Robbin’ essen. Schnell wurde mir bewusst, dass ich nicht so schnell esse, wie ich es bisher vermutet hatte: 

Meine Gastgeschwister und Gasteltern waren fertig, bevor ich die Hälfte des Essens bewältigen konnte. Vielleicht lag es auch an der Müdigkeit nach der langen Reise.

Später besuchten wir ein Sportgeschäft, in dem man Baseball spielen konnte und nun weiß ich ganz genau was ich nicht kann:

                                               Softball spielen

Die Ankunft in meinem neuem zu Hause bekam ich gar nicht mit, weil ich so müde war, dass ich im Auto einschlief.

Am zweitem Tag meines Aufenthalts lernte ich schon  einen großen Teil meiner neuen Familie kennen, da wir zum Haus am See meines Gast Opas fuhren, da dort sonntags immer eine Art Familienzusammenkommen stattfindet. Schnell fühlte ich mich wohl und herzlich willkommen geheißen, wobei ich nicht einmal ganze 24 Stunden in Amerika war. Mittlerweile freue ich mich jede Woche auf diese Sonntage, da ich dann die Familie sehen kann und ich mir immer mehr, von Woche zu Woche bewusst wird, dass ich ein Teil der Familie geworden bin.

Ein Abend am See

Am See finden zudem auch die spannendsten und tollsten Aktivitäten statt. Wir fahren Jet Ski, machen kleine Bootstouren, besuchen Freunde, essen Hotdogs und Burger, albern herum und noch so vieles mehr. Am liebsten mag ich die Sonntage an denen wir auf dem Heimweg in der Innenstadt Perus vorbeischauen und Eis essen gehen, wie wir es  beim allerersten Mal getan haben.

An meinem fünften Tag in Amerika begann dann mein erster Schultag an einer richtigen amerikanischen High School. Obwohl ich nie ein Problem mit dem Jetleg hatte und daher gut schlafen konnte, war in der Nacht vor dem ersten Schultag kaum an Schlaf zu denken, so aufgeregt war ich.

Erster Schultag

Am Morgen machte ich mich gemeinsam mit meiner Gastschwester zurecht und schon begann die Fahrt zur Schule. Auf eine Fahrt mit dem gelben Schulbus musste ich leider verzichten, da meine Gastmutter uns zur Schule fährt, aber es stellte sich schnell heraus, dass dies auch definitiv die bessere Variante war. Einmal fuhren wir zur Schule und ein gelber Schulbus fuhr vor uns. Zuerst dachte ich ein Sturm zöge heran, aber es stellte sich heraus, dass die Schulkinder im Bus diesen Lärm veranstalteten.

Doch zurück zu meinem ersten Schultag. Die ersten Schultage verbringt man eigentlich nur mit organisatorischen Dingen, daher ist man kaum mit dem Unterricht in Kontakt gekommen. Außer man hat wirklich strikte Lehrer, wie mein Mathelehrer es ist. Um nicht allzu viel an Unterricht in Deutschland zu verpassen wählte ich einige College Klassen. Mein Mathekurs war einer davon. Spätestens in der zweiten Schulwoche ist mir bewusst geworden, dass ich noch nie etwas von diesen Themen gehört hatte und musste den Kurs wechseln. Dies war jedoch nicht allzu schlimm und ich bin froh in diesem Kursen gewesen zu sein, da ich viele Schüler aus dieser Klasse nun schon zu meinen Freunden zählen darf.

Mein Übungsschloss

Ich habe außerdem anstelle eines Sportkurses einen Kurs gewählt in denen man Gewichte hebt. Ich dachte, dass jeder dort bei  Null anfängt, doch ich bin zusammen mit Seniors und vielen Footballspielern , daher war es anfangs etwas schwieriger, nun aber um einiges leichter, mitzukommen. Mein Sportlehrer hat von meinem Problem mein Spind zu öffnen erfahren und mir direkt am ersten Tag ein Übungsschloss gegeben, damit ich die Zahlenkombination üben kann. Ein großer Dank gilt ihm! Diese Zahlenschlösser können einen wirklich sehr zur Verzweiflung bringen. 

Mein erstes Heimspiel

Natürlich habe ich mich auch für das Volleyballteam eingetragen. Die Try Outs habe ich sehr gut überstanden und ich bin nun Stammspielerin. Mein erstes Heimspiel hat mir sehr imponiert. Beinahe die gesamte Schülerschaft kam zum anfeuern. Ich habe einen neuen Rekord mit meinen Aufschlägen aufgestellt, die Zuschauer haben meinen Namen ganz laut gerufen und am nächsten Tag war noch ein Bild von mir in der Zeitung.

 

Mein zweites Footballspiel

Das erste Footbalspiel durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Ich bin Mitglied des Tribe Clubes, was bedeutet, dass ich bei Sportveranstaltungen mit anfeuere. Ich habe mir schon immer ein Footballspiel ausgemalt, doch dies hat meine Erwartungen wirklich übertroffen. Der School Spirit ist einfach wundervoll und die Sportveranstaltung sind eine super Gelegenheit, um neue Leute kennen zu lernen. Im Allgemeinen ist es toll neue Leute kennenzulernen.

 

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass keine Worte meinen ersten Tagen in den USA wirklich gerecht werden können. Ich bin so froh hier zu sein. Meine Gastfamilie ist wundervoll, die Menschen hier sind alle freundlich und liebenswert und die Zeit hier ganz eindeutig unbezahlbar. Ich versuche jeden Moment so gut es geht zu genießen und kann bisher nur Gutes berichten.

 

Eure Rafaela


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