Hallo, viele Grüße aus dem sonnigen Italien. Es ist jetzt 8 Tage her, dass ich in Rom angekommen bin, genauer gesagt in Acilia, einem Stadtteil von Rom, wo ich die nächsten 10 Monate bei einer italienischen Gastfamilie verbringen darf. In meinem ersten Beitrag werde ich über meine ersten Eindrücke, erste Erlebnisse, erste Feste, den ersten Schultag usw. erzählen.

Das erste Aufeinandertreffen

Meine Gastfamilie

Um ehrlich zu sein, war ich anfangs sehr aufgeregt. Ich hatte viele Fragen, die mir im Kopf herum schwirrten. Wie wird meine Gastfamilie auf mich reagieren? Werde ich mich zurechtfinden? Werde ich mich wohlfühlen? Doch schon die erste Begegnung, die strahlenden Gesichter meiner neuen italienischen Familie, löschte viele Bedenken aus. Die Aufregung war immer noch vorhanden, aber jetzt nur noch im positiven Sinne.

Die erste Festlichkeit

Gleich am Tag nach meiner Ankunft stand eine Taufe auf dem Tagesprogramm. Da ich noch nie eine Taufe erlebt habe, geschweige denn eine italienische, war es für mich ein ganz neues Erlebnis. Ein leise sprechender Pfarrer, den keiner außer ein paar wenigen verstand, da neben der leisen Stimme des Pfarrers laute Gespräche unter den Verwandten und Freunden geführt wurden, machte es mir sehr schwer etwas zu verstehen. Allerdings reichte das Beobachten meiner Mitmenschen völlig aus: das verwirrte Gesicht des Pfarrers, überall Leute, die Fotos machten usw. Nach der Zeremonie ging es dann auf einen Bauernhof zum Mittagessen. Ich glaube, ich habe noch nie so viel gegessen. Es gab insgesamt 5 Gänge: als 1. Brot mit Olivenpaste, Käse, Wurst und Zucchini, danach 2 Gänge Pasta, als 4. Fleisch und zum Schluss noch Kochen (alles äußerst lecker). Schlussendlich haben wir für das Mittagessen ungefähr dreieinhalb Stunden gebraucht.

Erste Erlebnisse 

Den Montagvormittag verbrachte ich mit meiner Gastschwester Anita am Mittelmeer. Das Wasser war angenehm warm und durch den Wind etwas aufgewühlt. Der Strand war angenehm leer und immer mal kamen Händler vorbei und versuchten Sonnenbrillen oder Ketten zu verkaufen.

Der Dienstag war äußerst ruhig. Nach einem Friseurbesuch meiner Gastschwester, genossen wir in der Mittagssonne zusammen ein Eis (die Eissorten sind äußerst zahlreich und sehr lecker, zu empfehlen ist bis jetzt: extra dark (dunkle Schokolade) und Haselnuss).

Baden im Mittelmeer

Die ersten Tage in der Schule

Am nächsten Tag begann für Anita und mich die Schule, während Alice (meine 2. Gastschwester) noch zuhause bleiben konnte, da bei ihr die Uni noch nicht anfing. Nachdem ich zu meiner Klasse gebracht wurde, stellte man mich kurz vor und dann begann auch schon meine erste Stunde, Englisch. Nacheinander stellten sich mir meine neuen Mitschüler auf Englisch vor. Außer mir gab es noch zwei andere neue Schüler in der Klasse.

Bereit für die Schule

Das Unterrichtserlebnis war ganz neu für mich. Natürlich war ich es gewöhnt, dass es auch bei mir in Deutschland in der Klasse mal laut wurde, aber sowas hatte ich noch nie gesehen. Es war lustig, wie alle durcheinander geredet und sich tatsächlich auch verstanden haben. Als nächstes hatte ich „scienze“ (eine Mischung aus allen Naturwissenschaften). Der richtige Unterricht begann erst am nächsten Tag, da nur ein paar organisatorische Dinge geklärt wurden. Und dann war mein erster Schultag auch schon vorbei. Am späten Nachmittag bis Abend besuchte ich mit meinen beiden Gastgeschwistern einen Kurs für Crossfit (Fitness). Ich muss dazu sagen, dass ich in Deutschland schon lange nichts mehr als Schulsport gemacht habe, dass heißt, meine Kondition ließ zu wünschen übrig. Schon nach den ersten 10 Minuten (dem Aufwärmen) war ich fertig. Allerdings haben Alice und Anita mich immer wieder unterstützt, indem sie sagten: „Du schaffst das!“ oder „Mach nur so viel, wie du kannst.“ (natürlich auf Italienisch). Für mich war es sehr beruhigend zu sehen, dass nicht nur ich schwitzte, sondern die anderen manchmal auch zu kämpfen hatten.

Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem schönen Muskelkater, aber ich muss trotzdem zugeben, dass es mir Spaß gemacht hat. In der Schule begann ich mit meinen Mitschülern zu reden und sie mit mir. Insgesamt kann ich bis jetzt sagen, dass ich sehr schnell in die Klasse aufgenommen und sogar schon ins Kino eingeladen wurde. Am Donnerstag begann  also der richtige Unterricht. Ich kann von Glück reden, dass viele Fachwörter ähnlich wie im Deutschen klingen und ich mich somit daran orientieren kann.

Ansonsten gibt es bei mir bis jetzt nichts spannendes zu erzählen. Heute ist Samstag und meine Gastschwestern und ich gehen nachher noch auf eine Geburtstagsfeier.

Weiteres in einem Monat.

Ciao Teresa


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