Genau vier Woche ist es nun also her. Ein letztes Mal Mama überreden, ein letztes Mal durch das ganze Haus rennen und alles angucken, Zimmer check: leer, eine letzte Umarmung und dann einfach umdrehen und gehen. Ein letztes Mal zurück lächeln an alle meine Lieben, die mich verabschiedet haben und dann saß ich auch schon im Flugzeug, auf dem Weg nach München – und dann nach Dublin. Also quasi auf dem Weg in Richtung ABENTEUER!
Es war so unrealistisch, wie ein Traum. Die Wartezeit in München, lang und ungeduldig. Ich wollte einfach gehen. Gehen, den Schritt ins eigene Leben, den ersten Schritt in Richtung Traum, Auslandsjahr.
„Jetzt, ist es soweit.“, dachte ich mir. Jetzt war es soweit, ich bin komplett auf mich alleine gestellt.
Eine gefühlte Ewigkeit dauerte es und dann stand es da….

..das Flugzeug, dass Träume wahr werden lässt.
Wow, und dann war unter mir auf einmal schon IRLAND. Ziemlich grün und schön! Ich wollte am liebsten sofort aussteigen. Ich wollte einfach raus, raus ins Auslandsjahr.

Als erstes hieß es dann Passkontrolle, Covid-19 Testergebnis vorlegen und ab zum Kofferband – meine zwei Koffer schnapp und ab nach draußen. Da sah es dann so cool aus! Ich habe mich richtig gefreut endlich da zu sein. Draußen habe ich mit dann mit einer netten Koordinatorin von ODI (bzw. CTL) getroffen und gemeinsam sind wir in ein Hotel gefahren. Im Hotel angekommen durfte ich die anderen Austauschschüler kennenlernen, bevor wir dann in den Bus steigen durften und endlich die letzten Kilometer Richtung Gastfamilie fahren durften.
Dann war es soweit, hallo Gastfamilie, hallo 10 Monate Irland! Ich dachte ich träume, es war so unrealistisch. Auf diesen Moment habe ich schon so lang gewartet.

(Das ist meine Gastfamilie. Meine Gastmama Kathleen, mein Gastpapa Alan und meine Gastschwester Iona)
Die ersten zwei Wochen waren wirklich interessant und anders als ich dachte. Denn es hieß für mich – ab in die Quarantäne. Eine ganz neue und ungewohnte Situation, von der ich niemals gedacht hätte, das ich sie erlebe. Aber es war gar nicht schlimm, total in Ordnung und schneller vorbei als ich gucken konnte. Meine Gastfamilie ist wirklich klasse. Wir verstehen uns so gut und sie haben mich direkt integriert. Wir waren schon viel Wandern und haben uns gemeinsam die wunderschöne Gegend angeguckt. Es hat super viel Spaß gemacht und war total aufregend neue Dinge zu sehen. Aber das Beste war und ist immer noch der Meerblick, den man hier von eigentlich überall hat.

WOW!
Die wohl größte Umgewöhnung in den ersten Tagen war nicht die englische Sprache, sondern die Getränke. Haha.
Meine Gastfamilie trink immer Leitungswasser gemischt mit Sirup. Und das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht schlecht, aber anders.
Aber rucki zucki waren dann auch die ersten zwei Wochen rum und ich startete in meinen aller ersten irischen Schultag. Ich bin im sogenannten Transition Year und meine Gastmutter Kathleen hat mich am ersten Tag mit dem Auto in die Schule gefahren. Seitdem zweiten Tag fahr ich allerdings mit dem Schulbus. Klingt ziemlich cool, oder? Und was noch cooler ist? Die Schuluniform! Ich kannte Schuluniformen immer nur aus Filmen, ein ganz typisches Klischee. Aber irgendwie ziemlich cool, wenn man es dann selbst erleben und anziehen darf.

Und was fällt euch auf? Unsere Schulfarbe ist grün. Grün, grüner, Irland.
Die ersten zwei Wochen vergingen schon schnell, aber die letzten zwei Wochen gingen noch schneller rum. Wow, und jetzt bin ich bereits 4 Wochen hier. Mir kommt es gar nicht solange vor. Aber ich gehe bereits schon die zweite Woche zur Schule.
In den vier Wochen habe ich schon eine Menge erlebt und gelernt. Ich sehe sehr positiv in die nächsten 10 Monate.
Ich freue mich so sehr auf die ganzen Sachen, die noch kommen werden. Es ist so unglaublich wie schnell doch ein Monat herum gehen kann. Auch wenn ein Monat von zehn nichts ist. Doch es ist der erste Monat eigene Erfahrungen machen, auf eigenen Beinen stehen, alles selbst zu regeln und zu organisieren.
Meine Gastfamilie ist super lieb, auch der Rest ihrer Familie nimmt mich super auf. Freunde? Naja, ich habe schon einige sehr nette Leute kennengelernt, aber ich denke der Rest kommt mit den nächsten Schultagen noch. Mich haben auch schon ein paar Leute mit Namen angesprochen, die ich noch nie gesehen habe. 😀 Also da mache ich mir gar keine Sorgen denn die Leute, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren super nett und cool.

Mein aktueller Zeitvertreib nach der Schule ist Fahrrad fahren. Mit dem Fahrrad von meinem Gastvater fahre ich oft in die Nachbarstadt (Moville, Country Donegal), hol mir was Leckeres zu essen, und setzt mich ans Meer. Der Nordatlantik übrigens. Demnächst wollen meine Gastfamilie und ich dann mal in die nächst größere Stadt – Derry. Ich bin echt gespannt wie das wird, und auch insgesamt freue ich mich auf die nächsten Abenteuer.


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