Wie sieht deine Tagesroutine aus?

Also, in der Woche beginnt mein Tag damit, dass ich immer um 7:30 Uhr aufstehe. Anders als in Deutschland beginnt die Schule hier erst um 9:00 statt 8:00 Uhr. Je nach Wochentag ziehe ich mir dann meine Schuluniform an und kultiviere mich vorher.

Wenn ich ready für den Tag bin, dann esse ich ab und zu auch Frühstück, bevor ich zur Schule fahre. In diesem Fall sitze ich dann gemeinsam mit meiner Gastfamilie am Frühstückstisch.

Zu der Schule fahre ich im Anschluss immer mit dem Schulbus. Der kommt um 8:18 Uhr und holt mich quasi fast vor der Haustür ab. Ankunftszeit in der Schule ist ungefähr 8:35 Uhr, und das obwohl wir noch andere Schüler vorher abholen. Die Schule ist wirklich nicht weit entfernt (ca. 5 km).

Am Montag und Dienstag endet mein Schultag um 15:40 Uhr und am Donnerstag und Freitag um 15:10 Uhr. Mittwochs gehen meine Klasse und ich immer in das so genannte „Greencastle Community Center„. Dort machen wir unteranderem Teambildung-Aktivitäten. An diesen Tagen endet mein Schultag dann im Anschluss auch um 15:10 Uhr.

Aktuell gehe ich nach der Schule immer direkt nach Haus und unternehme Dinge mit meiner Gastfamilie. Wir erledigen beispielsweise kleine Einkäufe, wandern, besuchen die nächst größere Stadt, oder unterhalten und lachen viel zuhause.

Alternativ kann man am Nachmittag, nach der Schule, noch weitere schulische Aktivitäten machen. Beispielsweise kann man „Clubs und AG’s“ beitreten und besuchen.

Welche Fächer belegst du an deiner Gastschule?

An meinem irischen Community College belege ich die Fächer: Irisch, Life Skills, World of Science, Mathematik, Englisch, Biologie, Kunst und Geschichte.

Das Fach „Life Skills“ ist besonders interessant und cool. In diesem Fachen lernen wir allgemeines über und für „das Leben“. Unteranderem lernen wir Risiken von Drogen, warum sie oft genommen werden und vieles mehr.

Und in dem Fach Geschichte lernen wir über die irische Geschichte. Ähnlich wie im deutschen Geschichtsunterricht lernen wir über alte Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse, die Entstehung von Feiertagen. Am spannendsten finde ich immer die Sehenswürdigkeiten, die diese für mich „nicht-Irländer“ besonders interessant sind um vielleicht noch vieles von dem wunderschönen Land Irland zu bereisen.

Ich belege also nicht so viele unterschiedliche Fächer wie in Deutschland. Das liegt daran, dass meine Klasse und ich Montags und Mittwochs außerschulische Aktivitäten machen, unteranderem fahren wir Kajak und machen Teambuilding-Aktivitäten.

Welche Unterschiede gibt es zu deiner deutschen Schule?

Ich würde sagen, dass der größte Unterschied auf jeden Fall das Tragen der Schuluniform ist. Aber auch der Fakt, dass die aller meisten Schüler*innen hier mit dem Schulbus zu Schule kommen. An meiner deutschen Schule sind fast ausschließlich alle Schüler*innen mit dem Fahrrad zur Schule gefahren.

Was es an meiner deutschen Schule auch nicht gibt, ist das „Transition Year“ (kurz: TY) das ich hier am „Moville Community College“ belege.

Das TY ist so etwas wie ein Berufsorierntierungsjahr. Wir machen viele Ausflüge und wiederholen nochmal Schulstoff, der für die kommenden Stufen relevant sind.

Außerdem ist das Schulgebäude hier, im vergleich zu meinem deutschen Gymnasium, sehr groß. Es gibt innerhalb des Gebäudes auch viele Flure, in denen unteranderem Spinde stehen. Seit kurzen habe ich auch meinen eigenen Spind. Also mehr oder weniger „eigen“ – da für meinen Jahrgang nur wenige Spinde vorgesehen sind, müssen wir TY-Schüler uns die Spinde immer zu zweit teilen. Aber das ist ja überhaupt kein Problem.

Und was richtig cool an der Schule hier in Irland ist? Je nach Unterrichtsfach sind die Klassenräume hier unterschiedlich dekoriert. Zum Beispiel hängen an den Wänden der „Sprach-Klassenräume“ ganz viele Wörter in den verschiedene Sprachen.


Hast du bereits neue Freunde an der Schule gefunden?

Ja das habe ich. Es gibt hier sehr viele nette Leute in meiner Klasse. Alle haben mich auch sehr nett aufgenommen. Allerdings habe ich mich noch nicht außerschulisch verabredet, aber ich bin fest davon überzeugt, dass das noch kommt. Durch die aktuelle Corona-Situation und die dazugehörigen Maßnahmen sind wir alle eingeschränkt, was Verabredungen und Unternehmungen generell mit anderen Menschen schwieriger macht.

Wie würdest du das Schulleben insgesamt beschreiben?

Insgesamt ist mein irisches Schulleben sehr spannend, aber im Vergleich zu Deutschland auch ein wenig entspannter. Das liegt daran, dass ich im Transition Year bin und ich viele Inhalte des Unterrichtsstoffes schon aus Deutschland kenne. Die Wiederholung tut mir aber auch sehr gut. So muss ich mir keine Sorgen machen, dass ich nicht optimal auf der Oberstufe in Deutschland vorbereitet bin oder das ich wohlmöglich etwas in meinem Auslandsjahr vergessen würde. Wir schauen aber beispielsweise auch oft Filme, zu den jeweiligen Themen, während des Unterrichtes.

Insgesamt finde ich es relativ leicht im Unterricht mitzukommen und alles zu verstehen.

Die Lehrer sind auch sehr nett und hilfsbereit. Die Lehrer erklären alles sehr gut und ausführlich, aber auch die englische Sprache macht mir keinerlei Schwierigkeiten. Die Schüler sind aber auch immer leise im Unterricht, dass kenne ich so diszipliniert aus Deutschland nicht immer. Diese Ruhe hilft natürlich dabei die Dinge akustisch besser zu verstehen.

Im Moment haben wir sehr strenge Corona-Regeln in der Schule. So müssen wir unsere Masken jederzeit, also auch während des Unterrichts, tragen. Die einzige Ausnahme, bei der wir die Maske abnehmen dürfen, ist wenn wir uns draußen aufhalten. Außerdem müssen wir stets Hände und Tische desinfizieren.


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