Wenn man an Costa Rica denkt, stellt man sich höchst warscheinlich vor, wie man entspannt an einer Kokosnuss nippend in einer Hängematte liegt und das Rauschen des Meeres genießt, jeden Tag eine neue Tierart entdeckt und sich mit Messern durch Dschungel schlägt. Aber auch hier gibt es den ganz normalen Alltag mit Schule, lästigen Pflichten und Langeweile. Das ist aber nicht wirklich etwas Schlechtes – ganz im Gegenteil, denn mir hat es sehr geholfen wieder einen normalen Alltag und normale Gewohnheiten zu haben und nicht jeden Tag vor neu zu lernenden Dingen fast umzukommen. Außerdem werden in dieser Zeit die Vertrautheit mit der Familie und den Freunden einfach viel stärker, was es einem sehr viel leichter macht – und keine Sorge: Neue Sachen lernt man in einem Austauschjahr trotzdem fast täglich (und sei es nur Spanisch)!!

Die Schulwoche

Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Auslandserfahrung, Stipendium, Auslandsjahr, Schule im Ausland, Südamerika, Costa Rica, Alltag in Costa Rica, Alltag, Hobbies, Sport, FreizeitAber beginnen wir erstmal mit meinem ganz normalen Alltagswahnsinn: Der Schulwoche.
In dieser Zeit mache ich eigentlich nicht viel anderes als in die Schule zu gehen (darüber habe ich in meinem letzten Beitrag erzählt); Wenn ich nach Hause komme wird es fast schon dunkel.
Zu meinem Leidwesen gibt es auch kaum Möglichkeiten etwas wie Sport unter der Woche zu machen, da es meistens nur Vereine in den größeren Städten gibt, wo ich abends nicht mehr alleine hinfahren kann. Aber am Wochenende gehe ich manchmal Fahrrad fahren, Joggen oder Schwimmen.
Die gute Nachricht ist: Es sind bald Ferien und dann habe ich eine Menge Zeit zum Sport machen (vorrausgesetzt ich kann mich motivieren;)).

Die Ferien

Apropos Ferien: Das ist eine Sache, wovor ich noch ein bischen Angst habe, da ich nicht die ganze Zeit zuhause rumsitzen möchte. Allerdings gibt es sicherlich viele Möglichkeiten sich Ablenkung zu beschaffen und es gibt ja auch noch meine ganzen Klassenkameraden denen es genauso geht. (Und ich hab natürlich die Hoffnung noch mehr von Costa Rica zu sehen!!!)

Freunde, Klassenkameraden und Austauschschüler

Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Auslandserfahrung, Stipendium, Auslandsjahr, Schule im Ausland, Südamerika, Costa Rica, Alltag in Costa Rica, Alltag, Hobbies, Sport, FreizeitWie grade schon angesprochen, sind Freunde eins der wichtigsten Dinge in einem Austauschjahr.
Ich bin jetzt schon drei Monate hier und mittlerweile habe ich auf jeden Fall schon Leute, die ich als meine Freunde bezeichne und ich denke, dass diese Freundschaften nur enger werden können. Außerdem gibt es aber immer noch Leute, die ich noch nicht richtig kennen gelernt habe, sie aber gerne kennlernen würde.

Mit meiner Klasse habe ich echt viel Glück gehabt, denn alle sind sehr neugierig, offen und lustig und natürlich habe ich schon ein Haufen neuer Schimpfwörter kennengelernt, die ich, der Meinung meiner Klassenkameraden nach, bei jeder Gelegenheit benutzten sollte.

Außerdem lernt man durch ein Austauschjahr ganz viele andere Austauschschüler kennen, die gerade dasselbe erleben und durchmachen, wodurch viele Freundschaften entstehen.

Die Wochenenden

Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Auslandserfahrung, Stipendium, Auslandsjahr, Schule im Ausland, Südamerika, Costa Rica, Alltag in Costa Rica, Alltag, Hobbies, Sport, FreizeitWo wir schon dabei sind über schöne Dinge zu reden, fügen wir doch noch eine hinzu: Die Wochenenden!
Meine Familie macht in dieser Zeit meistens irgendetwas zusammen (zum Beispiel gibt es einen riesigen Haufen an Fiestas, ein Vorteil wenn man eine riesige Familie hat) oder es wird einfach entspannt.  Ein weiterer Vorteil einer großen Familie ist, dass mich eigentlich fast immer einer meiner Gastgeschwister zu irgendetwas mitnimmt. Allerdings geht meine Familie auch am Wochenende gegen neun schlafen, weshalb man eher tagsüber etwas macht.
Mit Freunden habe ich mich auch schon getroffen, aber leider klappt das nicht so oft, ich hoffe das wird in den Ferien besser.

Insgesamt würde ich sagen dass ich jetzt schon vollkommen in Costa Rica angekommen bin: Mein Spanisch wird immer besser, mein Denken immer entspannter, und meine Haut immer brauner, auch wenn bei allem noch viel Luft nach oben ist. Natürlich gibt es auch Dinge, die mir fehlen (Dinge wie meine Familie und meine Freunde), aber wenn ich an einen regnerischen Herbst denke, bin ich schon sehr froh hier zu sein.


2 Kommentare

Petra Heinzl · 17. November 2016 um 21:16

Hallo Leonie. Toll wieder etwas mehr von dir zu lesen. Wir haben es verschlungen.
Schön, dass es dir so gut geht und du dich schon heimisch fühlst. Ist ja komisch, dass deine Leute so früh schlafen gehen. Stehen sie denn so früh auf? Müssen sie so hart arbeiten, dass sie mehr Schlaf brauchen?? Oder ist es einfach so üblich? Ich könnte nicht so früh schlafen gehen. Deine Klasse sieht nett aus, deine Familie ebenso, da fällt es nicht schwer sich wohl zu fühlen. Wir drücken dich. Auch wir hier im Rheinland vermissen dich. Sobald wir mal wieder in Berlin sind, treffen wir uns, oder du kommst zu uns.
Wir freuen uns auf die nächste Post von dir. Alles liebe aus Deutscheland (kennst du vom Raab, hoffe ich) von
Wolfgang und Petra

Jana · 19. Dezember 2016 um 17:56

Liebe Leonie,

ich freue mich sehr, dass du dich schon so gut eingelebt hast und ihr so viel an den Wochenenden unternehmt. Ich bin schon gespannt auf deinen „Schmipfwörterwortschatz“, wenn wir uns nach deinem Austauschjahr einmal wiedersehen. 🙂

Lass es dir weiterhin gut gehen!

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