Wie sieht Deine Gastfamilie aus bzw. aus wie vielen Personen setzt sie sich zusammen?

Naja also meine Gastfamilie besteht aus 4 Personen, Barbara, Mitchell, Jacob und Ava. Dies ist aber natürlich nur der Teil der Familie der in unserem Haus lebt. In meiner Stadt sind noch andere 14 Familienmitglieder, die ich an dieser Stelle nicht mit Namen aufliste. In Amerika generell leben noch viele andere Familienmitglieder. Die meisten leben in Texas und Pennsylvania.

Der Grund dafür ist, dass meine Gastmutter von Pennsylvania kommt und mein Gastvater bzw. auch großer Teil von der Familie eine lange Zeit in Texas gewohnt hat, und es auch größtenTeils noch macht. Deshalb lerne ich hier zwei unterschiedliche Aktzente. Leider weiß ich manchmal nicht wie man ein Wort richtig ausspricht, deshalb fragen ich dann meine Gasteltern, die es komplett unterschiedlich ausprechen, da sie von zwei unterschiedlichen Staaten kommen. 

Was sind typische Aktivitäten, die Du mit Deiner Gastfamilie unternimmst?

Als Familie gehen wir oft zusammen zu Hockey Spielen von meinem Gastbruder, die sich überall in Minnesota verteilen. Danach gehen wir auch meistens in ein Restaurant. Das finde ich immer supiiii und genieße es jedes Mal. Wir gehen auch gerne ab und zu Bowlen in Windom und naheliegenden Städten. Wenn ich also zurückkomme, sollte sich keiner mit mir anlegen ;D Hahahah. Ab und zu gehen wir auch zu Sioux Falls, dies ist eine große Stadt, die ungefähr zwei Stunden Autofahrt entfernt ist. Dort sind wir auch schonmal zu einem riesigen Trampolin Park (SkyZone) gefahren. Das war toll, aber echt anstregend. Am Abend spielen gerne auch mal Brettspiele, wobei ich leider immer verliere.

Welche Unterschiede im Familienleben hast Du kennen gelernt?

Schüleraustausch, ODI, Open Door International e.V., Auslandserfahrung, Stipendium, Stipendiat, Freunde, Gastfamilie, Schule im Ausland, Nordamerika, USA, AmerikaIch glaube einer der größten Unterschiede ist, dass ich nun einen kleinen Bruder und eine kleine Schwester habe. Meine Geschwister in Deutschland sind beide älter als ich. Nun habe ich auch gelernt wie es ist, wenn man nicht immer als “Jüngster” behandelt wird. Bisher hatte ich dadurch aber immer nur Vorteile. Nun darf ich auch immer vorne sitzen im Auto und das ist toll. Früher musste ich mich manchmal mit meinen Geschwister diskutieren, wer vorne sitzen darf. Auch konnte ich nun erleben, wie es ist mit zwei Katzen und zwei Hunden zu leben. Fazit? Chaotisch…. Ich weiß jetzt, dass ich mir nie einen Hund zulegen werde, aber auf jeden Fall zwei Katzen, da sie ganz unproblematisch sind. Auch weiß ich nun wie es ist Eltern zu haben, die den ganzen Tag arbeiten müssen. Das finde ich aber auch gar nicht mal so schlimm.

War es schwierig Freunde in der neuen Heimat zu finden? Hast Du Tipps für zukünftige Weltenbummler?

Nein eigentlich nicht, es hat sich einfach alles so ergeben, dass alle wollten dass ich an ihrem Tisch sitze in der Mittagspause. Die Schüler finden neue Austauschschüler eh immer echt interessant und fragen dich recht schnell aus. Als Tipp kann ich eigentlich nur geben, dass ihr versuchen solltet direkt am Anfang mit allen Schülern zu reden, um herauszufinden wen ihr als Freunde haben wollt und wenn nicht. Ihr habt im ersten Monat halt ein bestimmten Bonus bei den Schülern, der sogenannte Austauschschüler-Bonus. Nutzt ihn aus, ihr werdet sonst Probleme haben, Freunde zu finden, dass sich alle an dich gewöhnen werden und dich nicht als besonders empfinden.

Was hast Du von Deiner Gastfamilie oder auch Deinen Freunden im Gastland gelernt?

Also hauptsächlich habe ich gelernt wie man Amerikanisches Englisch spricht. Dabei mir auch ein wenig den Akzent angeeignet. Auch hab ich gelernt “How to survive in America”. Hört sich komisch an. Ich weiß, aber irgendwie macht es auch Sinn. Ich glaube, das zu erklären würde aber ewig dauern. Ich werde darauf aber nochmal zurückkommen bevor ich wieder nach Deutschland zurück fliege. Als letztes habe ich noch dazu gelernt wie man mit Geld, was man jeden Monat bekommt, richtig einteilt. Nun weiß ich, was ich kaufen sollte und was nicht.

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Auch habe ich ein paar echt leckere Rezepte gelernt. Wie dieses, was auf dem Bild zu sehen ist.

Welchen Gruß möchtet Ihr gerne an Eure Familie und Eure Freunde zuhause richten?

Ich möchte euch sagen, dass ich euch alle lieb habe, und ich mich freue euch in 116 Tagen (3 Monaten und 27 Tagen, 16 Wochen und 4 Tagen, 2784 Stunden, 167040 Minuten, 10022400 Sekunden) wiederzusehen. Ich glaube erst wenn man seine Familie und Freunde für eine lange Zeit nicht gesehen hat, merkt man erst wie man sie lieb hat und sie das das wichtigste auf der Welt sind.


1 Kommentar

N. Kahlau · 8. März 2017 um 18:41

Das Rezept bist Du uns dann noch schuldig:) Das sieht sehr lecker aus!

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