Ich kann es gar nicht richtig glauben, dass dies hier mein letzter Blogeintrag sein soll. Neun Monate, das ist wirklich eine lange Zeit – die nun vorüber ist. Ich bin bereits seit zwei Wochen wieder in Deutschland und weiß gar nicht so recht wie mir geschieht!

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Meine Gastschwester und ich
Rückblickend kann nur sagen, dass mein Entschluss ein Auslandsjahr zu wagen, letztendlich die beste Entscheidung ist, die ich je getroffen habe. Ich habe so nette Menschen kennen gelernt und so unglaublich viel neues gesehen, ausprobiert, erlebt, verstanden, bewundert. Ich werde das niemals alles erzählen können! Ich bin unheimlich stolz auf alles, was ich erreicht habe; unheimlich traurig, dass es jetzt vorbei ist und unglaublich glücklich wieder in Deutschland zu sein!

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Am Wochenende bevor ich geflogen bin, war ich mit meinen Freunden noch einmal Surfen 🙂

Irland gegenüber verspüre ich, seitdem ich wieder in Deutschland bin, eine noch stärkere Verbundenheit gegenüber als zuvor. Die Hügel, die Schafe, die Ruhe – all das geht mir in der hektischen Großstadt schon ein wenig ab. Die grüne Insel ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich weiß nicht wann und wie, aber ich habe mir geschworen, wieder dorthin zurückzukehren.

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Mein letztes Mal an der irischen Küste

Sehr glücklich bin ich auch darüber, wie die Geschichte mit meiner Gastfamilie ausgegangen ist. Meine erste Familie war zwar überaus nett, hatte jedoch leider nur sehr sehr wenig Zeit für mich gehabt. Daher habe ich zwei Monate vor der Abreise nochmal gewechselt. Viele meiner Freunde meinten, dass lohne sich längst nicht mehr… hat es aber, denn ich habe die beste, netteste Gastfamilie der Welt bekommen. Es hat einfach perfekt gepasst und wir hatten noch zwei letzte wunderschöne Monate zusammen. Auf der anderen Seite war der Abschied für mich dann leider auch dem entsprechend hart. Vor allem als ich meiner irischen Gastschwester „Auf Wiedersehen“ sagen musste, sind auf beiden Seiten einige Tränen vergossen worden. Auch jetzt vermisse ich sie, meine Gastfamilie und meine irischen Freunde manchmal noch ziemlich heftig, aber andererseits habe ich ja nun meine Familie und alten Freunde wieder… es gleicht sich also aus. Natürlich bin ich immer noch in Kontakt mit den Irischen Leuten 🙂

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Mein Gastbruder und ich bei der Hochzeit seines Cousins

Was das Wiedereinleben in Deutschland angeht, so muss ich ehrlich zugeben, dass all dieses „ungewohnte Gewohnte“, mein „neuer alter Alltag“ mir doch mehr zu schaffen macht, als ich vermutet hatte. Vor allem in der ersten Woche, als ich in die neue Klasse gekommen bin (ich wiederhole die 10. Klasse) hat es mich schon so ein bisschen aus den Socken gehauen. Aber sowohl meine Familie als auch meine Freunde und die neue Klasse geben sich wirklich Mühe und unterstützen mich, wo sie können, was vieles wirklich unendlich leichter macht. Es ist schön wieder daheim zu sein 🙂

Meine Familie hat bei meiner Ankunft am Flughafen gewartet… und das bereits ziemlich lange, da mein Flug zwei Stunden Verspätung hatte. Zuhause habe ich dann erstmal bestimmt einen Kilo Roggenbrot gegessen, weil ich so begeistert war, dass ich nun endlich wieder etwas anderes als Tost habe, und wir haben geredet und geredet. Am nächsten Tag haben wir dann auch noch einen schönes Grillfest im Garten veranstaltet 🙂

Mich haben schon so oft Leute gefragt, wie es war in Irland, was ich gemacht habe. Ich weiß dann manchmal gar nicht so genau, was ich antworten soll. Wie fasst man bitte neun Monate zusammen, während denen jeder einzelne Tag ein neues Abenteuer war? Ich weißes ich weiß es wirklich nicht.

Ich weiß jedoch, dass ich unheimlich dankbar denjenigen gegenüber bin, die mir dieses einmalige Jahr ermöglicht haben. Heißt: meinen Eltern, meinen Lehrern und nicht zu letzt ODI. Vielen Dank! Ich habe es so genossen Euer Weltenbummler zu sein!!!

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Irish Cottage

Ich glaube ich fange erst an zu verstehen, wie wertvoll dieses Jahr, diese Erfahrung für mich war. Ich kann es ruhig nochmal sagen: Es war so ein unglaublich wunderschönes Erlebnis und ich werde niemals vergessen, nie!

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Als wir bei den Cliffs of Moher waren, war es verboten einen Regenschirm aufzuspannen. Der Wind war zu stark… wie man sieht 🙂

Vielen Dank an alle, die meine Einträge gelesen haben!

 


4 Kommentare

Bea · 16. Juni 2016 um 09:33

Ein sehr schöner letzter Bericht, danke dafür!

Mila · 16. Juni 2016 um 10:19

Liebe Anne, danke für diese tollen Bilder und so schöne und persönliche Worte zu Deiner Zeit in Irland! Ich finde, dass die Bilder auch etwas von der Melancholie des Abschieds ausstrahlen – und der grünen Insel noch mehr Schönheit verleihen. Mir ist jedenfalls klar – bald soll auch eine unserer Familienreisen nach Irland führen 🙂

Danke und Grüße

Mila

Britta Schwarz · 16. Juni 2016 um 10:24

Liebe Anne,
willkommen zurück. Danke für Deine tollen Blog-Beiträge und hoffentlich bist Du zuhause wieder schon ein bisschen mehr angekommen.
Liebe Grüße
Britta Schwarz

Johanna · 22. Juni 2016 um 19:17

Liebe Anne,
auch von mir ein ganz herzliches Welcome back! Es ist wunderbar zu lesen, dass es die beste Entscheidung des Lebens war. WOW + DANKE! Du wirst sehen: Auch nach mehr als 10 Jahren „danach“ wirst Du noch merken, wie Dich dieser Aufenthalt prägt. 🙂 Die Landung jetzt zurück in der Heimat braucht ihre Zeit – ich wünsche Dir, dass sie ganz sanft für Dich verläuft.

Liebe Grüße,
Johanna Wedekind

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