Es war für mich schon eine Umstellung aus Deutschland, dem Land der Vollkornbrötchen und Bio-Produkte, nach Irland zu kommen. Aber auch wenn ich hier Deutsches Essen manchmal sehr vermisse, weiß ich jetzt schon, dass mir wieder zurück in Deutschland auch die irische Küche fehlen wird!

Neben Pizza, Burger & Co. wird in meiner Gastfamilie auch Gesundes gekocht

Zugegeben, was ich hier in Irland im Alltag so alles esse ist vielleicht nicht so gesund (viel Fish and Chips, Pizza, Burger, Chips in sämtlichen Geschmacksrichtungen, „White Toast“-Sandwiches, Pommes und noch mehr Pommes), aber leider sehr lecker.

Zum Glück kocht meine Gastmutter, verglichen zu dem was andere Austauschschüler so erzählen, eher gesünder. Es gibt zwar mindestens einmal Frozen Pizza und mindestens zweimal Pommes pro Woche, aber davon abgesehen gibt es hier zum Abendessen viel Pasta, (herrliches) Curry, „normale“ Kartoffeln und Suppen. Außerdem wird hier in Irland auch generell sehr viel Fleisch gegessen und da mein Gastvater gerne auf die Jagd geht, bereitet meine Gastmutter beinahe jeden zweiten Sonntag einen frisch geschossenen Fasan zum Abendessen zu.

Kartoffel-Warnung bestätigt sich

Bevor ich hierher nach Irland gekommen bin, wurde ich schon vorgewarnt, dass ich hier wahrscheinlich wenigstens jeden zweiten Tag Kartoffeln auf meinem Teller finden werde, (was mich nicht weiter gestört hat, da ich zum Glück ein Kartoffel-Fan bin. 🙂 ) Ich wurde nicht enttäuscht: Hier in Irland ist die Kartoffel das absolute Grundnahrungsmittel: Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln und natürlich… Pommes! (Hier selbstredend „chips“). Man isst sie wirklich zu allen möglichen (und unmöglichen) Gerichten: Pizza und Chips, Lasagne und Chips, Suppe und Chips und sehr beliebt ist auch die Sandwich-Variante (zwei Scheiben gebutterter Weißer-Toast und dazwischen als Belag die Chips… es schmeckt auch gar nicht so übel 🙂 )

Irish Stew – schmeckt lecker und hält warm

Mein absolutes Lieblingsgericht ist aber völlig „chips-frei“: Irish Stew.Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, Irland, Stipendium, Essen, Kochen, Kultur, Lieblingsrezept, Gastfamilie

Irish Stew ist das Nationalgericht der Iren (wenn man Guinness nicht als Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, Irland, Stipendium, Essen, Kochen, Kultur, Lieblingsrezept, Gastfamilie Nahrungsmittel zählt, wie das manche Iren mit Stolz zu tun pflegen 🙂 ) und ist ein Eintopf aus hauptsächlich Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Fleisch. Es schmeckt unheimlich gut und es hält einen außerdem auch von innen her warm, wenn es draußen mal wieder feucht und windig ist.

Mein Rezept für euch: Banoffee Pie

Leider kocht meine Gastmutter keinen Stew, daher musste ich mich nach einem anderen Rezept umsehen. Ich habe mich letztendlich für einen meiner Lieblingskuchen entschieden, den mir meine Gastfamilie zum Geburtstag gebacken hat. Gleich vorweg: Er ist sehr, sehr süß und daher nur in sehr kleinen Stücken zu genießen, aber herrlich krümelig und klebrig:

Banoffee Pie

Zutaten:
200g Butter
250g Vollkornkekse (ich würde Leibniz-Vollkornkekse empfehlen)
100g brauner Zucker
397g Dose Kondensmilch
2-3 Bananen
300ml Schlagsahne
Schokostreusel nach Belieben
Außerdem: Eine Springform mit 20cm Durchmesser, zwei Töpfe

1. Zerbrösel die Kekse und schmelze 100g Butter in einem Topf. Gebe die Brösel zur Butter in den Topf und vermenge alles. Lass die Keksbrösel (nur leicht!) anrösten.
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2.  Gib die Keks-Buttermischung in die Springform, verteile sie Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, Irland, Stipendium, Essen, Kochen, Kultur, Lieblingsrezept, Gastfamilie gleichmäßig auf dem Boden und ziehe außerdem einen kleinen Rand an den Seiten der Springform. Drücke die Brösel mit der Hand fest an, sodass sie in der gewünschten Form bleiben. (Bevor Fragen aufkommen: Wir haben den Rand beim Backen leider vergessen, deswegen sieht man keinen im Bild. Zugegeben, es war eine sehr klebrige Angelegenheit, den Kuchen aus der Form zu lösen, also denkt an den Rand! 🙂 )

 

3.  Für das Toffee schmelze 100g Butter und den Zucker unter Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, Irland, Stipendium, Essen, Kochen, Kultur, Lieblingsrezept, Gastfamilie ständigem Rühren bei niedriger Hitze in einem Topf bis eine flüssige Masse entsteht. Rühre nun die Kondenzmilch unter und bringe alles unter ständigem Rühren für etwa eine Minute zum kochen bis eine goldene Toffeemasse entsteht.

 

 

4.  Gib dOpen Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, Irland, Stipendium, Essen, Kochen, Kultur, Lieblingsrezept, Gastfamilie ie Toffeemasse in die Keksboden-Form und stelle alles für eine Stunde im Kühlschrank kalt.5.  Schneide die Bananen in kleine Stücke und verteile sie auf dem kalten Toffee. Schlag die Sahne steif und verteile sie ebenfalls auf der Torte. Je nach Belieben kann der Kuchen jetzt noch mit Schokostreuseln verziert werden.Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, Irland, Stipendium, Essen, Kochen, Kultur, Lieblingsrezept, Gastfamilie Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, Irland, Stipendium, Essen, Kochen, Kultur, Lieblingsrezept, Gastfamilie

Guten Appetit! 🙂

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2 Kommentare

Hanna · 21. März 2016 um 10:24

Wow, der Geburtstagskuchen sieht sehr klebrig aus 🙂 🙂 Aber auch sehr lecker!!!

Gaby · 30. März 2016 um 17:10

Ich liiiebe Toffee! Diesen Kuchen muss ich unbedingt mal probieren.

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