Was habe ich im Ausland über mich selbst gelernt?

In diesem Auslandsjahr, ohne Eltern und in einer komplett neuen Welt, habe ich mehr über mich selbst gelernt, als was ich in meinen sechzehn Lebensjahren davor über mich gelernt habe.

Schüleraustausch, ODI, Open Door International e.V., Auslandserfahrung, Stipendium, Stipendiatin, Freunde, Gastfamilie, Schule im Ausland, Nordamerika, USA, Amerika, Abschied, letzte Wochen, EndeDie erste Erkenntnis ist, dass Du hier zwar auf Dich allein gestellt bist, aber im Endeffekt, doch kein bisschen alleine bist. Die Leute hier sind alle super hilfsbereit und sehr offen. Ich habe also gelernt, sehr viel offener zu sein, direkter auf fremde Menschen zuzugehen und von mir aus eine Konversation anzufangen. Jeder wird bereit sein Dir zu helfen, egal ob die Gasteltern, Freunde oder sogar die Lehrer und Coaches. Natürlich lernst Du viel darüber Dein Geld und alles andere gut einzuteilen, um möglichst gut zu wirtschaften und problemlos durch diese Zeit zu kommen.

Selbstverständlich werde ich noch vieles mehr über mich selbst erfahren, wenn ich wieder zurückkomme, da ich die stattgefundenen Veränderungen an mir selbst erst in Deutschland deutlicher bemerken werde.

Haben sich meine Ansichten über die USA verändert?

Ja, definitiv! Ich wusste schon vorher, dass die USA ein riesiges Land sind, wo Deine Träume wahr werden können. Und so dachte ich auch darüber. Ich liebe dieses Land immer noch über alles, aber die USA sind eigentlich ziemlich identisch zu Deutschland. Es gibt Dörfer und Städte und alles ist sehr normal. Natürlich gibt es Malls und Geschäfte, die es in Deutschland nicht unbedingt gibt, aber das ist nichts wirklich Besonderes. Es kommt jedoch sehr auf die Region an, denn, wenn Du bei den riesigen Seen lebst, ist es wirklich wunderschön. Worüber ich sehr enttäuscht bin, ist die medizinische Unterstützung des Staates. Man hat so gut wie keine Versicherung und das normale Volk leidet darunter.

Was jedoch genauso geblieben ist, wie ich es mir vorgestellt hatte, ist der Teamgeist des American Football Teams. Es ist eine Familie und am Ende der Saison weinten manche sogar.

Was ich mir anders vorgestellt habe?

Schüleraustausch, ODI, Open Door International e.V., Auslandserfahrung, Stipendium, Stipendiatin, Freunde, Gastfamilie, Schule im Ausland, Nordamerika, USA, Amerika, Abschied, letzte Wochen, EndeDie Schule habe ich mir definitiv anders vorgestellt: viel belebter und verrückter. In Wirklichkeit ist es wie jede andere normale Schule in Deutschland, was sehr angenehm ist. Dies ist wahrscheinlich so, da meine Schule relativ klein ist. So ist es auch sehr gut, weil man jeden wirklich gut kennenlernt. Ich kenne fast jeden in meiner Schule. Der große Unterschied ist der Aufbau des Stundenplans.

Checkt meine Schule doch einfach selbst aus: http://www.dsd.k12.wi.us/high/dhslibrary.cfm

Außerdem hatte ich erwartet, dass es irgendwelche öffentliche Verkehrsmittel gibt wo ich wohne. Fehlanzeige! Wenn Du irgendwohin möchtest, brauchst Du entweder ein Auto oder ein Fahrrad.

Welche Verhaltensweisen würde ich gerne mit mir nach Deutschland bringen?

Auf alle Fälle werde ich mich freuen, wieder mit dem Bus und der Bahn fahren zu können, um nicht ständig von Gasteltern oder Freunden abhängig zu sein.

Ich werde einiges mitnehmen, was ich hier gelernt habe. Ein sehr guter Punkt ist beispielsweise, dass ich sehr offen gegenüber Fremden geworden bin und mich nun traue Leute anzusprechen. Die meisten Amerikaner sind wirklich super nett, was mich unheimlich beeindruckt hat und was ich so gut wie möglich vermitteln will. Außerdem hat sich mein Verantwortungsgefühl sehr gestärkt.

Was ich vermissen werde?

Schüleraustausch, ODI, Open Door International e.V., Auslandserfahrung, Stipendium, Stipendiatin, Freunde, Gastfamilie, Schule im Ausland, Nordamerika, USA, Amerika, Abschied, letzte Wochen, EndeDas ist die einfachste Frage in diesem Interview. Eindeutig meine Freunde und meine ganze zweite Familie: Gastmom und -dad, vor allem meine zwei kleinen Brüder, die mittlerweile für mich wie richtige Brüder geworden sind, und am allermeisten meinen Hund Farva, die gleichzeitig mit mir angeschafft wurde.

Was ich mir noch die letzten zwei Wochen vornehme?

Schüleraustausch, ODI, Open Door International e.V., Auslandserfahrung, Stipendium, Stipendiatin, Freunde, Gastfamilie, Schule im Ausland, Nordamerika, USA, Amerika, Abschied, letzte Wochen, EndeEigentlich möchte ich einfach nur noch so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie verbringen und mit meinem Hund Farva spielen. Ich möchte noch so viele Filme mit meinem Gastdad schauen, wie es nur geht, so viel Football spielen, wie ich es schaffe, und mit meinen Brüdern immer weiter rumblödeln. Zudem möchte ich noch viel Zeit im Familiengeschäft (Videothek) verbringen. Außerdem möchte ich jede einzelne Minute von „Track and Field“ auskosten, um mich bestmöglich auf meine Footballsaison in Deutschland vorzubereiten. Meine Freunde darf ich auch nicht vergessen. Letzten Samstag haben wir mit drei Freunden eine Pizza komplett selbst gebacken. Das Ergebnis war echt sehr speziell, aber himmlisch!


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