19.5 – In genau einer Woche ist mein letzter Schultag. Ich kann es gar nicht fassen…Das war das Schuljahr, das am schnellsten in meinem Leben verging.

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20.5 –  Heute wurden an meiner Schule die Jahrbücher  verteilt. Alle meine Freunde haben etwas in mein Buch reingeschrieben, sodass ich eine schöne Erinnerung an alle habe. Außerdem haben meine Freunde mir auch Briefe geschrieben. Ich werde alles auf dem Flug nachhause lesen.

22.5 – Ich fliege am 10. Juni zurück nach Deutschland, da ich nächsten Samstag nach Kalifornien fahren werde. Es war heute das letzte Mal für mich hier zur Kirche zu gehen –  und es war echt traurig. Mir haben viele Leute dort Karten geschrieben, die ich auch auf dem Flug nach Deutschland lesen werde.

25.-26.5. – Da die beiden letzten Schultag sogenannte Semesterteststage sind hatte ich am 25. nur meine erste, dritte und fünfte Stunde und am 26. meine zweite, vierte und sechste Stunde. Mir viel es schwer, mich von meinen Mitschülern und Lehrern zu verabschieden. Von den Lehrern viel es mir am schwersten mich von meinem Englischlehrer und meiner Mathelehrerin zu verabschieden, da ich mich mit den beiden sehr gut verstanden habe.

Mein ganzes Softballteam hat für mich auf einen Softballhelm und auf einem Softball unterschrieben und mir die beiden Sachen zur Erinnerung beim Abschied auf unserem Softballbanquet geschenkt. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Bei dem Banquet habe ich zudem einen Award (eine kleine Auszeichnung) bekommen, dass ich aus meinem Team die größten Fortschritte gemacht habe. In Amerika war es für mich das erste Mal Softball zu spielen. Ich wollte gerne einen „amerikanischen Sport“ erlernen und da in Oklahoma Softball ziemlich groß ist, entschied ich mich für Softball. Es war eine tolle Erfahrung und ich habe sehr viel Spaß gehabt.

Meine Gastfamilie war einfach die perfekte Gastfamilie für mich! Wir haben uns sehr gut verstanden und haben das Jahr sehr genossen. Ich bin meiner Gastfamilie sehr dankbar, da sie wirklich viel für mich gemacht haben und auch viel mit mir gereist sind. Über Thanksgiving sind wir nach Florida gefahren und als letzten gemeinsamen Urlaub vor meiner Abreise sind wir nach Kalifornien gefahren. Wir sind beide mit dem Auto gefahren und es waren wirklich sehr, sehr lange Reisen. Aber dafür, habe ich sehr viel von den USA gesehen! Wir haben manchmal spontane, kurze Abstecher zu Freunden in Kansas (Staat über Oklahoma) gemacht. Am Ende von meinen zehn Monaten bin ich in vierzehn verschiedenen Staaten der USA gewesen. Nicht jeder Austauschschüler hat die Möglichkeit so viele Staaten von den USA zu sehen. Dafür bin ich sehr dankbar – es waren wunderbare Erfahrungen. In Deutschland habe ich nie große Erwartungen an mein Auslandsjahr gestellt. Ich glaube dadurch, dass ich niemals gedacht hätte, dass ich so viel sehen würde, freue ich mich noch mehr darüber, wie mein Auslandsjahr verlief!

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Der Kalifornienurlaub war stressig um ehrlich zu sein. Wir waren für neun Tage unterwegs, der Weg war sehr lang und wir haben echt sehr viel gesehen. Wir sind von Oklahoma nach Amarillo, Albuquerque, zum Grand Canyon gefahren, nach Las Vegas, Los Angeles, Hollywood, waren für zwei Tage im Disneyland und nach Malibu gefahren. Die beiden Male als wir am Strand waren, war es erstaunlicherweise echt kalt. Sonst hatten wir aber echt gutes Wetter. Als wir in der Wüste waren, hatten wir 40 Grad Celsius und in Phönix sogar 46 Grad Celsius. Ich bin meiner Gastfamilie sehr dankbar für diese Urlaube! Ich habe es immer noch nicht realisiert, dass mein „amerikanisches Leben“ jetzt vorbei ist. Mein weiterer Rückflug von Atlanta nach Düsseldorf war ein bisschen mehr aufregender als der Flug von Oklahoma City nach Atlanta, da der Flug überbucht war. Ich bin aber in meinen gebuchten Flügen mitgeflogen und die Flüge verliefen gut. Atlanta ist der größte Flughafen der Welt. Ich musste mit einem extra Zug zum anderen Terminal fahren.

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Ich würde wirklich allen die die Möglichkeit dazu haben ein Auslandsjahr zu machen, anraten es auch echt zu machen. Ich habe wie gesagt die ganze Zeit in Deutschland keine großen Erwartungen gehabt. Das ist – würde ich sagen – auch echt wichtig, denn dadurch wirst du nicht enttäuscht und freust dich mehr.

In meiner letzten Woche hatte ich zwei Abschlusspartys. Die erste war eine Pool Party mit meinen Freunden zusammen. Es war sehr schön, meine besten Freunde alle noch mal zu sehen. An meinem letztem Abend bin ich mit meiner Gastfamilie deutsch essen gegangen. Es war sehr lecker und traurig.

Mein Flug war sehr gut und es war gut, meine Freunde und Familie wiederzusehen. Meine Familie hat mich mit Amerikaflaggen begrüßt und meine Freunde hatten alle einen Buchstaben von „Willkommen“ in der Hand. Es war echt sehr lieb und ich habe mich sehr darüber gefreut. Ein paar Tage später habe ich dann auch schon mit dem Unterricht gestartet. Es war dort natürlich auch sehr gut und erfreulich meine Freunde und Lehrer zu sehen. Ich bin jetzt seit knapp einer Woche wieder in Deutschland und Freunde haben mir jetzt schon so oft gesagt: „Jetzt lachen wir, als wenn du nie weggewesen wärst“ und das stimmt! Natürlich habe ich diverse Sachen „verpasst“, aber dafür habe ich sooo viel erlebt!

Vielen Dank an ODI für das Kölner Stipendium und an meine Eltern, die mir meinen Traum von einem Auslandsjahr dies ermöglicht haben! Danke!!


3 Kommentare

Nadja Kahlau · 16. Juni 2016 um 10:58

Liebe Charlotte, willkommen zurück!:) Das freut mich sehr, dass Du so viele positive Erlebnisse und Erinnerungen aus Deinem amerikanischen Leben mitnehmen kannst.

Lisa D. · 20. Juni 2016 um 10:00

Es ist toll zu lesen, wie gut Dir die Zeit in den USA gefallen hat. Diese Erlebnisse wirst Du sicher ein Leben lang in guter Erinnerung behalten 🙂

Linda · 21. Juni 2016 um 15:17

Wow, das hört sich an, als hättest du ein unvergessliches Auslandsjahr verbracht. Sehr schön!

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