Hallo ihr Lieben, Open Door International e.V., ODI, Schüleraustausch, Ausland, USA, Stipendium, Amerika, Weihnachten, Silvester, Neujahr, Weihnachtszeit, Advent

nun ist sie auch schon da – die Zeit, die man mit der Familie verbringt, in der man zusammensitzt, Weihnachtsmusik hört, Kekse backt und Weihnachtsfilme guckt. Und zum ersten Mal in meinem Leben wird diese Zeit anders verlaufen als die Jahre zuvor.
Natürlich gibt es einige Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen Weihnachten und dem amerikanischen, aber einige, für mich relativ große Unterschiede, sind mir schon aufgefallen. Denn anders als wir „feiern“ die Amerikaner keinen Advent. Dementsprechend gibt es auch keinen Adventskranz. Mir ist dieser Unterschied leider erst zu spät aufgefallen, sonst hätte ich meiner Familie natürlich einen gebastelt. Aber meine Gastmutter hat schon gefragt, ob wir ihr nächstes Jahr einen Adventskranz schicken können, damit sie diese Tradition übernehmen kann. 🙂

Ein etwas anderer Adventskalender

Auch die Tradition des Adventskalenders wird hier anders zelebriert. Schokoadventskalender werden hier in den Läden nicht verkauft, stattdessen haben einige Familien eine Art „großes Bild“ mit 24 Schritten bis Weihnachten. Dieses Bild kann zum Beispiel der Bart von Santa sein, auf dem man dann mit einer Pinnadel jeden Tag einen Stück näher an Weihnachten rückt. Meine Mutter wollte ein wenig deutsche Tradition in meine Gastfamilie bringen, und so bekamen meine Gastgeschwister einen deutschen Schokoadventskalender geschenkt, bei dem sie nun jeden morgen ein Türchen öffnen und die gute deutsche Schokolade genießen. Auch ich bekam einen Haribo- und einen selbstgebastelten Adventskalender geschickt.

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Selbstgemachter Kalender von meiner besten Freundin                    Haribo Kalender von Mami

Nikolaus – who is that?

Ein weiterer Unterschied ist, dass man hier noch nie von Nikolaus gehört hat. Als Reaktion bekommt man nur „Who is that?“. In etwa die gleiche Reaktion bekommt man, wenn man von deutschen Weihnachtsmärkten erzählt. Ob sie so wirklich verstanden haben, was das denn eigentlich ist, bezweifle ich. Denn als Antwort bekam ich: „The only thing we have, is the christmas section at Walmart“ (Das einzige was wir haben, ist die Weihnachtsabteilung im Walmart (Supermarkt)). Natürlich kann man die Weihnachtsabteilung in einem Supermarkt und einen traditionellen Weihnachtsmarkt nicht vergleichen.

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Mein Nikolausgeschenk

Eine Tradition, die für mich neu war, ist Elfie. So wie ich es verstanden habe, entspringt diese Tradition aus dem Buch „Elf on a Shelf“. Elfie kommt zu den Kindern in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember. Er beobachtet die Kinder in der Weihnachtszeit und erzählt Santa dann, ob die Kinder sich gut verhalten haben. Jeden Morgen kann man Elfie an einem anderen Ort im Haus finden. Manchmal hinterlässt er sogar Nachrichten. Den Eltern macht diese Tradition auch Spaß, da sie kreativ sein können, und die Kinder lieben es, morgens aufzuwachen und Elfie zu suchen.

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Elfie am 1. Dezember

Der Weihnachtsbaum kann nicht früh genug stehen

Generell beginnt die Weihnachtszeit relativ früh. Wie bei uns auch, kann man Weihnachtsdekoration und Süßigkeiten schon Wochen vorher in den Läden kaufen. Aber auch angebracht wird die Dekoration hier eher. Meine Gastmutter hätte ihre Dekoration am liebsten schon vor Thanksgiving angebracht, aber da es noch nicht feststand, ob wir Thanksgiving bei uns oder meiner Tante feiern, wollte sie dann doch lieber warten. Als ich vom Black Friday Shopping am 27. November wieder kam, stand dann schon der geschmückte Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Natürlich kann ich das Weihnachten hier nur mit meinem persönlich erlebten Weihnachten in Deutschland vergleichen und meine deutsche Familie legt die Geschenke nicht unter den Baum, geschweige denn 3 Wochen vor Weihnachten. Nachdem meine Gastmutter herausgefunden hat, dass ich gerne Geschenke einpacke, bin ich zum Weihnachtsgeschenke-Einpacker ernannt worden. Jedes Mal, wenn sie ein neues Geschenk gekauft hat, darf ich es einpacken und danach wandert es unter den Baum. Als ich sie dann fragte, wie sie den Kindern erklärt, dass sie die Geschenke einpackt aber Santa sie doch eigentlich bringt (?), erzählte sie mir, dass Santa nur einige Geschenke bringt und der Rest von der Familie kommt. Für mich etwas ungewöhnlich, aber jeder hat nunmal seinen eigenen Weg, die Dinge handzuhaben.

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in die amerikanischen Weihnachtsbräuche geben & wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest!


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