Naja, zu dieser Frage kann ich ein absolutes Nein geben, denn die Schulen sind viel zu viel verschieden um sogar mit einem „ähnlich“ zu antworten. Wie ihr jetzt richtig vermuten magt, geht es überraschender Weise um meist Unterschiedlichkeiten und einige Gemeinsamkeiten zwischen der Privatschule, die ich in St. Paul Minnesota besuche und dem Gymnasium in Gelsenkirchen.

Schüleraustausch, USA, Amerika, Auslandserfahrung, Schule, ODI, Stipendium, Open Door International e.V.Bei meinem ersten Besuch der Schule (ich dachte, ich hätte Schule, was nicht stimmte) bin ich mit meiner Gastmutter und meinen drei anderen Gastbrüdern in ein ziemlich großes Gebäude reingegangen. Ich dachte erst, das sei ein Scherz von meiner Gastmutter. Nein.. es war kein Scherz. Aber meine Schule befindete sich doch tatsächlich in dem Gebäude. Also nicht das riesige Gebäude war meine Schule sondern nur ein kleiner Teil im ersten Stock und etwas vom zweitem, was mich aber keineswegs stört, denn ich liebe meine Schule so wie sie ist. Ich habe erstmal mit der Sekretärin geredet, was hier vor sich geht und warum niemand in der Schule ist und sie meinte dann, dass die Schule erst nächste Woche anfinge. Anschließend kam dann ein Lehrer zu unserer Sekretärin „Ms. Ginger“ und er hat dann nach unseren Namen und nach der Herkunft gefragt. Als ich dann meinen Namen gesagt habe, wusste er sofort woher ich herkomme. Ich habe völlig schockiert und habe nachgefragt woher er denn mein Heimatland kenne und er antwortete mir, dass er alle Profile der Schüler bestmöglichst einstudiert hat. Das war zwar ein wenig gruselig aber es gab mir das Gefühl, dass die Schüler in der Schule sehr wichtig sind und jeden einzelnen auch respektieren. Nach unserem kleinen Gespräch mit dem „social studies“ Lehrer Mr. T sind wir dann auch wieder nach Hause gefahren.

An meinem ersten offiziellem Schultag hatten wir Orientierungsstunden, wo die Lehrer und eine Schülerin vom letzten Jahr uns gezeigt haben, was sich wo befindet und wie man sich an verschiedenen Orten verhalten soll. Daraufhin haben wir unsere „Locker“ bekommen. Das Öffnen dieser Locker ist so eine Sache, die nicht immer sehr leicht ist. Am Anfang war das Öffnen schon recht kniffelig aber mittlerweile geht es eigentlich. Dann mussten wir einige Tests in Englisch, Mathe und Naturwissenschaften schreiben, damit die Schule unseren Bildungslevel bestimmen konnte. Anhand dessen wurde dann entschieden in welchen Englisch und Mathekurs wir hineinversetzt werden. Den Rest der Fächer konnten wir dann selbst wählen. Die Fächer hier und zu Hause sind ebenfalls ganz verschieden. Man hat hier Fächer von jeder Kategorie, sprich das Bauen und Erarbeiten von Flugzeugen (im Sinne von Papierflieger und anderes Fliegendes was handlich ist) bis zum Gitarrespielen und Yearbook. Das sind dann auch Fächer, die genau so wie Algebra, Biologie und Geschichte als „echte“ Fächer unterrichtet werden und nicht nur als Arbeitsgemeinschaft oder ähnliches.

Die Lehrer in der Schule unterscheiden sich gewaltig von den Lehren in Deutschland. Hier sind sie offener und „näher“ zu den Schülern. Das heißt, dass man mit denen jede Menge Spaß im Unterricht haben und trotzdem eine gebildete Unterrichtstunde vollbringen kann. Also ganz viele Grüße an einige Lehrer in Deutschland aus den USA: Es ist möglich!

Die einzige Gemeinsamkeit, die ich an der Schule herausgefunden habe, ist die Mittagspause. Denn die ist meist in beiden Ländern ziemlich langweilig, weil man dort nur mit seinen Freunden sitzt und sich schon langweilt. Aber die Motivation ist stets mit mir. Also lass ich mich nicht davon runterziehen.

So das wars dann auch meinerseits jetzt und bis zum nächsten mal.

 


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