Wann genau bist Du aus Deutschland abgereist und wie war der Abschied für Dich?

Ich bin am 23. August 2013 abgereist, aber von meiner Familie habe ich mich einen Tag vorher verabschieden müssen. Die Verabschiedung war sehr schwer für mich und wenn ich zurückblicke, hatte ich erst dann richtig realisiert, für wie lange die Trennung war/ist. Die wirkliche Verabschiedung war sehr traurig und nass, aber sobald ich mich umgedreht hatte und weggelaufen bin, ging es mir wieder besser.

Findet Dein Umfeld zuhause, dass Du Dich seit Deiner Abreise verändert hast?

Ja! Ich bin zwar in regelmäßigem Kontakt mit meinen Freunden und meiner Familie, aber Facebook und Skype kann nicht alles ersetzen. Ich habe einiges verpasst, und sie haben einiges verpasst. Meine Freunde haben zum Beispiel mal erwähnt, dass ich um einiges mehr lache und glücklicher wirke!  🙂

Kannst Du an Dir selber eine Veränderung bzw. Entwicklung feststellen? Welche?

Ich bin selbstständiger! Dadurch, dass meine Eltern nicht immer da sind, treffe ich mehr Entscheidungen alleine. Meine Gastfamilie hilft mir natürlich auch, aber es ist natürlich anders. Außerdem lache und lächele um einiges mehr, wie auch meine Freunde sagen. Das Leben hier gefällt mir einfach super und es kommt mir richtig komisch vor in weniger als 3 Monaten zurückzugehen.

Gibt es Verhaltensmuster oder Ideen, die Du auf jeden Fall mit in den deutschen Alltag nehmen willst?

Ich möchte versuchen, offener zu sein und mit einer mehr positiven Einstellung an Dinge heranzugehen. Ich habe sehr viele Leute hier kennengelernt, die genau das machen und ich möchte dasselbe tun!

Wie würdest Du die Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Jugendlichen beschreiben?

Zuerst einmal, es gibt hier nicht wirklich einen typischen amerikanichen Jugendlichen, es gibt verschiedene Gruppen. Generell gibt es keine großen Unterschiede, nur ein paar Kleinigkeiten. Hier verbringt man mehr Zeit in der Schule und die meisten Schüler sind auch sehr stolz auf ihre Schule und ihr Team, während in Deutschland die meisten Sporte über Vereine laufen. Außerdem gibt es hier auch mehrere „Gruppen“ von Jugendlichen, d.h. es gibt viele verschiedene Cliquen mit verschieden Interessen. Ein Gerücht, dass man immer hört ist, dass Amerikaner dicker sind als Deutsche. Das trifft vielleicht auf ältere Generationen zu, aber nicht auf die meisten Teenager (zumindest an meiner High School!!

Hast Du noch konkrete Pläne für die Zeit bis zur Rückkehr?

Glücklicherweise darf ich einen ganzen Monat länger bleiben als erwartet und kann deshalb einen Teil der Sommerferien bleiben. Wir werden warscheinlich einen kleinen Urlaub machen, z.B. in Michigan und ich werde auch den „4th of July“ noch miterleben. Ansonsten hoffe ich, dass ich auch zum „Prom“ gehen kann, ein Schulball für Juniors und Seniors.

Schüleraustausch USA - individuelle Veränderungen

Schüleraustausch USA

Schüleraustausch USA: individuelle Veränderungen

Schüleraustausch USA

Das erste Bild ist vom Bowling mit unseren Nachbarn, Gavin hatte aber nur „Root-Beer“ (obwohl es vielleicht danach aussieht, kein Alkohol) und das zweite war draußen. Seit gestern ist aber wieder eine ca. 20 cm hohe Schneeschicht auf dem Straßen.

Viele Grüße aus MN

Clara 🙂

Kategorien: Clara in den USA

4 Kommentare

Lena · 2. Mai 2014 um 09:28

Hallo Clara, was ist denn root beer? 😉

Clara

Clara · 5. Mai 2014 um 04:58

Hallo Lena,

Root beer ist ein Getränk wie ein Soft drink. Es ähnelt im Geschmack Dr. Pepper und wird manchmal sogar mit Vanille eis drinnen serviert 🙂 Das heißt dann Root Beer Float

Lena · 6. Mai 2014 um 13:44

Das gibt es nur in den USA oder?

    Clara

    Clara · 11. Mai 2014 um 18:36

    Root beer wird von verschiedenen Marken angeboten, hier ist „A&W“ die bekannteste, die es teilweise auch in Deutschland gibt. Wenn du es probieren möchtest, guck bei Edeka nach aber ich kann keine Versprechen machen 🙂

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