Elternstimmen

Lesen Sie hier, was die Eltern unserer Austauschschülerinnen und Austauschschüler über ihre Erfahrungen berichten.

USA – Mutter von Hannah (2019-2020) und Gastmutter von Chihiro (2019-2020)

Mein Erfahrungsbericht als Gast- und Entsendemutter


Nachdem unsere älteste Tochter Lotte 2018/19 ihr neuntes Schuljahr mit ODI in Ottawa/Kanada verbracht hatte, mussten wir uns im vergangenen Sommer (kaum dass die große Schwester wieder da war) erneut von einem Kind trennen: Hannah wollte ihren langgehegten Traum erfüllen, ein Jahr in den USA zu leben und eine richtige US-amerikanische Highschool zu besuchen. Wir rechneten mit einer intensiven Familienzeit nach unserem gemeinsamen Kanadaurlaub und waren einigermaßen überrumpelt, als wir informiert wurden, dass Hannahs Schuljahr in Indianapolis bereits am 2. August beginnen sollte.
So wurde in höchster Eile gepackt, eine riesige Liste an Besorgungen abgearbeitet, Gastgeschenke gekauft, um das Visum gebangt ---- und zum tränenreichen Abschied blieb kaum Zeit. Fällt es leichter, das zweite Kind gehen zu lassen, weil man sich als Eltern schon an ein „Loch in der Familie“ gewöhnt hat? Nein. Denn es ist jedes Mal anders und irgendwie neu aufregend. Wir hofften auf einen guten Start, tolle Erfahrungen, eine nette Gastfamilie, eine sanfte Landung in der neuen Schule --- kurz: auf viele freundliche hilfsbereite Menschen.

Hannah knüpft in kurzer Zeit viele Freundschaften

Und Hannah wurde nicht enttäuscht. Natürlich musste sie sich an neue Sitten gewöhnen, an andere Regeln, an Konflikte mit einer mitunter anstrengenden Gastschwester, die sie so von zuhause nicht kannte. Sie musste sehr flexibel sein, was ihre sportlichen Pläne anging (aus Cheerleading wurde Fußball und aus Basketball wurde Schwimmen), da der sportliche Ehrgeiz mancher Teams weit über den an unseren Schulen hinausging, aber wir merkten während unserer 1-3-wöchig stattfindenden Facetime-Sitzungen, dass Hannah an jeder Entscheidung wuchs, dass in jeder Schwierigkeit auch neue Chancen lagen und dass sie schon in kurzer Zeit unglaublich viele innige Freundschaften knüpfen konnte. Auch wenn uns das quirligste unserer Kinder sehr fehlte, lernten auch wir als Familie durch diesen Austausch. Einerseits durch den veränderten Blickwinkel auf den American Way-of-Life, an dem uns Hannah teilhaben ließ, andererseits durch eine Verschiebung der Beziehungen der Geschwister untereinander und zu uns Eltern. Es ergaben sich einfach neue Konstellationen bei Unternehmungen oder Spieleabenden, beim gemeinsamen Filmgucken oder Diskussionen am Essenstisch. Die Familiendynamik veränderte sich, mal zum Positiven, aber auch immer mal zum Negativen, wenn Hannahs positive fröhliche Art oder ihr Widerspruchsgeist fehlten ...

Diese Konstellation änderte sich erneut Mitte September: Denn wir sollten auch in diesem Jahr nicht nur entsendende, sondern auch aufnehmende Familie sein. Nach dem wir im vergangenen Jahr Erfahrungen mit einem US-amerikanischen PPPler machen konnten, hatten wir uns in diesem Jahr (aufgrund des ja nun erneut freistehenden Kinderzimmers) dafür entschieden, eine japanische Schülerin in Lottes Alter aufzunehmen.

Chihiro zieht bei uns ein

Chihiro zog Mitte September nach einem mehrwöchigen Sprachkurs in Köln und 2 Jahren Selbststudium der deutschen Sprache in Japan bei uns ein. Die Chemie stimmte von Anfang an, soweit man das bei nicht unerheblichen Kommunikationsschwierigkeiten sagen kann. Da wir nicht auf eine zweite Sprache ausweichen wollten (Ihr Englisch war nicht viel fortgeschrittener als ihr Deutsch), bemühten wir uns also, Chihiro möglichst leicht verständlich, langsam und mit viel Zeichensprache in unseren Alltag zu integrieren. Und sie machte es uns wirklich leicht. Sie bewies große Anpassungsfähigkeit (denn wir müssen als lebhafte nun fünfköpfige Familie wie ein Tsunami über sie hinweggefegt sein) und Neugier auf alles, was wir taten oder ihr vorschlugen. Wir holten sie an einem Samstag ab, am Sonntag konnte sie Fahrradfahren, ab Montag ging sie mit Lotte in die Schule, wo ihr schon weitgehend nach ihren Wünschen) ein individueller Stundenplan zusammengestrickt  worden war. Ab Dienstag war sie Teil von Lottes Hockeymannschaft, obwohl sie zuvor noch nie einen Schläger in der Hand gehabt hatte, 2 Wochen später spielte sie ihr erstes Turnier, drei Wochen später hatte sie den ersten Klarinettenunterricht in der Musikschule und lernte deutsche Volkslieder.
Sie staunte über die Nähe zu Belgien und Holland, wir machen Ausflüge nach Aachen, Köln, Bonn und Hamburg und genossen mit Chihiro 2 wunderschöne Herbstferienwochen auf Kreta.

In Schulwochen saß sie mit höchster Konzentration jeden Nachmittag und auch am Wochenende an ihren Hausaufgaben, obwohl ihr Erörterungen oder Analysen von Texten gänzlich fremd waren. Das japanische Schulsystem besteht offensichtlich zu großen Teilen auf dem Auswendiglernen vorgelegter Texte und Sachlagen, kritisches Hinterfragen, Formulierung eigener Ansichten etc.  ist weitgehend unerwünscht. Es machte sie sprachlos, dass Schüler Meinungen von Lehrern widersprechen durften und das sogar geschätzt wird, dass unsere Kinder mit uns über persönliche Belange, Regeln, Politik oder Bücher diskutieren, dass sie uns nicht immer ernst nehmen und dass auch schon mal lautstark gestritten wird, wenn die Emotionen hoch gehen. Sie lernte, dass wir Kinder und Jugendliche viel früher an eigenständiges Denken und Handeln heranführen und warum uns das wichtig ist, dass wir neben Wertschätzung auch Kritik sehr wichtig finden. Sie nannte uns von Anfang an Mom und Papa und genoss es schnell, sowohl mit ihren Gastgeschwistern zu kuscheln als auch von uns Eltern immer mal in den Arm genommen zu werden. Für uns hingegen war es unglaublich bereichernd, wenn sie erzählte, wie das Familienleben in Japan abläuft, welche Feste dort gefeiert werden, wie ihr Tagesablauf dort ist und der Zusammenhalt ihrer Familie. Wir haben viele kleine Einblicke in ihre Kultur und ihre Welt bekommen und sind seitdem fest entschlossen, in den nächsten Jahren nach Japan zu reisen und sie dort zu besuchen.

Beide Kinder sind sehr unterschiedlich

Chihiro ist eine völlig andere Persönlichkeit als Hannah, sodass kaum Gefahr bestand, sie als „Ersatzkind“ zu sehen. So sehr uns Hannah auch fehlte, so sehr waren wir glücklich, eine weitere Tochter hinzugewonnen zu haben.
Während unseres Skiurlaubs Anfang Januar in Frankreich fielen die ersten Schatten auf dieses sehr besondere und wunderschöne Familienjahr: Japan wurde wesentlich früher von den ersten Corona-Infektionen heimgesucht, bereits im Februar schlossen sämtliche Schulen und das öffentliche Leben wurde dort eingeschränkt. Chihiro hatte kaum Kontakt zu Familie und Freunden zuhause, aber wir Eltern verfolgten die Entwicklung schon Anfang des Jahres mit bangen Blicken. Mit der „Nicht-Absage“ des rheinischen Karnevals war die Entscheidung gegen eine frühzeitige Eindämmung der Pandemie in Deutschland gefallen. Wir nutzten trotz frühzeitiger Vorsichtsmaßnahmen diese besondere Zeit: Chihiro gestaltete den Wagen des Hockeyvereins mit und genoss das Kamellewerfen und die unbekümmerte Verrücktheit des Straßenkarnevals. Kurz danach erreichten uns Nachrichten über die ersten Krankheitsfälle aus dem unmittelbaren Umfeld, Anfang März endete abrupt und doch nicht überraschend ihre deutsche Schulzeit, ebenso das Hockeytraining und die Musikschule.

Corona hält Einzug in unsere Leben

Zeitgleich stellte auch Hannahs Highschool auf E-Learning um. Während hier Hamsterkäufe und Pandemiewarnungen allgegenwärtig wurden, verharmloste Präsident Trump die Infektwelle allen Warnungen zum Trotz, während der Gouverneur von Indiana früher als die meisten anderen das öffentliche Leben bis schließlich hin zu einer Ausgangssperre einschränkte.
Während wir in den ersten 7-8 Monaten dieses Schuljahres relativ loser Kontakt zu ODI bestand, einfach weil die Situation es nicht erforderte und wir wunderbar in unseren (Gast-) Familien und mit unseren (Gast-) Kindern klar kamen, machten wir die beruhigende Erfahrung, dass die Betreuung angesichts der besonderen Umstände ab März unkompliziert und immens intensiviert wurden. Wir sind sehr dankbar, dass aufgrund einer immer wieder kritisch bewerteten Faktenlage, das Wohlsein und die Sicherheit der Jugendlichen an erster Stelle standen und man sich auch vor unbeliebten Entscheidungen und klaren Stellungnahmen nicht drückte. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt des Austausches das Gefühl, allein gelassen zu sein, die Verantwortung des Abbruchs wurde uns Gott-sei-Dank abgenommen, alles wurde völlig transparent und unmissverständlich kommuniziert. Ich weiß nicht, ob wir in der Lage gewesen wären, selber diese Entscheidung zu treffen.

Schwierige Entscheidungen

Wir sperrten uns zu einem gewissen Maße dagegen: Hannah wollte nicht vorzeitig nach Hause, Chihiro wollte ihr freies aufregendes Leben hier in Deutschland nicht aufgeben. Wir Eltern wollten uns bei der eigenen Tochter nicht unbeliebt machen und die neue Tochter nicht mehr hergeben, weil wir sie so liebgewonnen hatten. Alle litten unter dem plötzlichen Abschied, alle wünschten sich sehnlichst, dass es doch noch wie durch ein Wunder anders käme. Chihiro hat in den letzten Tagen hier viel geweint, wir haben versucht, zu trösten, fühlten uns aber selber ganz elend. Unsere Pläne waren andere. Wir hatten Aufenthalte in Trier und Dresden geplant, gemeinsames Segeln, Grillen im Garten, Fahrradtouren und Hockeyzeltlager, Hannah hingegen wollte mit ihrer Gastfamilie nach Chicago und während des Springbreak in die Karibik  und noch viel mehr Zeit mit ihrer Gastfamilie verbringen --- es schien alles irgendwie ungerecht und gemein, diese Träume aufgeben zu müssen.

Das Elend und die existentiellen Probleme anderer in dieser Krise rückten unsere Klagen allerdings zurecht und lassen unsere Traurigkeit über das schnelle Ende des Austauschjahres ziemlich unwichtig erscheinen. Und was uns bleibt, ist ein unfassbarer Schatz an schönen Erinnerungen und die Gewissheit, in den USA und Japan neue Familienmitglieder hinzugewonnen zu haben.

Mutter von Hannah (USA, 2019-2020) und Gastmutter von Chihiro (Gast aus Japan, 2019-2020)

Kanada – Eltern von Mia (2019-2020)

Nach einem zehntägigen Aufenthalt in der Nähe von Oxford und einem Hockeycamp in Ramsgate, wollte unsere Tochter Mia gerne ein halbes Jahr im Ausland verbringen. Zunächst interessierte sie sich für einen Aufenthalt in den USA. Angesichts der politischen Gegebenheiten verlagerte sich ihr Ziel nach Kanada.

Auf der Infoveranstaltung in der 9. Klasse an ihrem Gymnasium erzählte eine Mitschülerin aus der Q1 von ihrem Aufenthalt mit ODI auf Vancouver Island. Mia war mit uns schon viel auf Reisen und wir hatten im Juli 2015 schon eine Tour über die Insel gemacht, so dass wir Frau Kühn mit Mias konkretem Wunschziel kontaktiert haben.
Der fünfmonatige Aufenthalt ab Ende August 2019 in Victoria hat ihr gut gefallen. Sie hatte ein tolles Hockeyteam, eine nette Gastschwester aus Brasilien und interessante Schulfächer (Fotografie, Marketing, Englisch und Mathe 11), auch wenn der Unterricht fordernd war und viele Hausaufgaben zu machen waren.

Während des Aufenthaltes hat sie sich mehr bei uns gemeldet als wir erwartet haben. Social Media hat es einfach gemacht, uns regelmäßig auf dem Laufenden zu halten.

Frau Kühn hat uns hervorragend unterstützt; auch bei den Formalitäten zum Study Permit, das Mia vorsichtshalber beantragt hat, um gegebenenfalls ihren Aufenthalt verlängern zu können.

Mia freut sich sehr auf das Nachbereitungsseminar im September, um ihre Freunde wiederzutreffen.

In dieser Zeit ohne unsere älteste Tochter haben wir ODI auch als Gastfamilie kennengelernt. Unsere mittlere Tochter hatte sich eine „Ersatz-Schwester“ gewünscht und wir haben uns für ein Mädchen aus Ecuador entschieden. Eine schöne Erfahrung, auch wenn die beiden Mädchen sich nicht so eng angefreundet haben.

Wir haben ODI im Freundeskreis unserer Kinder schon weiterempfohlen und würden uns für Mias Schwester und Bruder wieder an ODI wenden, falls die Kinder ebenfalls Interesse an einem Auslandsaufenthalt haben.

Mutter und Vater von Mia (2019-2020)

USA – Eltern von Navina (2018-2019)

Unser Kontakt mit der ODI begann, als sich unsere Tochter für das Weltenbummler-Stipendium bewarb und schließlich ein Teilstipendium erhielt. Die große Freude zum Einstieg hat uns getragen und wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Team von ODI immer wieder lebendig gehalten.

Wir empfanden den Kontakt stets sehr freundlich, offen zugewandt und absolut zuverlässig. Zur Klärung diverser Fragen haben wir ausnahmslos noch am selben Tag telefonisch oder per E-mail eine professionelle Rückantwort erhalten. Auch sahen wir uns individuell betreut, verstanden und beraten. Bei aller Bereitschaft unsere Tochter in die Welt zu schicken, gaben emotionale Unterstützung und der Informationsfluss z.B. über entsprechende Handouts in der Vorbereitungsphase, während des USA-Aufenthaltes von Navina und in der Nachbereitungsphase Sicherheit und Vertrauen. Sehr hilfreich erlebten wir auch das von ehemaligen ODI-Austausschülern ehrenamtlich (!) organisierte und begleitete Elterntreffen.

Super erfrischend wirkte auf uns die Motivation und Gelassenheit der einzelnen MitarbeiterInnen von ODI, die offensichtlich Freude an ihrer Arbeit haben. Abschließend können wir die kleine und überschaubare Organisation ODI wärmstens empfehlen, da sie unser aller Boot in diesem wunderbaren Abenteuer bis zur Ankunft im heimatlichen Hafen souverän begleitet hat.

Vielen herzlichen Dank für alles!

Mutter und Vater von Navina (2018-2019)

Kanada – Mutter von Alexandra, Juliane und Christian (2018-2019)

Seit einem sehr erfolgreichen, durch die Schule organisierten zwei-wöchigen Schüleraustausch im sechsten Schuljahr träumte unsere Tochter stets davon, einen „langen“ Auslandsaufenthalt in Nordamerika zu erleben.

Lange war ihr nicht klar, ob es im französisch- oder englischsprachigen Raum sein sollte. Im Rahmen einer AJA Info-Veranstaltung hatte Juliane im Sommer 2017 dann die Gelegenheit, Frau Kühn von ODI kennen zu lernen und alle ihre Fragen zu stellen. Und Frau Kühn hatte tatsächlich die Lösung für sie!!! Frau Kühns Freundlichkeit und Kompetenz haben unser Kind dann auch dazu veranlasst, sich gleich am nächsten Tag bei ODI für einen fünf monatigen Aufenthalt ab September 2018 in New Brunswick, der einzigen bilingualen Provinz Kanadas, zu bewerben!

Es ist für Eltern ja immer ein großer Schritt, das eigene Kind ziehen zu lassen, aber Dank der positiven Betreuung waren wir von Beginn an sicher, das Richtige zu tun.

Als es nur noch gute vier Monate bis zur Abreise und alle Planungen im Prinzip schon abgeschlossen waren, wurden Julianes Drillingsgeschwister Alexandra und Christian vom Reisefieber angesteckt und haben sich ebenfalls kurzfristig für einen Aufenthalt in Kanada ab September beworben. Anfangs sah es nicht gut als, es schien schon zu spät zu sein, aber Frau Kühn und ODI schafften das Unmögliche und fanden für unsere beiden Nachzügler tatsächlich noch jeweils einen Platz in Winnipeg, Manitoba! Am 2. September 2018 haben wir also alle drei Kinder mit ODI nach Kanada geschickt.

Bei allen weiteren Fragen und Problemen hatte Frau Kühn auch stets ein offenes Ohr und gute Lösungen für uns parat. Die Kommunikation zwischen den kanadischen Stellen und ODI hat ebenfalls immer reibungslos funktioniert, sowohl im Vorfeld, als auch während der jeweiligen Aufenthalte. Juliane musste zum Beispiel wegen eines Unfalls die kanadische Krankenversicherung in größerem Umfang in Anspruch nehmen, ohne dass wir Vorabzahlungen zu leisten hatten. 

Inzwischen sind alle drei Kinder wohlbehalten zurück und haben – jeder auf seine Weise – einzigartige Erfahrungen gesammelt und neue Freunde gefunden. Sie freuen sich schon sehr auf das Nachbereitungsseminar im September, um mit Gleichgesinnten noch einmal Erinnerungen auszutauschen. Und wir Eltern haben ODI im Freundeskreis an eine gute Freundin unserer Kinder weiter empfohlen. Bei ihr stehen demnächst fünf Monate in New Brunswick an.

Von uns bekommen ODI und Frau Kühn „volle Punktzahl“ in allen Kategorien!

Mutter von Alexandra, Juliane und Christian (2019)

USA – Mutter von Tim (2018-2019)

Unser Sohn Tim verbringt gerade die letzten Wochen seines Auslandsjahres in den USA.

ODI hat für ihn eine wunderbare Gastfamilie in Indiana gefunden. Besonders wichtig waren Infos und Ratschläge durch einen ODI-Returnee. Tim wurde geraten offen für alles, was sich während des Austauschs ergibt, zu sein und sich nicht auf einen bestimmten Ort, Sportangebot o.ä. festzulegen. So haben sich für Tim ganz neue Perspektiven eröffnet.

Bei der Vorbereitung des Austausches wurden wir kompetent unterstützt und Tim wird regelmäßig von der Partnerorganisation vor Ort kontaktiert. Wir freuen uns über zahlreiche E-Mails der Gast-Eltern, die sich liebevoll und mitfühlend um Tim kümmern. Tim lässt uns sowohl durch Fotos als auch durch WhatsApps und WhatsApp-Telefonate an seinen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben.

Wir sind begeistert davon, welche Wertschätzung den Schülern entgegengebracht wird. Tim hat im Herbst im Schulteam Tennis gespielt und im Moment nimmt er an "Track and Field"-Wettkämpfen teil. Seine Leistungen werden auf wunderbare Weise gewürdigt, zum Beispiel durch Senior Banner.
Er hat an zwei abendlichen Ballveranstaltungen teilgenommen. Wir haben seine "Cap, Gown & Tessil" für die Abschlussfeier der Schule gemeinsam bestellt.

In wenigen Wochen werden wir Tim abholen. Seine Gasteltern haben uns zu sich eingeladen und wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und darauf, seine Gastfamilie richtig kennen zu lernen.

Mutter von Tim (2019)

Argentinien – Mutter von Emily (2016-2017)

Unser Abenteuer „Austauschjahr“ begann bereits als Emily 14 Jahre alt war. Sie überraschte uns mit der Idee, eine längere Zeit im Ausland verbringen zu wollen. Wir unterstützten sie sofort dabei, da wir von den positiven Auswirkungen auf die Entwicklung von Jugendlichen überzeugt waren und sind. Die USA sollten es sein. Schon sehr früh hatte Emily angefangen, sich ihre amerikanischen Lieblingsserien in Originalton anzuschauen und sie liebte die englische Sprache.

Nun ging es an den schwierigsten Part: die Auswahl einer Austauschorganisation. Auf einer Schüleraustauschmesse sammelten wir haufenweise Prospekte ein, wälzten diese zu Hause und recherchierten parallel im Internet. Die angebotenen Programme und auch Preise ähnelten sich zum Teil sehr und ich empfand es wirklich als eine Herausforderung, die geeignete Organisation zu finden, der wir unsere Tochter anvertrauen wollten. Mit der Zeit kristallisierten sich ein paar heraus, bei denen sich Emily online bewarb und wir hatten ein sehr angenehmes Auswahlgespräch bei der Betreuerin einer Organisation. Wir fühlten uns gut aufgehoben und für Emily begann nun der anstrengende Teil, die Unterlagen für die Partnerorganisation in den USA vorzubereiten. Viele Fragebögen auf Englisch beantworten, einen Brief an die zukünftige Gastfamilie schreiben, Fotos raussuchen.

Seit der ersten Idee zum Austauschjahr war mittlerweile schon ein Jahr vergangen. Doch dann der Schock: Wir erfuhren, dass unsere Austauschorganisation Insolvenz anmelden musste. Ob der Austausch überhaupt durchgeführt werden konnte, stand in den Sternen. Für Emily brach erstmal eine Welt zusammen, ihr Traum drohte zu platzen. Aber für meinen Mann und mich stand sehr schnell fest, dass wir das nicht zulassen wollten. Die Parole hieß: Zurück auf null und nochmal von vorne anfangen.
Da inzwischen schon so viel Zeit ins Land gegangen war und Emily sich natürlich weiterentwickelt hatte, besprach ich zunächst mit ihr, ob es eigentlich immer noch die USA sein sollten oder ob nicht auch ein anderes Land in Frage käme. Tatsächlich war sie da mittlerweile viel offener und konnte sich auch andere Länder und vor allem auch andere Sprachen vorstellen. In der Schule hatten sie ein paar Wochen zuvor Spanisch als dritte Fremdsprache begonnen und die Wahl viel daher auf ein spanischsprachiges Land. Die Suche nach einer Organisation begann von neuem und glücklicherweise stand wieder die Austauschmesse vor der Tür. Dort unterhielten wir uns zum ersten Mal mit den Mitarbeitern von ODI. Sie waren uns sofort sympathisch und ihre Begeisterung für die Austauschprogramme mit Südamerika war ansteckend. Letztendlich entschieden wir uns für ODI, weil sie ein Voll-Stipendium für Südamerika anboten für das Emily sich bewarb. Zwar bekam sie nicht den Zuschlag, aber wir haben die Entscheidung trotzdem keine Sekunde bereut. Die Wahl für Argentinien kam dann dadurch zustande, dass hier unserer Meinung nach das beste Programm im Land selbst angeboten wurde. Vor allem der Sprachkurs zu Beginn des Austauschjahrs überzeugte uns.

Wieder mussten Fragebögen beantwortet und Briefe geschrieben werden. Diesmal auf Spanisch, was nicht einfach war. Zum Glück kannten wir eine Muttersprachlerin, die uns half. Die Zeit verging nun wie im Flug. Das Vorbereitungsseminar in Köln, zu dem wir Eltern am 3. Tag auch dazu kommen konnten, ließ alles auf einmal sehr real werden. Wir bekamen viele Fragen beantwortet und Ängste wurden uns genommen. Und dann kam Anfang Juni der erlösende Moment und Emily bekam ihre Gastfamilie. Eine nette Familie mit drei Töchtern, eine davon in Emilys Alter, die sich genau wie wir auf dieses Projekt Schüleraustausch eingelassen und den umgekehrten Weg gewählt hatte, um eine andere Kultur kennenzulernen.  Emily hatte regelmäßig Kontakt zu ihnen bis zum Abflug, per E-Mail, WhatsApp und Facebook.

In den letzten Wochen gab es noch einmal viel zu tun - Impfungen, Visum usw. Über den Tag des Abschieds nachzudenken, dazu kamen wir gar nicht, und dann war er plötzlich da. Eigentlich wurde uns erst jetzt richtig bewusst, dass wir unsere Tochter 10 Monate nicht sehen würden. Und auch bei Emily kamen auf einmal Ängste hoch, der Herausforderung nicht gewachsen zu sein oder keine Freunde in Argentinien zu finden. Zum Flughafen haben uns dann zwei Freundinnen von Emily begleitet und diese Ablenkung hat uns die letzten Stunden sehr erleichtert. Ich würde es immer wieder so machen. Geholfen hat uns auch, dass sie nur den Flug von Bremen nach Frankfurt alleine bewältigen musste und ab dort dann in einer Gruppe mit anderen Austauschschülern geflogen ist.

Nach einem sehr langen Flug kam sie dann endlich in Córdoba an und nahm dort zunächst an der Einführungswoche der Partnerorganisation teil, wo ihnen allerlei Infos über Sitten und Gebräuche in Argentinien vermittelt wurden und auch schon die ersten Stunden Spanischunterricht stattfanden. Die Gastfamilien kamen dann am Ende der Woche, um ihre Gastschüler abzuholen. Diese Regelung fand ich sehr gut, weil sie Emily einen sanften Einstieg in das Austauschjahr ermöglichte. Trotzdem waren die ersten Tage in der Familie wegen der Sprachbarriere schon schwierig für sie. Aber das war wirklich nur die erste Zeit und je besser sie Spanisch sprechen konnte, desto besser lief es auch. Ihre gleichaltrige Schwester wurde bald ihre beste Freundin und von ihren Gasteltern wurde sie wie ein eigenes Kind behandelt. Auch Freunde zu finden, war durch die offene Art der Argentinier kein Problem für sie. Heimweh hatte Emily nur einmal kurz ganz am Anfang, danach nie wieder.

Mit den Mitarbeitern der Organisation vor Ort, die auch deutsch sprechen, hatte sie regelmäßig Kontakt und die Betreuung war sehr gut. Es wurden kleinere Tagesausflüge für die Austauschschüler veranstaltet und auch größere Reisen angeboten, um Argentinien besser kennenzulernen. Emily hat einige dieser Reisen mitgemacht und war immer begeistert. Außerdem bot die Organisation auch Vorbereitungskurse für die Sprachprüfung DELE an, woran Emily auch teilnahm und kurz vor ihrem Rückflug auch die Prüfung ablegte.

Die Zeit bis zu Ihrer Rückkehr ist dann viel schneller vergangen, als man denkt. Dass Emily nach Argentinien und nicht in die USA gegangen ist, haben weder sie noch wir bereut. Sie hatte tolle 10 Monate dort, spricht jetzt fließend Spanisch, hat sehr viel erlebt und erfahren und einen Alltag kennengelernt, der von der Offenheit und Lebensfreude der Argentinier geprägt ist. Wir hatten die ganze Zeit das Gefühl, dass sie gut aufgehoben ist. Auch über die Arbeit von ODI können wir nur Positives berichten. Wir und Emily wurden gut vorbereitet, wir konnten uns immer mit Fragen oder Problemen an unsere Betreuerin Jana Droste wenden und das Verhältnis war sehr persönlich und herzlich. Vielen Dank dafür!

Australien – Mutter von Emilia (2016)

Im Sommer 2015 während unseres Urlaubs in Griechenland stellte uns unsere damals 14-jährige Tochter Emilia aus heiterem Himmel die Frage, was wir davon hielten, wenn sie ein halbes Jahr ins Ausland ginge – zum Schüleraustausch. Mein Mann und ich waren überrascht, aber einhellig der Meinung, dass ein Auslandsaufenthalt während der Schulzeit auf jeden Fall eine wichtige und nachhaltige Erfahrung sei. „Nach Australien!“ informierte Emilia uns, und da mussten wir doch erstmal schlucken. „Wenn schon, dann richtig“, erklärte sie Wochen später ihrem Großvater, als der sie fragte, warum sie sich nicht für ein europäisches Land entschieden habe. Es stellte sich heraus, dass unsere Tochter sich bereits sehr intensiv mit dieser Idee auseinander gesetzt hatte, genau wusste, in welchem Zeitraum und wie lange sie den Austausch machen wollte (am Ende der 9. Klasse, um dann von der 10. Klasse nicht zu viel zu verpassen. Sie wollte nach dem Aufenthalt in Australien in ihre alte Klasse zurückkehren.). Außerdem hatte sie sich schon mehr oder weniger für eine Organisation entschieden. Eine Freundin war zuvor mit Open Door International e.V. (ODI) ein halbes Jahr in Neuseeland gewesen. Sowohl sie selbst als auch ihre Eltern waren mehr als zufrieden mit Organisation, Informationsaustausch und Betreuung vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt gewesen, und so entschieden wir uns mit einem sehr guten Gefühl für ODI.

Es folgte Emilias selbständige Online-Anmeldung, das Interview mit einer ehemaligen ODI Austauschschülerin bei uns zu Hause und nun die Auswahl einer High School im australischen Bundesstaat Queensland. Emilias Traum wäre eine Schule an der Sunshine - oder Gold Coast direkt am Strand gewesen, mit den Schulfächern Schwimmen, Tauchen und Surfen, aber da es mittlerweile bereits Februar 2016 geworden war, gab es an keiner der von ihr ausgewählten High Schools noch freie Plätze für deutsche Austauschschüler. An dieser Stelle unser Tipp: Sich tatsächlich so frühzeitig wie möglich mit der Auswahl der entsprechenden High School zu beschäftigen! Nach einem kurzen, verzweifelten Durchhänger beschäftigte Emilia sich nochmals sehr intensiv mit den Städten, der Landschaft und der Liste der Schulen Queenslands. Sie entschied sich für die Trinity Bay State High School in Cairns, wo sie auch angenommen wurde. Bei allen weiteren Schritten, die wir als Eltern erledigen mussten (Beantragung des Visums, Anmeldung bei der Schulbehörde, Abschluss von Versicherungen, Flugbuchung, Einrichten von Taschengeldkonten etc.) wurden wir von ODI sehr gut betreut und beraten, so dass wir zu keiner Zeit das Gefühl hatten, in Stress zu geraten oder irgend etwas vergessen zu haben.

Mitte Mai 2016 bekamen wir die Informationen über die Gastfamilie, in der Emilia während ihres Aufenthaltes leben sollte: Eine allein erziehende Mutter mit 19-jähriger Tochter, beide berufstätig, und 18-jährigem Sohn, der beim Vater lebte. Zunächst war Emilia von dieser Konstellation etwas enttäuscht. Sie hatte sich unter Gastfamilie etwas ganz anderes vorgestellt. Nachdem jedoch in den folgenden Wochen einige sehr herzliche Mails und diverse Fotos eingetroffen waren, wuchsen Neugier und Vorfreude, die Familie endlich kennen zu lernen.
3 Wochen vor Abreise fand das ODI Vorbereitungsseminar für die Teilnehmer/-innen am Austauschprogramm nach Australien, Neuseeland, Irland, Spanien und Frankreich in Köln statt. Für die Eltern wurde am Sonntagnachmittag ein Informationstreffen veranstaltet. Was ich als sehr angenehm und hilfreich empfand, war, dass es neben dem allgemeinen Infoteil auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit ODI Mitarbeiterinnen gab, in meinem Fall mit Gaby Kühn (Leitung Schüleraustausch von ODI und zuständig für die Australien-/Neuseelandprogramme). Emilia war die einzige Australien-Teilnehmerin, die von Frankfurt abfliegen sollte, was bedeutete, dass unsere 15-jährige Tochter zum ersten Mal in ihrem Leben alleine einen Langstreckenflug um die halbe Welt inklusive zweimaligem Umsteigen bewältigen würde. Im Gespräch mit Frau Kühn konnten sämtliche Bedenken ausgeräumt werden; und eine Woche vor Abflug ging sie in einem Telefonbriefing nochmals detailliert jeden Schritt der langen Reise mit Emilia durch.

Am Nachmittag des 1.Juli 2016 begleiteten wir Eltern und ihre beiden jüngeren Schwestern Emilia zum Flughafen Frankfurt, von wo aus sie ihre mehr als 30-stündige Reise nach Down Under antrat. Es war schon eine sehr seltsame und unwirkliche Situation, als sich die Türen der Sicherheitskontrolle hinter ihr schlossen, und uns langsam klar wurde, dass wir dieses Kind jetzt tatsächlich 5 Monate lang nicht sehen würden.
Wir hatten am Flughafen ein Abschiedsfoto von uns allen gemacht, das ich der Gastmutter per Mail zuschickte. Diese teilte uns gleich nach Emilias Ankunft mit, sie sei sehr glücklich darüber gewesen, denn so hätte sie unsere Tochter sofort an ihrer Kleidung erkannt und ohne lange Ausschau halten zu müssen in Empfang nehmen können. Da wir während der 33 Stunden, die Emilia sich in der Luft oder auf fremden Flughäfen befand doch relativ angespannt waren, freuten wir uns sehr über das Ankunftsbild, das wir von der australischen Partnerorganisation über ODI per Mail bekamen. Es zeigte unsere Tochter müde aber wohlbehalten neben ihrer Gastmutter.

Emilias Alltag in Cairns unterschied sich in sehr vielen Bereichen vollkommen von dem zu Hause. Sie wohnte mit ihrer Gastmutter, der 19-jährigen Tochter und deren Freund in einer kleinen Siedlung am Fuße des Regenwaldes ca. 12 km vom Stadtzentrum entfernt. Schon allein zur Bushaltestelle hatte sie einen Fußweg von einer halben Stunde, was bedeutete, dass sie für ihren gesamten Schulweg nahezu eine Stunde brauchte (falls niemand aus der Familie sie mit dem Auto in die Stadt mitnehmen konnte). Die Trinity Bay State High School ist mit ca. 1300 Schülern mehr als doppelt so groß wie Emilias Schule in Deutschland, Austauschschüler aus aller Welt gehören ganz selbstverständlich zum Schulalltag. Da die meisten Schüler genau wie sie einen relativ weiten Schulweg hatten, blieb Emilia nach der Schule häufig im Stadtzentrum und verbrachte den Nachmittag gemeinsam mit ihren australischen Freunden und anderen Austauschschülern im Einkaufszentrum, am Strand von Cairns, ging zum Schwimmtraining oder wurde zu den Familien ihrer Freunde eingeladen. In ihrer Gastfamilie wurde sie selbstverständlich in den Alltag mit eingebunden und wie ein weiteres Familienmitglied behandelt. Innerhalb kürzester Zeit lernte sie so auch den Bruder der Gastschwester, die neue Familie des Vaters und viele Freunde der Gastfamilie kennen.

Tatsächlich gewöhnte Emilia sich problemlos und sehr schnell in Familie, Schule und Umgebung ein, fühlte sich sehr wohl und war sowohl von der Offenheit und Herzlichkeit der Menschen als auch von der Faszination Australiens tief beeindruckt. Dass sie sich gut eingelebt hatte und offensichtlich in den australischen Alltag abgetaucht war, bemerkten wir vor allem daran, dass sie sich höchstens alle zwei bis drei Wochen bei uns meldete. Auf meine Frage, ob sie es bereue, in den Zwischenferien nicht mit der Schule nach Sydney gereist zu sein, antwortete sie: „Ich bin bestimmt nicht zum letzten Mal in Australien gewesen“. Zu den Höhepunkten ihres Aufenthaltes in Cairns gehört mit Sicherheit, dass sie an der High School ihre Tauchscheine zum „Open Water Diver“ und zum „Advanced Diver“ machen konnte … und das am Great Barrier Reef!

Als sich am 4. Dezember 2016 am Frankfurter Flughafen die Schiebetüren in der Ankunftshalle öffneten und ein braungebrannter, lachender Teenie mit zwei riesigen Koffern im Schlepptau in unsere Arme rannte, waren wir einfach nur überwältigt und unendlich stolz auf unser Kind! Sie hatte eine wunderschöne Zeit in Australien, hat unglaublich viel Neues erfahren, viele tolle Menschen kennen gelernt, aber letztendlich freute sie sich auch wieder so sehr auf zu Hause und vor allem auf ihre Schwestern. An ihrem ersten Abend zu Hause sagte sie diesen wunderbaren Satz: „Ich weiß meine Familie jetzt wieder so richtig zu schätzen.“

Wir sind 100% überzeugt davon, mit unserer Entscheidung für ODI die richtige Wahl getroffen zu haben. Wir hatten während Emilias gesamten Australienaufenthaltes das sichere Gefühl, dass sie gut aufgehoben ist, und wir uns jederzeit und mit welchem Anliegen auch immer an die Mitarbeiter von ODI wenden können. Es gab von unserer Seite nicht viele Fragen, aber der Kontakt war jederzeit sehr persönlich und unmittelbar. Herzlichen Dank dafür!

Mutter von Emilia (2016)

Kanada – Mutter von Anton (2016)

Eher zufällig kam ich auf einem Elternabend an der Schule unseres Sohnes Anton mit einer Mutter ins Gespräch, die mir von ihren positiven Erfahrungen mit ODI erzählte. Anton wollte gerne für ein halbes Jahr nach Kanada. Ich rief kurzerhand bei ODI in Köln an und erhielt kurzfristig einen Termin. Schon beim ersten Gespräch gefiel mir die persönliche Atmosphäre bei ODI. Hier herrschte auf keinen Fall Massenbetrieb. Die ruhige und professionelle Art von Frau Kühn sagte mir sehr zu. Sie strahlte Engagement, Kompetenz und Verbindlichkeit aus. Fast keine Frage ließ sie im Gespräch unbeantwortet und die offenen Punkte klärten wir unkompliziert und direkt telefonisch oder per E-Mail. Für sämtliche bürokratischen Fragen stand sie jederzeit zur Verfügung.

Im Laufe der weiteren Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt in Victoria auf Vancouver Island verstärkte sich mein Eindruck, die richtige Organisation gefunden zu haben. Zunächst fand ein Interview zwischen einer ehemaligen Austauschschülerin und Anton bei uns zu Hause statt und ein paar Wochen später ein Workshop, bei dem sich auch die Eltern kennenlernten. Beides hat Anton Selbstvertrauen und uns Eltern Sicherheit gegeben. Für mich war es interessant und beruhigend, anderen Eltern zu begegnen, die ebenso wie ich zwischen einem Gefühl von "nicht-so-recht-loslassen-können" und dem Wissen darum, dass ein Auslandsaufenthalt eine wirklich gute Erfahrung für einen jungen Menschen ist, hin und her schwankten.

Erst ein paar Tage vor seinem Abflug erhielt Anton die Daten seiner Gastfamilie, eine Familie mit zwei Kindern, die etwa im Alter seiner jüngeren Geschwister waren. Es stellte sich heraus, dass die Familie ein Glückstreffer für unseren Sohn war. Nicht nur die vergleichbare Familienstruktur, sondern auch die Tatsache, dass die Familie neben ihm noch einen vietnamesischen und einen chinesischen Austauschschüler in seinem Alter beherbergte. Durch Facebook hält er diese Kontakte natürlich aufrecht.

Während der sechs Monate hatten wir keinen Kontakt mit ODI, da alles reibungslos verlief und Anton bei Fragen in seinen Gasteltern gute Ansprechpartner fand. Entgegen den Empfehlungen von ODI sprachen wir jedoch jede Woche über Skype mit ihm. Das ist vielleicht nicht für jeden Jugendlichen das Richtige, aber für unsere Familie war es perfekt und es stand dem Eintauchen in eine andere Welt auch nicht entgegen.

Kurzum: Wir waren zufrieden mit ODI und werden unseren zweiten Sohn ebenfalls mit ODI auf die Reise schicken, wahrscheinlich nach Australien.

Mutter von Anton (2016)

Neuseeland und USA – Mutter von Leon (USA 2013-2014) und Vincent (Neuseeland 2015-16)

Für meinen älteren Sohn Leon stand schon relativ früh fest, dass er den Wunsch hatte, ein Jahr in den USA zur Schule zu gehen. In Zeiten von G8 entschieden wir gemeinsam, dass er nicht, wie nun üblich in der EF (10. Klasse) geht, sondern erst nach Abschluss der 10. Klasse. Über unsere Nachbarn haben wir Kontakt zu ODI aufgenommen und Leon startete im August 2013 sein Auslandsjahr.
In Kenosha/Wisconsin besuchte er gemeinsam mit seinem Gastbruder zunächst eine kleinere technisch ausgerichtete High School, die ihm jedoch nicht so zusagte wie die Partnerschule, eine richtig typische amerikanische High School. Bei dem nicht ganz unproblematischen High School-Wechsel hat uns ODI sehr geholfen. So hat er ein grandioses Jahr mit einem rekordkalten Winter bei seiner Gastfamilie verbracht.
 
Mein zweiter Sohn Vincent wollte 2015 auf jeden Fall in ein anderes englischsprachiges Land als sein Bruder. Als seine Wahl auf Neuseeland fiel, mussten wir erst einmal schlucken, da die Programmkosten für Neuseeland doch deutlich höher liegen. Für ihn war es sehr wichtig, sich die Schule aussuchen zu können und damit den Ort, an dem man diese einmalige Zeit verbringen wird. Seinem großen Hobby entsprechend hat uns Gaby Kühn die Riccarton High School in Christchurch mit ihrem International Skiclub vorgestellt, die es dann auch geworden ist. Dort angekommen war er zunächst mit seiner Gastfamilie gar nicht glücklich und wollte wechseln. So standen wir alle in enger Verbindung zu Frau Kühn, die uns sehr professionell und persönlich unterstützt hat. Ich denke, seine Erwartungshaltung war sehr hoch und er war enttäuscht, eine Gastfamilie zu haben, die schon unzählige Schüler betreut hat und damit auch ein Teil des Familieneinkommens bestreitet. Nachdem Vincent sich ein bisschen Zeit mit der Situation gegeben hat und der erste Kulturschock überwunden war, hat er schließlich doch das ganze Jahr in der Familie gelebt. Die Schule in Neuseeland mit Schuluniform, außergewöhnlichen Fächern, modernster Ausstattung und tollen Sportmöglichkeiten gefiel ihm von Anfang an sehr gut.
 
Wir Eltern waren mit ODI immer sehr zufrieden. ODI kann nicht vor eventuell auftretenden Problemen schützen, aber kann sehr persönlich und kompetent betreuen und Lösungen anbieten.
Vielen Dank für zwei überaus gelungene Schüleraustauschjahre, die unsere Söhne, aber auch uns, sehr bereichert haben.

Mutter von Leon und Vincent 2013-2016

Costa Rica – Mutter von Sophie (2015-2016)

„Warum eigentlich Costa Rica?“ Das war wohl die häufigste Frage, die uns von Freunden, Verwandten und Bekannten gestellt wurde und immer schwang mehr oder weniger Unverständnis für dieses ferne und unbekannte Land mit. Meine Antwort: Das ist nicht mit zwei Sätzen zu beantworten! Denn es hat einen ganzen Prozess gebraucht, bis Sophie sich schlussendlich für Costa Rica entschieden hatte. Wichtig, um uns damit überhaupt zu befassen, waren unter anderem die guten Erfahrungen des Lebensgefährten meiner Schwester, der lange Zeit in Südamerika verbracht und mit seiner Kenntnis über das Land, uns die „Angst“ vor der unbekannten Welt genommen hatte.

Anfangs wollte Sophie ins englischsprachige Ausland und hatte sich erst später für Spanisch entschieden. Und wenn schon Spanisch, warum nicht in die Karibik? Und so nahm die Geschichte ihren Lauf. Nachdem sich meine Tochter fest entschieden hatte, diesen Auslandsaufenthalt zu machen, fingen wir mit den Vorbereitungen an. Dabei stieg die Aufregung mit jedem Tag, den dieses große Projekt näher rückte. Auf dem Info-Elternabend hatte man uns gesagt, dass so ein Auslandsaufenthalt im Endeffekt drei Jahre unseres Familienlebens prägen würde. Heute kann ich sagen: mit Vor- und Nachbereitung – dem ist auch so!

Schließlich war es soweit – wir brachten Sophie an den Flughafen Düsseldorf. Nach einigem Hin und Her mit ihrem Visum konnte sie durch und war auf dem Weg. Seltsamerweise hatten wir keinen großen Abschiedsschmerz, sondern haben uns mit ihr auf dieses Abenteuer gefreut.

Als sie angekommen war, hat sie uns gleich ein Video von dort geschickt. Es ist wirklich ein großer Vorteil, durch die sozialen Medien so eng verknüpft zu sein. Sie hat diese Verbindung auch nie als Belastung empfunden, sondern als große Bereicherung. So konnten wir im Austausch über alle Dinge sein, die sie vor Ort erlebt und einsortiert haben wollte. Ich habe die Kontaktaufnahme ihr überlassen, damit sie Menge und Tempo bestimmt. Und das kann ich nur allen Eltern empfehlen. So war sie gefühlsmäßig immer wieder da und konnte doch total in die neue Welt eintauchen.

Nachdem wir sie zunächst nur für ein halbes Jahr angemeldet hatten, kam die Zeit der Rückreise immer näher und damit auch die Frage, ob sie verlängern will oder nicht. Diese Kombination war für uns genau richtig. Sie konnte vor Ort selber entscheiden, ob sie es ein Jahr schaffen würde oder nicht und hätte ohne „Gesichtsverlust“ nach einem halben Jahr zurückkommen können. Da es ihr aber dort so gut gefallen hat war schon nach zwei Monaten klar, dass sie das ganze Jahr bleiben wollen würde.

Als sie dann im Sommer 2016 zurückkam, war die Freude natürlich riesig. Aber auch die Bedenken, ob und wie sie sich wieder in unser Familienleben integrieren würde. Und ob der „Rück-Kulturschock“ sehr groß werden würde. Nie werde ich ihr erstauntes Gesicht vergessen, als sie durch die Tür in unser Haus gelaufen kam. Sie sah aus, als ob sie in einen Palast eintreten würde und wir haben ein kleines Reihen-Mittelhaus. Das zeigt aber gut, was der Austausch mit ihr gemacht hat: Er hat die Dinge, die wir für selbstverständlich halten, relativiert. Unseren „Reichtum“, unsere Bequemlichkeiten, die freie Verfügbarkeit von Internet, Strom und Wasser. Essen bis der Kühlschrank platzt, ein eigenes, großes Zimmer, eine warme Dusche usw.

Sie ist wirklich weltoffen geworden, spricht Spanisch fließend und weiß die Annehmlichkeiten unseres Lebens zu schätzen. Das größte, was ich erleben durfte, war ein Anruf aus der Schule, ob sie für mich noch was erledigen solle oder ob sie sich verabreden könne. Diese Frage war wie Musik für meine Ohren – unglaublich für eine 16-Jährige! Außerdem ist sie jetzt sehr fleißig in der Schule. Sie weiß es sehr zu schätzen, was Deutschland seinen Kindern bietet, auch wenn alle über unser Schulsystem schimpfen.

Hätte ich nur in Ansätzen geahnt, wie selbstbewusst, vernünftig, aufgeschlossen, tolerant, weltoffen und verantwortungsvoll meine Tochter zurückkommen würde, ich würde es als Pflichtjahr für jedes Kind einrichten – es war eine ganz tolle Erfahrung. Für sie – und für uns!

Mutter von Sophie, 2015-2016

Chile – Vater von Iris (2015-2016)

Wir wissen, dass wir unsere Kinder Stück für Stück los lassen müssen, damit sie frühzeitig lernen eigene Entscheidungen zu treffen und für sich und ihre nächste Umgebung Verantwortung zu übernehmen. Es freute uns daher über die Maßen, dass unsere Tochter Iris (damals 14-jährig) ihr Interesse an einem Auslandsaufenthalt während des 1. Jahres der gymnasialen Oberstufe in einem spanischsprachigen Land außerhalb Spaniens bekundete. Den Auftakt bildete dann die Informationsveranstaltung ihres Gymnasiums.

Die anschließenden diversen Überlegungen im Kreis der Familie, der Freunde und mit den Lehrern ergaben recht schnell, dass Iris nur ein halbes Jahr nach Chile wollte. Und dann kam der erste Schritt von der Theorie zur Realisierung des Vorhabens: Die Wahl der Austauschorganisation.
Chile haben nur eine Hand voll im Programm, und deren Stände waren auf der JuBi 2014 auch recht zügig ausgemacht. Von den in Frage kommenden Vertretern überzeugte uns das Team von ODI am meisten. Bestimmt auch deshalb, weil glücklicherweise die für das Südamerika Programm zuständige Betreuerin den Funken der Begeisterung bei Iris und uns am wirkungsvollsten entfachte.

Nach Bewerbungsformalitäten und Vorbereitungsseminar stieg die Spannung als die Auswahl der Gastfamilie auf sich warten ließ. Als uns die erlösende Mail von ODI mit einem sehr netten Brief der Gastschwester und dem Profil mit diversen Bildern der vorgeschlagenen Gastfamilie erreichte, schien der „fit“ perfekt.
Die Wahl der Highschool war dann nur noch eine logische Folge der gewählten Gastfamilie. An diesem Punkt war uns wichtig, dass Iris nicht nur die Gastschule bis zum Ende des Schuljahres – kurz vor Weihnachten – besuchen sollte. Mit Zustimmung der Gastfamilie und bei eigenem Interesse sollte sie auch die Gelegenheit haben, mit der Gastfamilie Weihnachten zu feiern und einen Teil der Sommerferien zu verbringen. Also arrangierten wir dies mit tatkräftiger Unterstützung von ODI.

Nach erledigten Formalitäten und weiterer Wartezeit hieß es Abschied nehmen. Der Trennungsschmerz war schnell verflogen, nachdem Iris bei der Gastfamilie und in der lokalen Highschool angekommen war und sich gut mit den Gegebenheiten arrangierte. Die enge deutschsprachige Betreuung vor Ort durch ODI und der chilenischen Partnerorganisation war hier sehr hilfreich. Besonders der arrangierte Sprachkurs half bei der Integration und die gemeinsamen Ausflüge mit den anderen deutschen Auslandsschülern im Großraum Santiago halfen beim gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Wir hatten vom ersten Tag an das Gefühl, dass unserer Iris eine solide Plattform zur Verfügung steht, um vorbehaltlos in ihre Gastkultur einzutauchen. Es machte Freude zu sehen, dass sie bald an den akademischen Kursen aktiv teilnahm und mit den schulischen Sportteams Erfolge bei diversen Wettkämpfen erzielte.

Ein großes Plus war auch das vielfältige Angebot der chilenischen Partnerorganisation an ein- und mehrtägigen Exkursionen und Erkundungsreisen im ganzen Land und bis nach Bolivien. Wir fanden es auch angemessen, dass daran nicht nur die im Raum Santiago konzentrierten Auslandsschüler teilnehmen konnten, sondern auch die chilenischen Gastgeschwister. Neben den Erfahrungen im Gastland konnte Iris so auch die Verbindung zu den Gastgeschwistern und der Gastfamilie weiter vertiefen.

Aber erst die Erfahrung kritischer Momente zeigte uns, wie gut wir unser Kind bei ODI betreut fanden. Das massive Erdbeben vom 16. September 2015 mit einer Stärke von 8,4 vor der Küste von Santiago war ein solcher Schreckmoment. Doch die Entwarnung kam rasch, nachdem ODI gemeinsam mit den Betreuern der Partnerorganisation das Wohlbefinden der Kinder und deren Gastfamilien abgefragt hatte. Und es war für uns beruhigend zu wissen, dass es auch während der wiederholten Nachbeben mit Stärken bis zu 7,6 eine enge Betreuung vor Ort gab.

Das Auslandssemester war für Iris und uns eine rundum positive Erfahrung. Unsere Tochter ging als pubertierender Teenie und kam zurück als weitgehend selbständige Oberstufenschülerin mit fokussiertem Blick auf das Abitur und tollen neuen Freunden.

Vater von Iris, 2015-2016

USA – Eltern von Katrina (2016)

Vor gut zwei Jahren eröffnete uns unsere Tochter, dass sie sehr gerne ein Schuljahr in den USA verbringen würde. Für uns kam der Entschluss etwas überraschend, da Katrina einen derartigen Wunsch zuvor nicht geäußert hatte.

Ihre ältere Schwester verbrachte in 2012 einen gut fünfmonatigen Schüleraustausch in Neuseeland und denkt noch heute mit Begeisterung an ihre Zeit dort zurück. Die Basis dafür lieferte die perfekte Organisation durch ODI. Auch wir daheim fühlten uns von ODI bestens betreut. Daher war klar, dass wir uns wegen des USA-Aufenthaltes erneut vertrauensvoll an ODI wenden würden.

In den folgenden Wochen und Monaten stieg die Vorfreude bei Katrina stetig. Die Zeit wurde ihr nur lang, bis endlich eine Gastfamilie gefunden war. Im August 2014 ging es für Katrina in Richtung Chicago los, wo sie ein 3-tägiges Einführungsseminar besuchte. Anschließend reiste sie nach Waukesha, Wisconsin, weiter.
Zu unserer Freude fanden Katrina und ihre Gastfamilie rasch aneinander. Ebenso schnell gewöhnte sich Katrina an ihre Umgebung und ihre High-School; nach kurzer Zeit waren auch die ersten Freundschaften geschlossen. Heimweh? Fehlanzeige. Zugegebenermaßen erfüllte uns dies mit etwas Wehmut, zumal Katrina nicht so häufig von sich hören ließ. Erfreulicherweise versorgten uns die Gasteltern per Mail immer wieder einmal mit neuen Informationen.

Mitte Juni 2015 hieß es dann für unsere Tochter Koffer für die Heimreise packen. Der Abschied von ihrem „zweiten Zuhause“, ihrer Gastfamilie, ihren Freundinnen und Freunden, ihrer neuen Schule u.v.m. fiel ihr sichtlich schwer. Zu diesem Zeitpunkt waren wir mit ihrer Schwester in Waukesha eingetroffen, wo wir noch drei schöne Tage auf Einladung der Gasteltern verbrachten. Unser Eindruck bestätigte sich: Katrina hatte mit ihrer Gastfamilie ein Riesenglück! – Die offene, unkomplizierte und herzliche Art, mit der auch wir aufgenommen wurden, hat uns tief berührt.
Damit sich Katrina ungestört von ihrer Gastfamilie verabschieden konnte, reisten wir einen Tag früher nach Chicago ab, von wo aus wir schließlich gemeinsam zurück nach Deutschland flogen.

Ihre Kontakte in die USA pflegt Katrina weiterhin. Es ist schön, dass ihr Aufenthalt in den USA nicht nur eine Episode war. Katrina hat sich weiterentwickelt, sie ist verantwortungs- und selbstbewusster, reifer und insgesamt umgänglicher geworden. Eines zudem weiß sie heute schon: Das wird nicht ihre letzte Reise gewesen sein! (Aber das hatten wir ja bereits bei ihrer Abreise geahnt.)

Eltern von Katrina, 2016

Spanien – Eltern von Julius (2015-2016)

Unser Sohn Julius war von September 2015 bis Juni 2016 in Spanien. Für uns war das schon der zweite Austausch mit Open Door International (ODI), da sein älterer Bruder bereits im Jahr 2009 mit ODI ein Schuljahr in den USA verbracht hatte. Da dieser Austausch sehr positiv und wegweisend für unseren Sohn verlief, stand für uns von Anfang an fest, dass wir wieder ODI wählen würden. Julius entschied sich aber für Spanien, da ihn das Land schon lange begeisterte. In seiner Bewerbung vermerkte er, dass er gern in eine sportbegeisterte Familie kommen würde und das hat prima funktioniert. Noch bevor er in Spanien ankam, organisierte sein Gastvater für ihn eine Dauerkarte bei Atlético Madrid und schon am ersten Tag nach seiner Ankunft saß unser Sohn mit der gesamten Gastfamilie im Stadion in Madrid und sah sein erstes Fußballspiel in der Primera División.
Für uns als Eltern hatte der Austausch nach Spanien diverse Vorteile. Da sind natürlich zunächst die Reisekosten zu nennen, die bei einem Flug nach Spanien deutlich günstiger sind als bei einem Flug in die USA. Des Weiteren ist die Einreise nach Spanien wesentlich unkomplizierter und die Versicherungen waren auch kein Problem. Und auch der Gedanke, dass Julius eigentlich gar nicht so weit entfernt ist, war für uns ein gutes Gefühl.
Mittlerweile ist Julius wieder zu Hause und wir lernen tagtäglich Neues von ihm. Ob es spanische Musik, typische Redewendungen oder leckere Fajitas sind, der Austausch war für uns als Familie in jeder Hinsicht eine riesige Bereicherung.

Eltern von Julius, 2015-2016

Neuseeland – Mutter von Jasper (2015-2016)

Als unser Sohn Jasper mit 14 Jahren spontan beschloss, dass er gerne ein Auslandsjahr machen wollte, haben wir das zunächst gar nicht wirklich ernst genommen. Die Idee hatte er wahrscheinlich durch unsere Austauschschülerin aus Brasilien bekommen. Trotzdem dachten wir zunächst, dass es sich um einen spontanen Geistesblitz handelte. Aber nach einigen Wochen, in denen er uns immer wieder darauf ansprach, begannen wir uns dann doch zu informieren. Als wir ihn fragten, wo er denn hin wollte, sagte er, es solle ein englischsprachiges Land außerhalb Europas sein und nicht die USA. Für ihn war schnell klar, dass es Neuseeland sein sollte. Etwas anderes kam für ihn eigentlich gar nicht in Frage.

Auf der Suche nach einer passenden Organisation stießen wir auf der JuBi (Jugendbildungsmesse) in Dortmund auf ODI. Wir kannten diese Organisation vorher nicht, uns gefiel aber, dass diese Organisation sehr klein und persönlich ist. Bevor Jasper sich entschieden hatte, konnten wir ein sehr persönliches Beratungsgespräch in Köln in Anspruch nehmen, bei dem einige unserer Bedenken genommen werden konnten.

Schnell hatten wir uns mit dem Gedanken angefreundet, unseren Sohn für ein Jahr ins Ausland gehen zu lassen. Es kam zu Beratungsgesprächen und Informationsseminaren und einige Zeit vor seiner Abreise im Januar 2015 zu einem Vorbereitungsseminar für Jasper. Wir fühlten uns von ODI stets gut betreut. Wir haben dort lauter nette, hilfsbereite Menschen kennen gelernt, die für Fragen stets offen waren und sowohl uns als auch unseren Sohn hervorragend betreut und auf den Austausch vorbereitet haben. Dass es sich um eine kleinere Organisation handelt, ist von Vorteil, da so jeder Austauschschüler bekannt ist.

Zwei Monate bevor er seine Reise angetreten hat, bekamen wir dann auch die Daten für seine zukünftige Gastfamilie. Sie hatten selbst schon reichlich Erfahrung mit Gastschülern gesammelt und nahmen Jasper sehr herzlich auf. Sowohl in seiner Gastfamilie als auch in seiner Schule fühlte er sich sehr wohl und hat selbst jetzt, wo er seit einigen Monaten wieder da ist, Kontakte zu seinen Freunden, die nun über die ganze Welt verstreut sind.

Natürlich war es am Anfang seltsam, ein Kind weniger im Haus zu haben, aber vor allem für Jasper war es eine Erfahrung, die er nicht missen will. Auch jetzt, wo er seit ein paar Monaten wieder da ist, redet er noch viel von seinen Erfahrungen und kleinen Abenteuern, die er dort erlebt hat. Er hat in einem Jahr viele tolle Erinnerungen gesammelt und Erfahrungen gemacht und ist viel selbstständiger, selbstsicherer und ausgeglichener geworden. Nun denkt er schon über seine nächste Reise nach, vielleicht ein FSJ in Chile? Er ist jedenfalls motiviert, nach der Schule noch einmal los zu ziehen.

Wir hatten das Glück, dass wir in den Weihnachtsferien nach Neuseeland gereist sind, um Jasper dort zu treffen und mit der ganzen Familie die Nord- und Südinsel zu bereisen, da seine Schwester sich zu der Zeit ebenfalls dort aufgehalten hat. Wir durften seine Gasteltern kennen lernen und uns seinen „zweiten Heimatort“ anschauen. Für Jasper war dies ein schöner Abschluss und für uns ein Einblick in die Welt, in der er nun für ein Jahr gelebt hat.

Mutter von Jasper, 2015-2016

Kanada – Eltern von Antonius (2015)

Nun ist Antonius schon ein Jahr zurück zu Hause von seinem fünfmonatigen Kanadaaufenthalt. Dies möchten wir nun endlich zum Anlass nehmen, ODI zu danken für die phantastische Organisation und Betreuung. Vom ersten Kontakt über das Vorbereitungsseminar, den Aufenthalt an sich bis zum Nachbereitungsseminar im September lief alles perfekt.

Zunächst waren wir etwas skeptisch, dass Antonius einer alleinstehenden Dame zugeteilt wurde, deren Kinder bereits aus dem Haus waren. Im Nachhinein hätte er es aber wohl kaum besser treffen können. Die beiden verstanden sich von Anfang an prächtig, haben viel zusammen gekocht und fast jedes Wochenende etwas unternommen. In erster Linie ging es da raus in die Natur zu vielen Wanderungen. Im Winter standen dann Schneeschuhwanderungen auf dem Programm. Da Antonius Gastmutter zu zahlreichen anderen Gasteltern Kontakt hielt, nahmen häufig andere internationale Schüler an diesen Unternehmungen teil. Ein großes Glück war auch, dass sein Zuhause auf Zeit mitten in der Kleinstadt Campbellton (New Brunswick) lag, so dass er nicht auf Fahrdienste angewiesen war. Schule, Gym, Tim Hortons, das Einkaufszentrum und die Eislaufhalle, wo er sich Freitagsabends die Eishockeyspiele ansah, waren zu Fuß zu erreichen.

Ein besonderes Lob gilt auch den ortsansässigen Koordinatoren für internationale Schüler (Margaret und Marc Geraghty), die den internationalen Schülern viele Aktivitäten und Ereignisse außerhalb der planmäßigen Unternehmungen, die von der Organisation ausgingen, boten. Antonius hatte nicht eine Sekunde Heimweh und auch Weihnachten (als alle drei erwachsenen Gastschwestern zu Besuch kamen), hat er im Kreise seiner dortigen Familie sehr genossen. Er hält weiterhin engen und herzlichen Kontakt zu seiner Gastmutter und einigen lieb gewonnen kanadischen Freunden. Den Austausch mit ODI und das Zielland Kanada können wir nach den gemachten Erfahrungen nur wärmstens weiter empfehlen.

Herzlichen Dank für alles.

Eltern von Antonius, 2015

Neuseeland – Mutter von Manuel (2015)

„Ins Ausland gehen und dann dort auch noch die Schule besuchen??? Nee, das würde ich nicht machen!“ Das war die Einschätzung von Manuel mit 11 Jahren, als ich in der Schule den Aushang über eine Informationsveranstaltung zu einem Auslandsaufenthalt entdeckte.

Manuel zwei Jahre später: „Ich hab' da was auf den Tisch gelegt, das interessiert mich. Könnten wir diese Informationsveranstaltung vielleicht besuchen? Wir wollen nach Amerika...“
Gerne nahmen wir Eltern uns die Zeit und gingen mit Manuel dorthin. Vorher versuchten wir ihm noch klar zu machen, dass es sich bei diesem Auslandsaufenthalt höchstwahrscheinlich nicht um eine nette Ferienreise zusammen mit seinen Freunden und einer „Nanny“ handeln würde. Nach allgemeinen Informationen berichteten drei Returnees von ihren Erfahrungen. Wir konnten beobachten, wie die Erzählung der ersten Rückkehrerin Manuel absolut in den Bann zog. Uns wurde an diesem Abend klar, dass Neuseeland das Land seiner Träume ist. Zunächst waren wir erschrocken, dass die Wahl ausgerechnet auf das Land mit den höchsten Kosten für einen Aufenthalt gefallen ist. Das Konzept in Neuseeland mit Schulgebühren für die Internationals und der Aufwandsentschädigung für die Gastfamilie hat uns aber auf eine entsprechende Qualität hoffen lassen.

Nun folgte mithilfe eines Buches die Recherche nach einer passenden Organisation. Prospekte wurden angefordert und studiert. Manuel schaute sich zwischenzeitlich die Homepage der Organisation an, von der seine Schulkollegin (und auch deren Vorgängerin) so begeistert waren.
Schnell fand er eine Schule, die ihm gefiel. Also nahmen wir mit ODI Kontakt auf und uns wurden geduldig unsere unzähligen Fragen beantwortet. Das anschließende Bewerbungsverfahren war genauso persönlich und nett. Unsere Freude war groß, als die Zusage kam. Jetzt waren es noch einige Monate bis zum Abflug. Findet sich eine Gastfamilie? Wenn ja, was ist das wohl für eine? Die Spannung stieg und eher als erwartet kam die E-Mail mit dem Betreff „Deine Gastfamilie!“
Wie sympathisch diese Familie aussah! Und alle Wünsche von Manuel hatten Berücksichtigung gefunden. Toll! Es kam zum sehr netten Austausch via E-Mail und Skype mit der Gastfamilie. So entstand schon vor der Ankunft in Neuseeland eine Beziehung zueinander und auch wir Eltern durften teilhaben.

Gut von ODI vorbereitet trafen sich fünf aufgeregte Abenteurer mit ihren Eltern im Juli 2015 am Frankfurter Flughafen – alles klappte wunderbar in einer ruhigen Atmosphäre und wir betrachteten uns amüsiert die Hektik und Unruhe gleichzeitig anwesender großer Organisationen.
Gemeinsam erlebten die fünf ihre ersten Tage beim Orientation Trip in Auckland. Dann durfte Manuel endlich seiner Gastfamilie gegenübertreten.

Die Gastfamilie, die Henderson High, die Betreuung durch die International-Students-Koordinatorin und die Homestay-Koordinatorin – alles passte und war wie von ODI „angepriesen“. Manuel hat von den sechs Monaten prägende Eindrücke mitnehmen können, ist sehr reif und selbstständig geworden und hat einen größeren Blickwinkel bekommen. Manuel und wir wissen nun, dass er prima auf der Welt zurechtkommt. Diese schöne Gewissheit haben wir ODI mit der guten Vorbereitung und Auswahl der Partner in Neuseeland zu verdanken und den Neuseeländern, von deren Herzlichkeit, Liebenswürdigkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit in ihrer unbeschreiblich schönen und in ihrer Vielfalt einzigartigen Natur wir uns selber bei der Abholung von Manuel überzeugen konnten. Und Manuel hat eine zweite Familie bekommen, that's awesome!

Der Aufenthalt war jeden Cent wert! Manuel plant und spart nun fleißig, um sich weitere Weltenbummler-Träume nach dem Abitur erfüllen zu können.

Mutter von Manuel, 2015

Neuseeland – Eltern von Julia (2013)

Im Oktober 2012 hat uns Julia mit ihrem Wunsch nach einem Auslandsjahr im Schüleraustausch überrascht. Nachdem uns klar wurde wie ernst es ihr damit war, begann für uns alle eine interessante und spannende Zeit. Die vielen Infos von ODI und auch Kontakte mit ehemaligen Austauschschülern konnten unsere anfänglichen Bedenken fast alle ausräumen. Dabei waren wir zu Beginn des Unternehmens als Eltern schon etwas unsicher, ob wir unser Kind soweit und solange ziehen lassen sollten - immerhin wollte sie nach Neuseeland, ans andere Ende der Welt.
Nelson und das Nayland College auf der Südinsel wurden als Wunschziel ausgesucht und Julias Aufnahme bald bestätigt. Auch die Kontaktaufnahme mit ihren Gasteltern beruhigte uns sehr. Auf Fotos, die sie uns außerdem schickten, konnten wir schon sehen wie und mit wem unsere Tochter die nächsten Monate leben sollte. Natürlich ist das keine Garantie für ein gutes Miteinander im Alltag vor Ort, aber bei Julia war es glücklicherweise genau so. Sie hatte sehr engagierte Gasteltern, die auch schon einige Erfahrung mit Gastkindern hatten. Im College wurde sie sehr freundlich begrüßt und aufgenommen und so hat sie sich sehr schnell eingelebt und anfängliches Heimweh schnell überwunden. Durch Skype und E-Mails hatten wir zunächst häufiger, dann aber lockereren Kontakt und von vielen ihrer Aktivitäten hat sie uns Fotos geschickt.
Für uns alle war es eine einzigartige Zeit - im positivsten Sinne.  Julia hat ein wunderschönes Land  kennengelernt und  viele Freunde gefunden. Ihre Reiselust ist groß und sie überlegt schon wohin es nach dem Abi gehen könnte. Die  Rückkehr ins "alte" Leben gestaltete sich problemlos, wenngleich sie zu Beginn öfters Vergleiche mit z.B. der Schule in NZ gemacht hat, und auch der alte Freundeskreis hat sich etwas verändert. Ich kann insgesamt nur alle Eltern ermutigen, ihr Kind auf diesem Weg zu unterstützen. Wir hatten jederzeit das sichere Gefühl, dass Julia gut aufgehoben und betreut war. Durch das Team von ODI waren Aufenthalt und Reise super vorbereitet und organisiert. Wir als Eltern und auch unsere Tochter hatten jederzeit Ansprechpartner. In Kürze wird Julia noch ein Nachbereitungsseminar besuchen, auf dem sie ihre Erfahrungen mit anderen Teilnehmern austauschen kann.

Eltern von Julia, 2013

USA – Mutter von Linus (2012-2013)

Nun ist Linus schon seit drei Monaten wieder zurück, aber erst jetzt komme ich dazu, Ihnen und überhaupt der gesamten Organisation Open Door International e.V. unseren Dank auszusprechen. Vom ersten Kontakt an haben wir uns bei Ihnen in den richtigen Händen gefühlt und der sensationelle Erfolg – wenn man das mal so ausdrücken darf – des Austauschjahres hat dieses positive Gefühl nun mehr als bestätigt. Linus durfte ein wundervolles US-Jahr erleben, er scheint wirklich den Jackpot geknackt zu haben. Wir konnten uns bei einem Besuch im Frühjahr selbst davon überzeugen. Seine Gastväter waren einfach zauberhaft, wir als Co-Eltern haben uns perfekt verstanden. Das hatte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Und zurückbekommen haben wir einen Sohn – den wir natürlich vorher auch schon toll fanden –, der soviel an Selbständigkeit, Souveränität und Lebensfreude gewonnen hat, dass es einem echt das Herz wärmt! Ich will nicht verhehlen, dass es für uns "Daheimgeblieben" schon auch schwer war, ihn so weit von uns weg zu wissen. Zumal er eher zu denen gehörte, die sich freiwillig nicht gerade häufig zu Hause gemeldet haben. Das war natürlich auch beruhigend auf eine Art. Heimweh hatte er wohl wirklich nicht, jedenfalls nicht häufig oder besonders schlimm. Aber dank regelmäßiger Mails seines Gastvaters waren wir dann doch immer auf dem Laufenden. Zu Problemen ist es also nie gekommen, die sie mit und für uns hätten lösen müssen. Umso besser. Ich bin aber davon überzeugt, dass Sie das auch gut gemanagt hätten.
Wir sind sehr froh, ODI gewählt zu haben und empfehlen Euch auf jeden Fall weiter.


Mutter von Linus, 2012-2013

England – Mutter von Esther (2010-2011)

Unsere Tochter Esther hat das 11. Schuljahr in Boston/UK verbracht.
Über Open Door International e.V. wurde sie und wir als Eltern sehr gut vorbereitet und begleitet.
Für all unsere Fragen – und das waren manchmal viele an der Zahl! – war die Organisation für uns da.
Esther hatte ein tolles Jahr sowohl im College als auch in der Gastfamilie.
Sie hat erfahren, wie man anders Lernen kann und ist viel durch das schöne England und Schottland gereist, hat Land und Menschen kennen- und lieben gelernt.
Zu ihrer Gastfamilie hat sie guten Kontakt, sowohl ihre Geschwister als auch wir durften schon zu Besuch kommen.

Mutter von Esther, 2010-2011

Leiterin Schüleraustausch

Gaby Kühn

Tel.: 0221-60 60 855-14

gaby@opendoorinternational.de