Ecuador

Ecuador hat für seine eher bescheidenen Ausmaße – es ist das kleinste Andenland, etwas größer als das Vereinigte Königreich – eine enorme klimatische und landschaftliche Vielfalt sowie einen atemberaubenden Artenreichtum zu bieten, die du bei Deiner Freiwilligenarbeit erleben kannst. Vom tropischen Regenwald im Osten bis zur flachen Küstenregion im Westen, zentral durchzogen von Nord nach Süd von den Anden, die das Land auch klimatisch teilen. Inmitten der zentralen vulkanischen Hochebene liegt die Hauptstadt Quito, die mit ihrer Altstadt und ihren Gebäuden aus der spanischen Kolonialzeit zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und die höchste Hauptstadt der Welt ist. Nicht zu vergessen die 1.000 km westlich vor der Küste gelegenen Galápagos-Inseln mit vielen Tier- und Pflanzenarten, die man ausschließlich dort findet. In Ecuador gibt es also auf kleinem Raum außergewöhnlich viel zu sehen und zu entdecken – ein ideales Land für einen spannenden Freiwilligenarbeitsaufenthalt.

ODI bietet folgende Programme in Ecuador an:

Zahlen & Fakten

Hauptstadt
Quito
Staatsform
Präsidialrepublik
Bevölkerung
ca. 16 Millionen
Sprache
Spanisch und Quichua
Fläche
283.560 km²
Währung
US-Dollar
Zeitverschiebung
MEZ -6 Stunden (keine Sommerzeit)
Vorwahl
00593

Land und Leute

In Ecuador sind 65% der Bevölkerung Mestizen, ca. 25% haben eine indigene Abstammung, ca. 7% sind europäischer Herkunft. Dies lässt sich dadurch erklären, dass nach Ecuador hauptsächlich Spanier, jedoch kaum andere Europäer einwanderten. Die Ecuadorianer sind generell sehr stolz auf den Reichtum an Flora, Fauna und Ressourcen, den ihr Land besitzt. Viele Ecuadorianer haben Verwandte in einem anderen Land, da über 10% der ecuadorianischen Bevölkerung auf der Suche nach Arbeit Ecuador verlassen haben. Ansonsten unterscheiden sich die Verhaltensweisen und Einstellungen je nachdem, woher, d.h. aus welcher Höhenregion die Menschen kommen. Eine besondere „Rivalität“ ist hier insbesondere zwischen den Bewohnern aus den höher gelegenen Gebieten Ecuadors (den so genannten serranos) und den Bewohnern der Küste (den so genannten costeños) festzustellen, die sich gerne ihre jeweiligen Eigenheiten vorhalten.

Essen und Trinken

In Ecuador kann man aufgrund seiner natürlichen Vielfalt viele verschiedene Früchte und unterschiedlichste Speisen zu sich nehmen. Die schmackhaftesten Dschungelfrüchte sind Chirimoya mit ihrem wohlschmeckenden, puddingartigen Fruchtinneren, sowie die Mamey mit rotem, süßem, kürbisartigem Fruchtfleisch und die gurkenähnlichen Pepinos, eine süße, weiß- und lilagestreifte Frucht. Einheimische Spezialitäten sind Ceviche (Meeresfrüchte mit Zitrone und Zwiebeln), Lenteja (Linseneintopf), Lechón (Spanferkel), Llapingachos (Käse-Kartoffelpuffer) und Locro (Kartoffel- und Maissuppe mit Avocado und Käse). Hinter der Bezeichnung Cuy versteckt sich eine alte Inka-Spezialität, die nicht jedermanns Sache ist: gebratenes Meerschweinchen. Eine landestypische Getränkespezialität Ecuadors ist der einzigartige Fruchtsaft Naranjilla, der aus der gleichnamigen Frucht gepresst wird und sehr erfrischend schmeckt. Noch heute wird nach alter indianischer Tradition zu Allerseelen zum Gedenken an die Verstorbenen Colada Morada zubereitet, ein heißes, blutrotfarbenes Getränk aus Früchten und Maismehl.

Klima und Landschaft

Ecuador grenzt im Norden an Kolumbien und im Osten und Süden an Peru. Im Land findet man warmes, tropisches und subtropisches Klima mit großen Unterschieden zwischen der Andenregion und der Küste. Im Amazonasbecken und im nördlichen Küstentiefland ist es feuchtheiß. Die Regenmengen sind wegen der großen Höhenunterschiede und des Humboldtstromes sehr unterschiedlich und nehmen an der Küste von Nord nach Süd ab, die trockenste Zeit ist von Juni bis November. Im Hochland gibt es teilweise extreme Temperaturschwankungen im Verlaufe des Tages. Das merkt man auch in der Hauptstadt Quito, die trotz ihrer Lage am Äquator ein gemäßigtes (kalttropisches) Klima hat und auch „Stadt des ewigen Frühlings“ genannt wird. Meeresströmungen haben ebenfalls erheblichen Einfluss auf das Wetter und die Jahreszeiten auf den Galápagos-Inseln; in der ersten Jahreshälfte ist es meist sonnig, die Wassertemperatur beträgt zu dieser Zeit ca. 23 Grad, doch gelegentlich gehen schwere tropische Regenschauer nieder. Diesig ist es während der Trockenzeit in der zweiten Jahreshälfte, die Wassertemperatur ist dann bedingt durch den Humboldtstrom kälter.

Berühmte Persönlichkeiten

Joaquín Pinto und Antonio Salas sind bekannte Landschafts- und Porträtmaler des 19. Jahrhunderts aus Ecuador. Eugenio Espejo (1747-1795) war einer der bedeutendsten Denker Lateinamerikas im 18. Jahrhundert. Im Fußball ist Iván Hurtado Rekordnationalspieler und wohl bekanntester Fußballer des Landes.

Feiertage

  • 1. Januar: Año Nuevo (Neujahr)
  • Februar: Carnaval (Karneval)
  • März-April: Jueves Santo (Gründonnerstag)
  • März-April: Viernes Santo (Karfreitag)
  • 1. Mai: Día del Trabajo (Tag der Arbeit)
  • 24. Mai: Batalla de Pichincha (Schlacht am Pichincha (1822))
  • 25. Juli: Fundación de Guayaquil (Gründung Guayaquils)
  • 10. August: El primer grito de la Independencia („Erster Schrei nach Unabhängigkeit“ (1808/09 in Quito))
  • 9. Oktober: Independencia de Guayaquil (Unabhängigkeit Guayaquils)
  • 2. November: Día de los Difuntos (Allerseelen)
  • 3. November: Independencia de Cuenca (Unabhängigkeit von Cuenca)
  • 6. Dezember: Fundación Quito (Spanische (Neu-)Gründung Quitos)
  • 25. Dezember: Navidad (Weihnachten)
  • 31. Dezember: Año viejo (Silvester)

Literatur- und Surftipps

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