Erfahrungsbericht Argentinien: Saskia 2011-2012

ODI: Warum hast du dich für ein Jahr in Argentinien entschieden?

Saskia: Von Anfang an stand für mich fest, dass es in ein spanisch sprachiges Land gehen sollte, da ich schon eine Faszination für die Sprache hatte. Spanien war mir aber zu „nah“ und da es bei ODI dann „nur“ noch Ecuador, Argentinien und Chile als Alternativen gab, habe ich mich für Argentinien entschieden. Vor allem das für das Land typische Rinderfleisch, die einzigartige Natur und die argentinische Musik haben mir bei meiner Wahl geholfen. Später habe ich mich weiter über das Land informiert und meine Entscheidung kein bisschen bereut.

ODI: Wie ist dein Aufenthalt verlaufen?

Saskia: Mein Aufenthalt verlief super. Ich habe mich sehr schnell eingelebt, auch wenn mir noch ein paar Dinge fremd waren, schnell Anschluss gefunden und mein Spanisch stetig verbessert. Durch die angebotenen Reisen, konnte ich sehr schöne und interessante Ecken von Argentinien kennen lernen und durch den Familienaufenthalt und den Schulbesuch habe ich tiefe Einblicke in das argentinische Alltagsleben gewonnen.

ODI: Was hat dir besonders gut gefallen? Was war nicht so gut?

Saskia: Besonders gut hat mir die argentinische Art der Menschen gefallen. Die Leute sind alle super herzlich, weswegen man sich überhaupt keine Sorgen machen braucht, wie und ob man Anschluss findet. Außerdem fand ich es toll, mal in so einer großen Stadt zu wohnen und mich dann nach ein paar Monaten überall gut auszukennen und kaum noch Sprachprobleme zu haben. Auf der anderen Seite sind Argentinier aber auch sehr stolz und man kann viele leicht verletzten, wenn man etwas in ihren Augen „falsches“ über ihr Land oder ähnliches sagt.

ODI: Wie sahen das Schulsystem und der Schulalltag aus?

Saskia: Das argentinische Schulsystem besteht aus der Grundschule (Primaria), die man sechs Jahre besucht, und der weiterführenden Schule (Secundaria), die man ebenfalls sechs Jahre besucht. Zu meinem Schulalltag gehörten Schuluniform, was eine ganz neue Erfahrung für mich war, früherer Schulbeginn, morgendliches Beten, da ich auf einer katholischen Privatschule war und dann der normale Unterricht.

ODI: Konntest du schon vorher Spanisch? Und wie kamst du am Anfang sprachlich klar?

Saskia: Ja, ich hatte in Deutschland in der Schule schon drei Jahre Spanisch gelernt. Es hat gereicht, um mich am Anfang grob zu unterhalten, allerdings lernt man im Schulspanisch viele Dinge nicht, die man im Alltag braucht, zudem kommen spanische Wörter und Dialekte. Ich hatte aber keine Probleme, schnell mein Spanisch zu verbessern und bald konnte ich flüssig reden, und auf Spanisch denken und träumen.

ODI: Welche Erwartungen wurden bestätigt, welche widerlegt?

Saskia: Ich hatte nicht allzu viel Erwartungen, nur die, mich gut einzuleben, guten Anschluss zu finden und keine allzu großen Schwierigkeiten mit der Sprache zu haben. Und dies wurde auch bestätigt. Allerdings konnte ich die Armut des Landes nicht sehr gut einschätzen und wurde manchmal überrascht, dass die Leute weniger hatten, als gedacht. Meinen Aufenthalt hat es aber keinerseits beeinträchtigt.

ODI: Wie hast du dich in Deutschland und vor Ort betreut gefühlt?

Saskia: Die Betreuung von ODI vor und während meines Aufenthaltes war super, es hat nie an Beratung und Hilfsbereitschaft gefehlt und das Vorbereitungsseminar das wir in Köln hatten war sehr interessant. Außerdem fand ich es wichtig und gut, dass wir in Córdoba direkt auch eine Ansprechpartnerin hatten, die auch 24 Stunden am tag erreichbar war und sich ausreichend um uns gekümmert hat. Auch dort hat die Einführungswoche mit der ganzen Gruppe sehr viel gebracht.

ODI: Vielen Dank!

Ansprechpartnerin Argentinien

Jana Droste

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