Bei mir stand es schon sehr früh fest, dass ich nach Australien gehe, da ich sowohl in ein englischsprachiges Land wollte, als auch wohin, wo es warm ist.

Das ganze organisatorische war schon früh abgeschlossen, heißt mir blieb nichts anderes übrig als zu warten. Von Anfang an hatte ich schon viel Kontakt mit meiner Gastschwester und wusste direkt, dass ich mich in dieser Familie sehr wohl fühlen würde. Das machte meine Vorfreude nur noch umso größer.

Und dann, am 15.01.2016, ging mein halbes Jahr Abenteuer endlich los. Klar war es am Flughafen schwer sich von meiner Familie zu verabschieden, da ich wusste, dass ich sie für ein ganzes halbes Jahr nicht sehen würde aber meine Vorfreude auf Australien war so groß, dass die gedrückte Stimmung schnell wieder weg war. Auf dem mehr als 20stündigen Flug konnte ich überhaupt nicht schlafen, weshalb ich viel zu müde war, um mir irgendwelche Sorgen zu machen. Als ich endlich in Brisbane gelandet bin, ging alles sehr schnell. Ich musste mein Gepäck holen und schon stand ich meiner Gastfamilie gegenüber. Nach einem sehr freundlichen Willkommen ging es auch schon mit dem Auto zu meinem neuen Zuhause an der Sunny Coast. Da ich so übermüdet war, habe ich den Linksverkehr erst mal gar nicht bemerkt. Dies geschah dann am nächsten Tag, als mir schlagartig bewusst wurde, dass die Aussies ja alle auf der falschen Seite fahren.

Es gab noch einige andere Dinge, an die ich mich erst mal gewöhnen musste, wie z. B. das dauernde Englischsprechen (die Aussies reden ganz anders, als die Lehrer im Englischunterricht) oder die ganzen Tiere (mir ist öfters mal eine Schlange oder eine Riesenspinne über den Weg gelaufen) oder die Schule!

Die Schule

Die Schule in Australien ist ganz anders als die Schulen in Deutschland! An dem Kawana Waters State College gibt es eine große Bandbreite von Fächern, die es in Deutschland nicht gibt. So waren meine gewählten Fächer - neben den Pflichtfächern Mathe und Englisch - Music, PE (Sport), Aquatics und Fashion&Design.

Der Unterricht in Australien ist meistens mit vielen praktischen Sachen verbunden. So habe ich zum Beispiel ein eigenes Kleid genäht (Fashion&Design) oder habe ein eigenes Musikstück komponieren müssen und dieses wurde dann auch vor der Klasse vorgetragen (Music). In Aquatics und PE habe ich einige Sportarten kennenlernen dürfen, die ich in Deutschland sonst nie gemacht hätte. Von Aquatics aus war ich jeden Montag die ersten beiden Schulstunden am Strand und war dort dann Wellenreiten und habe dann später auch auf Anraten meines Lehrers Kitesurfen außerhalb der Schule gemacht. Durch PE durfte ich Sportarten wie Touch Footy oder Oz Tag kennenlernen, die in Queensland meistens fast genauso beliebt sind wie in Deutschland Fußball, da beide Sportarten starke Ähnlichkeiten zu dem beliebten Sport Rugby haben. Aber auch der Unterricht in Englisch oder Mathe war ganz anders zu Deutschland und hat sogar Spaß (!) gemacht.

Da meine Schule von 8.50 am bis 2.50 pm ging, hatte ich nach der Schule immer noch Zeit mit meinen Freunden an den Strand oder in die Mall zu gehen. Anfänglich kam ich mir etwas komisch vor, in der Freizeit mit Schuluniform rumzulaufen, aber da alle so unterwegs waren, hat man sich schnell daran gewöhnt.

Die „Highlights“ des Aufenthalts

Die „Highlights“ des Aufenthalts waren die Trips, die ich mit meiner Gastfamilie und der Schule gemacht habe. So war ich mit meiner Gastfamilie jeweils über das Wochenende mal an der Gold Coast und bei Verwandten im Outback. Und von der Schule aus war ich für vier Tage auf Lady Elliott Island (einer kleinen Insel im Great Barrier Reef) und für weitere vier Tage in Sydney.

Aber eigentlich war die gesamte Zeit einfach eine unglaublich schöne Zeit, die mir durch meine Freunde und meine für mich perfekte Gastfamilie noch umso besser gemacht wurde. Deswegen fiel mir der Abschied dann Anfang Juli auch unglaublich schwer, da ich innerlich noch nicht bereit war, wieder mein „normales“ Leben in Deutschland aufzunehmen. Aber der Abschied musste dann doch kommen und auf dem Rückflug war ich anfänglich traurig, all die netten Menschen und mein zweites Zuhause hinter mir zu lassen. Aber je näher ich Deutschland kam, umso mehr freute ich mich, meine Familie und Freunde wieder zu sehen.

Dankbar

Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrungen machen, diese unglaublich netten, offenen und herzensguten Menschen kennenlernen und in Caloundra, Queensland ein neues Zuhause finden durfte.

Meine Rückkehr nach Australien im Januar/Februar nach meinem Abi steht schon fest. Aber vorher kommen mich noch meine Gastschwester und Freunde nach deren Schulabschluss in Deutschland besuchen, was das „Heimweh“ nach Australien erträglicher macht, da ich weiß, dass ich sie alle wiedersehen werde.

 

Liebe Grüße

Julia

 

 

Ansprechpartnerin Australien

Gaby Kühn

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