Ich hatte vorher noch nie wirklich über einen Schüleraustausch nachgedacht und ich glaube meine Familie und meine Freunde waren sehr überrascht als ich entschied nach Chile zu gehen. In der Schule wurde ich gefragt: „Du gehst nach China?!“ und wirklich niemand verstand warum gerade Chile. Doch für mich war es entschieden! Ich wollte was Neues entdecken und nachdem ich mich endlich angemeldet hatte, konnte ich es kaum noch erwarten. Wenn ich ehrlich bin kann ich selbst jetzt noch nicht wirklich glauben, dass ich ein Jahr weg war, und doch war es eine unglaubliche Zeit die ich nie vergessen werde. Ich kann mich noch genau an meine Ankunft erinnern, ich kam vollkommen erschöpft am Flughafen an und wollte nur noch ins Bett. Doch als ich meine Gastfamilie sah war alles vergessen, sofort wurde ich herzlich begrüßt, ich fühlte mich von Anfang an wie ein Teil der Familie und ich werde immer zwei Familien haben, eine in Deutschland und eine in Chile. 

Die Kultur in Chile ist so komplett anders, aber schon nach wenigen Tagen fühlte ich mich so wohl wie noch nie. Ich konnte immer noch nicht glauben wo ich war und gleichzeitig fühlte es sich an als würde ich schon immer dort leben. Alle Menschen sind so offen und nett und auch in der Schule konnte ich sofort Anschluss finden. Auch wenn ich am Anfang Sprachprobleme hatte und nicht sagen konnte was ich wollte, behandelten mich alle wie eine echte Chilenin. Durch die Hilfe meiner Familie und Freunde lernte ich schnell Spanisch sprechen. Lasst euch nicht von der Sprachbarriere abschrecken, denn sie ist schnell überwunden und man passt sich schnell an den chilenischen Sprechstil an, der natürlich komplett anders ist als das Schulspanisch.

Außer dem Alltag in Santiago durfte ich auch noch andere wunderschöne Ecken in Chile kennenlernen. Mit einigen anderen Austauschschülern zum Beispiel verbrachte ich eine Woche auf Rapa Nui (Osterinsel). Neben der atemberaubenden Landschaft lernten wir Schüler in unserem  Alter kennen, die uns Orte zeigen konnten, die kein Tourist jemals sehen würde. Mit meiner Familie machte ich noch ein paar Tagesausflüge nach Valparaíso und Vina del mar und eine kleine Reise nach La Serena.

Ich könnte noch ewig weiter erzählen und ich finde es immer wieder toll mich an Momente zu erinnern. Besser als in einem Schuljahr mit Gastfamilienaufenthalt kann man ein Land gar nicht kennenlernen und ich kann nur jedem empfehlen diesen Schritt zu gehen. Ich werde auf jeden Fall zurückkehren und das wird jeder wollen der jemals in Chile war, da bin ich mir sicher. 

Ansprechpartnerin Chile

Jana Droste

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